So erkennen Sie Stromfresser im Haushalt

Beitrag: So erkennen Sie Stromfresser im Haushalt
So erkennen Sie Stromfresser im Haushalt - Foto: Comfreak / pixabay.com

Das Öffnen der Jahresabrechnung Ihres Strom­anbieters macht Ihnen Angst? Hohe Stromkosten müssen nicht unbedingt von einer übermäßigen Nutzung elektronischer Geräte herrühren. Oft sind es die Geräte selbst, die einen zu hohen Verbrauch haben. Mit ein paar Tricks lassen sich diese Stromfresser aufspüren und beseitigen.

Laptop, Spielkonsole, Musikanlage, Telefon, Router, Fernseher und andere Geräte des Informations- und Unterhaltungsbereichs verursachen zusammen fast ein Viertel (ca. 24 %) der gesamten Stromkosten eines Haushalts.

Um die einzelnen Geräte auf ihren Beitrag zu den Kosten hin abzuschätzen, können Sie sich an Nutzungsverhalten (Zeit), die Wattzahl und dem Strompreis Ihres Anbieters halten. Die Wattzahl ist meist auf einem Schild auf der Geräterückseite oder dem Netzteil vermerkt. Dann müssen Sie nur noch rechnen. Eine andere Möglichkeit sind Internetportale, die Ihnen für Geräte verschiedener Hersteller die durchschnittlichen Jahreskosten an Strom schon berechnet haben.

Achtung: Auch Geräte im Standby-Modus fressen Strom. Dabei fallen zwar nur kleine Beträge an, diese summieren sich aber bei einer Vielzahl an solchen Geräten. Beim Stromsparen helfen hier beispielsweise Mehrfachsteckdosen mit Abschaltmechanismus. Über Nacht oder beim Verlassen des Hauses können so mehrere Geräte auf einen Schlag vom Stromnetz genommen werden.

Nicht immer volle Power

Ein hohes Sparpotential bietet auch der Kühlschrank. Oft ist die Temperatur deutlich zu niedrig eingestellt. Sieben bis acht Grad sind vollkommen ausreichend. Es lohnt sich auch den Kühlschrank immer gut gefüllt zu halten, da die Lebensmittel die Kälte speichern und der Kühlschrank so weniger leisten muss. Wer Butter, Aufstriche und Saft erst nach 45 Minuten nach einem ausgiebigen Frühstück wieder in den Kühlschrank räumt, steigert den Stromverbrauch eines A+++ Gerätes um bis zu elf Prozent. Auch Suppen oder Auflaufreste sollten erst vollständig abgekühlt in den Kühlschrank wandern.

Mit rund sieben Prozent Anteil an den Stromkosten liegt der Wäschetrockner zwar auf den hinteren Plätzen der Stromfresser, allerdings ist das Trocknen an der Luft ganz umsonst. Eine immer voll ausgelastete Spülmaschine spart hingegen Kosten im Vergleich zum Spülen mit der Hand. Glühbirnen sollten Sie gegen stromsparende LED-Lampen austauschen, sie rentieren sich schon nach einem Jahr. Und ein Laptop verbraucht bis zu 70 Prozent weniger Energie als ein Desktop-PC. Jedes Gerät sollte also auf Alter, Stromverbrauch und Nutzungsverhalten hin überprüft werden. So lässt sich schnell Geld sparen.

Manche Geräte haben wir auch gar nicht so im Blick, weil sie im Keller stehen oder sich aus Bequemlichkeit den ganzen Tag im Dauerbetrieb befinden. Hierzu gehören elektrische Handtuchtrockner oder der elektrische Boiler. Zwei Geräte die man nicht 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr benötigt.

Machen Sie sich am besten eine Liste, in der Sie alle Elektronikgeräte notieren und zu welcher Zeit diese vom Strom genommen werden können. Somit haben Sie einen genauen Überblick und dass Sie so bares Geld sparen ist garantiert.


War der Beitrag hilfreich?
Hat mir weitergeholfen! (noch keine Bewertungen)
Loading...