Smart Home – Wie Technik im Alter hilft

Beitrag: Smart Home – Wie Technik im Alter hilft
Smart Home – Wie Technik im Alter hilft - Foto: Pixaline / pixabay.com

Für ältere Menschen ist der Alltag oft eine Herausforderung und alles andere als ein Kinderspiel. Viele sind auf die Hilfe von Pflegern angewiesen, die alltägliche Tätigkeiten für sie erleichtern. Damit die Seniorenpflege noch vereinfacht werden und den älteren Mitbürgern mehr Komfort geboten werden kann, werden technische Innovationen in diesem Bereich immer mehr vorangetrieben. Genaue Infos dazu hält der folgende Ratgeber bereit.

Smart-Home: Den Alltag einfacher gestalten

Stichwort Smart Home: Senioren sollen zunehmend vom „Intelligenten Wohnen“ profitieren können und damit von einem Wohnraum, der mit zahlreichen technischen Extras ausgestattet ist. Durch die Vernetzung des Wohnbereichs kann der Bewohner alle Geräte selbstständig bedienen, ohne dabei aufstehen zu müssen. Entsprechende Projekte, die Senioren ein selbstbestimmtes und barrierefreies Leben ermöglichen sollen, gibt es europaweit. Eines davon ist die Intelligente Wohnumgebung, auch Ambient Assisted Living oder kurz AAL genannt.

Das System erkennt über Sensoren die Bedürfnisse der Bewohner, erinnert an notwendige Handlungen oder führt diese sogar selbstständig aus. Alle Lebensbereiche werden dadurch einfach gestaltet – auch Licht und Fernsehen lassen sich per Handgeste und Sprachbefehl steuern.

Andere Modelle sind spezialisiert auf Notfallsituationen. Hier geht es darum, Senioren in gefährlichen Situationen ein ausreichendes Maß an Sicherheit zu geben. Einige „Smart Homes“ beinhalten deshalb nützliche Funktionen, die im Notfall Leben retten können. Zusätzlich erinnert der intelligente Haushalt an regelmäßige Messungen, speichert die entsprechenden Werte automatisch und informiert die Senioren direkt, falls eine besorgniserregende Situation eintritt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann das System auch so einstellen, dass die gespeicherten Informationen, falls nötig, im Anschluss direkt an einen Arzt oder an Pflegekräfte übermittelt werden. Diese können dann entweder persönlich zum Betroffenen kommen oder über ein Videotelefonat Kontakt aufnehmen, um erst einmal weitere Schritte zu besprechen.

Verbesserung des Soziallebens

Nicht selten hört man, dass Senioren im Alter zunehmend vereinsamen. Auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich scheinen mag – hier kann Technik ebenfalls helfen. Forscher arbeiten daran, die „Smart Homes“ für Senioren so zu konzipieren, dass Angehörige in den Alltag der Senioren eingebunden werden können. So können etwa auch in den Wohnungen der Familienmitglieder und Freunde entsprechende Geräte installiert werden, um eine einfache Kontaktmöglichkeit herzustellen – zum Beispiel eine Videokonferenz als Anbindung in den Alltag der Familie.

Heutzutage kann das vor allem dann sehr sinnvoll sein, wenn zwischen Senioren und deren Angehörigen eine große räumliche Distanz besteht. Trotz großer Entfernung kann man sich auf diese Weise so oft sehen, wie man möchte. Die Projekte, die mit Technik älteren und pflegebedürftigen Menschen helfen soll, sind nicht nur für die Betroffenen praktisch, sie sparen auch einige Kosten ein. Das Statistische Bundesamt schätzt, dass in knapp 20 Jahren fast dreieinhalb Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein werden. Das ist ca. eine Million mehr als heutzutage und könnte durchaus ausschlaggebend für ein Kippen des Pflegesystems sein.

Technik, die Senioren dabei hilft, eigenständiger zu leben, spart Pflegekräfte – Projekte wie das Ambient Assisted Living werden daher besonders vom Bundesforschungsministerium immer mehr gefördert. Die Zuschüsse sollen sich dabei insofern bezahlt machen, als dass die technischen Hilfestellungen Krankenhausaufenthalte kürzer und Heimeinweisungen seltener machen sollen.


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