Die Wohnungsbesichtigung – Darauf sollten Sie achten

Beitrag: Die Wohnungsbesichtigung – Darauf sollten Sie achten
Die Wohnungsbesichtigung – Darauf sollten Sie achten - Foto: Free-Photos / pixabay.com

Nach einer langen Suche haben Sie endlich Ihre Traumwohnung gefunden. Aber bevor Sie den Vertrag unterschreiben und einziehen können, steht eine Wohnungsbesichtigung an. Was Sie bei einer Besichtigung beachten sollten und wie Sie den Vermieter von sich überzeugen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Eine Wohnungsbesichtigung ist unabdingbar. Zum einen müssen sich die Vermieter ein Bild von potenziellen Vermietern machen, um zu wissen wem sie ihre Wohnung vermieten bzw. verkaufen. Zum anderen ist die Besichtigung auch sehr wichtig für den Mieter oder Käufer damit er nicht die Katze im Sack kauft. Dieser kann sich somit überzeugen, dass sich die Wohnung in einem angemessenen Zustand befindet und alles mit rechten Dingen abläuft.

TIPP: Um gut beim Besichtigungstermin vorbereitet zu sein, können Sie sich hier unsere Checkliste für die Wohnungsbesichtigung herunterladen.

Einzeltermin ausmachen

Bei der Wohnungsbesichtigung gibt es zwei Arten: Die Massenbesichtigung und die Einzelbesichtigung. Massenbesichtigungstermine sind öffentlich und somit für alle, ohne eine Termin zu machen, zugänglich. Bei dieser Besichtigungsart schaut man sich die Wohnung zusammen mit anderen Bewerbern im Schnelldurchlauf an. So bekommt man nur einen groben Überblick und kann keine näheren Informationen erfragen. Die Massenbesichtigung kommt meistens in Großstädten mit Wohnungsmangel vor.

Um bei dem Vermieter oder Verkäufer einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, sollten Sie mit ihm einen Einzeltermin zur Wohnungsbesichtigung ausmachen, falls dies nicht sowieso der Fall ist. Wichtig ist es den Termin so zu legen, dass es noch Taghell ist. So bekommen Sie am besten einen genauen Eindruck von der Wohnung und können eventuelle Mängel besser erkennen. Ideal sind Zeiten nach dem Feierabend, so können Sie realistische Eindrücke von der Lärmbelastung im Wohnhaus bekommen.

Nehmen Sie sich am besten noch eine Person zur Besichtigung mit. Vier Augen sehen mehr als Zwei!

Fragen zusammenstellen

Wichtig ist es, dass Sie bei dem Besichtigungstermin gut vorbereitet sind. Notieren Sie sich vorher Fragen, die Sie dem Anbieter stellen möchten, so können Sie keine vergessen und sind genauestens über die Wohnung informiert. Fragen Sie nach:

  • Gibt es mögliche Mängel wie früherer Schimmelbefall?
  • Gibt es einen Keller, Dachbodenanteile oder Stellplatz für Auto, Fahrrad oder Kinderwagen?
  • Wie hoch sind die zu erwartenden Heizkosten?
  • Welche Nebenkosten fallen an und um welche handelt es sich dabei?
  • Gehört die Einbauküche zur Wohnung (falls vorhanden)?
  • Welche Pflichten gehören zur Hausordnung?
  • Wie gut ist die Infrastruktur?
  • Gibt es einen Kabel- oder Satellitenanschluss?
  • Was für eine Art Heizung wird genutzt?

Unterlagen zusammenstellen

Bei einer Wohnungsbesichtigung ist es keine Pflicht dem Vermieter persönliche Informationen auszuhändigen. Jedoch kann es sehr hilfreich sein, um einen positiven und bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Besonders hilfreich ist dies bei Massenbesichtigungen in Ballungsgebieten wie Berlin. Somit wird man unter 100 Bewerbern nicht gleich vergessen.

Sie können wie für eine Jobbewerbung, auch eine Bewerbermappe für den Mieter erstellen. Darin können enthalten sein:

  • Ein persönliches Anschreiben (Musterbewerbung)
  • Eine Bonitätsauskunft (Schufa)
  • Eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des Vormieter
  • Ggf. eine Bürgschaft der Eltern bei jungen Mietern

Tag der Wohnungsbesichtigung

Richtige Kleidung

Es ist wichtig, bei einer Wohnungsbesichtigung gepflegt und mit ordentlicher Kleidung aufzutreten. Das bedeutet nicht, dass Sie dort in Anzug oder Kleid erscheinen müssen. Wichtig ist, dass Sie sich in Ihrer Kleidung wohl fühlen und sich nicht vorkommen, als ob Sie verkleidet wären. Es reicht schon, wenn Sie eine ordentliche Hose und Bluse oder ein Sakko oder Hemd tragen.

Das Auftreten

Zeigen Sie Manieren! Gehen Sie auf den Vermieter oder Verkäufer zu. Vor allem halten Sie Blickkontakt und setzen Sie ein Lächeln auf, geben Sie demjenigen die Hand und stellen Sie sich kurz vor. Und das war es dann auch schon, der Rest passiert von ganz allein. Bei Einzelbesichtigungen können Sie natürlich viel mehr mit dem Vermieter reden und auch ein bisschen Smalltalk führen, bei Massenbesichtigungen sollten Sie das aber vermeiden. Bei solchen Besichtigungen hat der Vermieter meistens kein Interesse daran, außer Sie haben gezielte Fragen zu der Wohnung, das zeugt von Interesse.

Versuchen Sie auch immer gekonnt und ehrlich auf Fragen zu antworten. Sie sind jedoch nicht dazu gezwungen. Sind die Fragen zu privat, beispielsweise zu Familienplanung, können Sie die Antwort verweigern oder sogar lügen.

Fotos machen

Wenn Sie an der Wohnung interessiert sind, aber noch andere sich angucken möchten, können Sie Fotos von der Wohnung machen um sich besser daran zu erinnern. Wichtig ist, dass Sie vorher um Erlaubnis fragen, einfach so drauflosknipsen ist verboten.

Verabschiedung

Sollten Sie Interesse an der Wohnung haben, sagen Sie es dem Vermieter oder Verkäufer wenn Sie sich verabschieden. Klären Sie auch mit ihm, ob und bis wann er sich wieder meldet. Stellen Sie sicher, dass sie in Kontakt bleiben.


War der Beitrag hilfreich?
Hat mir weitergeholfen! (noch keine Bewertungen)
Loading...