Bausparkassen – private oder öffentlich-rechtliche Anbieter

In Deutschland helfen Bausparkassen seit Ende des 19. Jahrhunderts bauwilligen Menschen bei der Verwirklichung ihrer Wohnträume. Allen Krisen und Unkenrufen zum Trotz haben sie sich gerade in unsicheren Zeiten als solide Finanzierungsmethode für Wohneigentum bewährt. Hierzulande hat sich dabei das System mit privaten und öffentlich-rechtlichen Bauparkassen etabliert.

Bausparkassen - verschiedene Rechtsformen

Seitdem der Bielefelder Pastor von Bodelschwingh 1885 in Bielefeld die erste Bausparkasse Deutschlands gründete, hat sich zwar wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch einiges geändert, das Grundprinzip des Bausparens ist aber nach wie vor das gleiche: Der typische Vorzug des Bausparens ist die Kombination des systematischen Ansparens von Eigenkapital mit einem niedrig verzinslichen, zinsstabilen Bauspardarlehen. Die nachrangige Absicherung im Grundbuch lässt genügend Raum für eine ergänzende Finanzierung über Kapitalmarktdarlehen.

Das Bauspargeschäft darf in Deutschland nur durch spezielle Kreditinstitute, den Bausparkassen, betrieben werden. Deren Aktionsradius ist durch das Bausparkassengesetz prinzipiell auf die Baufinanzierung von Wohnraum beschränkt. Ihr Geschäft richtet sich also darauf aus, die Bauspareinlagen ihrer Kunden anzusammeln und aus diesen Beträgen Darlehen für wohnungswirtschaftliche Baumaßnahmen zu gewähren.

Der Bausparer kann heute zwischen etlichen Anbietern, Bauspar-Produkten und zwei unterschiedlichen Bausparkassen-Rechtsformen – den öffentlich-rechtlichen sowie den privaten - wählen.

Private Bausparkassen

Die im „Verband der privaten Bausparkassen e.V.“ organisierten privaten Bausparkassen sind allesamt Aktiengesellschaften. Die Rechtsform der AG wird ihnen dabei durch das Bausparkassengesetz vorgeschrieben. Obwohl sie als selbstständige Bausparkassen agieren, gehören sie zum großen Teil zu Banken und Versicherungen.

Öffentlich-rechtliche Bausparkassen

Die derzeit zehn öffentlich-rechtlichen Landesbausparkassen (LBS) sind Mitglied im Deutschen Sparkassen- und Giroverband und werden vorwiegend durch Bundesländer bzw. die Landessparkassen getragen. Ihre Rechtsform wird dabei vom Bausparkassengesetz der jeweiligen Länder geregelt. Vier LBS sind Anstalten des öffentlichen Rechts, drei firmieren als Abteilungen/Einrichtungen der Landesbank und die anderen drei sind Aktiengesellschaften.

Durch die regionale Aufteilung der öffentlich-rechtlichen Bausparkassen bzw. deren Verbände nach Bundesländern stehen die Landesbausparkassen nicht in einem direkten Wettbewerb, d.h., sie werben sich die Kunden nicht gegenseitig ab.

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Bausparkassen vergleichen

Angesichts der großen Anzahl verschiedener Bausparkassen sollten vor dem Abschluss eines Bausparvertrages unbedingt mehrere Kassen verglichen werden. Oft gibt es spezielle Angebote oder besonders günstige Konditionen bei einem Anbieter. Über die Jahre lassen sich so angesichts der Baufinanzierungssummen schnell fünfstellige Beträge sparen. Eine gute Übersicht über diese Art von Immobilienkredit bieten dabei Seiten wie z.B. immobilienkredit.net.