Sauna & Dampfbad – Schwitzen für das Wohlbefinden

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Sauna & Dampfbad – Schwitzen für das Wohlbefinden - Foto: solskin / pixabay.com

Heiß – kalt – heiß – kalt: Für viele Deutsche gehört dieser Rhythmus zum regelmäßigen Programm. Wenn man einmal die zahlreichen Vorteile betrachtet, die der Gang in die Sauna oder das Dampfbad für Gesundheit und Wohlbefinden hat, verwundert das wenig. Denn mit diesen beiden Wohlfühlprogrammen gönnt man seinem Körper eine wahre Tiefenreinigung.

Das Wissen um diese positiven Effekte ist nicht neu. In Dampfbädern schwitzten schon vor Jahrhunderten die Griechen und Römer, und im türkischen Hamam tragen Massagen auf Marmorliegeflächen schon lange zu besonderer Entspannung bei.

Die Sauna

Am bekanntesten hierzulande ist aber zweifelsohne der Klassiker aus Finnland. Die finnische Sauna ist ein Holzraum mit Ofen, der die Kabine auf 70 bis 100°C aufheizt. Die Luftfeuchtigkeit beträgt normalerweise um die 10%, durch Wasser, das auf die heißen Steine geschüttet wird und verdampft, wird diese während den Aufgüssen erhöht. Denn regelmäßiges Saunieren verbessert die Durchblutung, entspannt die Muskeln, entschlackt, kurbelt Kreislauf und Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und ist nebenbei auch noch gut für die Haut.

Wellness in den eigenen vier Wänden

Millionen von Menschen in Deutschland überzeugt das Erlebnis Sauna so sehr, dass sie sich für eine eigene Sauna zu hause entscheiden. So muss man seinen Saunabesuch nicht planen, spart die Anreise und hat mehr Zeit zum Entspannen. Und das ganz privat, mit genau der Temperatur und Luftfeuchtigkeit, mit der man sich persönlich am wohlsten fühlt. Darüber hinaus kann man die Heimsauna natürlich auch optisch ganz nach eigenem Gusto gestalten. Ob klassisch mit viel Holz, modern mit großen Glasfronten, die die Sauna größer wirken lassen, oder exotischer mit edlem Mosaik. Den Gestaltungsmöglichkeiten sind so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Als erstes stellt sich sicherlich die Frage nach einem geeigneten Ort für die eigene Wellness-Oase. Die gute Nachricht: Um sich den Wunsch nach der eigenen Sauna zu erfüllen, muss man weder den ganzen Keller ausbauen, noch braucht man ein riesiges Bad. Mit der richtigen Wahl und einer cleveren Raumaufteilung kann fast jedes Bad zum Wellnessbereich werden. Und wenn es nicht passt, findet sich bestimmt andernorts eine kleine ungenutzte Fläche. Wer das Glück hat, einen eigene Garten zu besitzen, kann es ganz wie die Finnen machen. Und zwar sich eine Saunahütte nach draußen stellen. Da ist dann auch die frische Luft für die Abkühlungsphasen nicht weit.

Ist die Platzfrage geklärt, rückt die Entscheidung über die Art der Schwitzkabine näher. Beliebt sind Kombisaunen, diese können klassisch als Sauna, aber auch als Dampfbad oder Infrarotkabine genutzt werden. In einer solchen herrscht, wie in der Sauna, eine niedrige Luftfeuchtigkeit, die Temperatur ist mit 45-60°C aber vergleichsweise gering. Allerdings erwärmen die Infrarotstrahlen auch nicht die Luft in der Kabine, sondern die Haut direkt. Übrigens gibt es die Heimsauna auch immer öfter in umweltfreundlicher, energiesparender Form. Mit modernen Ausführungen können schon bis zu 40 Prozent an Energie eingespart werden. Da macht das Schwitzen gleich noch einmal so viel Spaß.

So schwitzen Sie richtig

Dass regelmäßiges Saunieren entspannt und gesund ist, ist inzwischen bekannt. Wie beim Sport sollte man aber auch hier nicht vergessen: Nur, wenn man es richtig macht, bringt es auch etwas. Egal, ob Sie eine öffentliche Sauna besuchen oder ganz ungestört in Ihrer eigenen Schwitzkabine entspannen möchten – einige Dinge gilt es zu beachten, wenn der Saunagang den gewünschten Effekt erzielen soll.

Regeln für das richtige Saunieren

Zuerst ist es nach der obligatorischen Dusche wichtig, sich abzutrocknen. Wenn Sie nass in die Sauna gehen, ist ihre Körpertemperatur niedriger als normal und es dauert dementsprechend länger, bis Sie richtig ins Schwitzen kommen. Bei der Dusche nach dem Saunagang sollten Sie auf Seife verzichten. Denn sauberer als nach dem Schwitzen können Sie ohnehin nicht werden.

Wie auch beim Schwimmen gilt: Der Magen sollte weder zu voll noch zu leer sein, wenn es in die Sauna geht. Damit der Körper sich voll und ganz aufs Schwitzen konzentrieren kann, sollten zwischen der letzten Mahlzeit und dem Saunabesuch idealerweise ca. 2 Stunden liegen. Trinken hingegen ist während des Saunierens zwar nicht verboten, Sie sollten es allerdings bei der nötigsten Menge belassen. Sofern der Durst sich nicht zu sehr bemerkbar macht, trinken Sie erst nach dem letzten Saunagang.

Wenngleich beruhigende oder anregende Düfte für viele ein Highlight in der Sauna sind, gilt: Mehr ist nicht immer gleich besser. Achten Sie darauf, Duftzusätze bei den Aufgüssen nicht übermäßig zu dosieren. Sie wirken am besten, wenn sie sparsam eingesetzt werden, denn zu viel Öl oder Konzentrat reizt die Schleimhäute. Wenige Tropfen in eine Aufgusskelle Wasser sind völlig ausreichend, am besten halten Sie sich an die Herstellerangaben. Achten Sie vor allem darauf, Öle nie direkt auf die Steine zu geben, da sonst die Gefahr von Flammenbildung besteht.

Auch für hartgesottene Sauna-Fans ist eine Dauer von etwa 15 Minuten pro Saunagang völlig ausreichend. Für die Abkühlungsphasen zwischen den Saunagängen aber ist vor allem eines wichtig: Nehmen Sie sich Zeit. 10 bis 15 Minuten sollten Sie Ihrem Körper in jedem Fall geben, damit er wieder auf die normale Temperatur kommen kann. Insgesamt sollten Sie nicht mehr als drei Gänge machen, sonst wird es zu anstrengend und belastet den Körper, anstatt ihn zu entspannen. Auch sollten Sie aus Zeitmangel nicht auf die Abkühlung verzichten: Erst durch die Abwechslung von Hitze und Kälte wachsen Ihre Abwehrkräfte. Denn die Sauna allein kann Ihr Immunsystem nicht stärken.

Das Dampfbad

Eine heiße Dusche nach einem kalten Tag wissen die meisten zu schätzen, dem Vergleich mit einem Dampfbad kann sie jedoch kaum standhalten – der Entspannungseffekt ist in letzterem ungleich größer, von den zahlreichen positiven Wirkungen auf die Gesundheit ganz zu schweigen.

Anders als in der sehr warmen, trockenen Sauna entspannt man im Dampfbad bei einer Temperatur zwischen 40 und 55°C und einer Luftfeuchtigkeit von 70 bis 100%. Diese ist auch dafür verantwortlich, dass man beim Dampfbad kaum schwitzt: Zum einen kann die Luft so gut wie keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen, zum anderen sorgt der kondensierte Wasserdampf auf der Haut dafür, dass der Körper nicht schwitzen kann – deswegen empfindet man es im Dampfbad trotz der nicht allzu hohen Temperatur als sehr warm.

Gesund wie eine Sauna

Was gesundheitsfördernde Aspekte betrifft, steht das Dampfbad der Sauna in nichts nach. Es fördert die Durchblutung, öffnet die Poren, ist gut für Schleimhäute, Bronchien und Atemwege sowie den Blutdruck. Ob Erkältung, Rheuma, Muskelkater, Atemprobleme oder Verspannungen – ein Dampfbad hilft bei den unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden.

Während der regelmäßige Gang in die Sauna vor allem die Abwehrkräfte stärkt, bei Krankheit allerdings nicht ratsam ist, sind Dampfbäder auch für Menschen empfehlenswert, die z.B. erkältet sind oder Husten haben. Durch den Dampf werden die Atemwege befeuchtet und Schleim gelöst, Schadstoffe werden aus dem Körper gespült. Durch einen Zusatz wie z.B. Eukalyptus kann man das Dampfbad gleich mit einer heilsamen Inhalation verbinden. Bei Kopfschmerzen ist auch eine Farblichttherapie hilfreich, die für viele Dampfbäder und -duschen angeboten wird. Hierbei wird man beim Dampfbaden abwechselnd mit Licht in verschiedenen Farben angestrahlt.

Entspannung auch bei wenig Platz

Eine weitere Gemeinsamkeit von Sauna und Dampfbad für Zuhause ist für so manchen ein Hindernis auf dem Weg zur eigenen Schwitzkabine. Für beide braucht man eine ausreichend große Fläche. Wer feststellt, dass für einen Dampfbad Einbau partout kein Platz im Haus ist, muss seinen Traum aber nicht aufgeben. Denn es gibt eine feine und vor allem kleine Alternative: Die Dampfdusche.

Für eine Dampfdusche brauchen Sie keinen extra Raum – nicht einmal Ihr Bad muss sonderlich groß sein, denn solch eine Wellnesskabine nimmt nicht viel mehr Platz ein, als eine ganz normale Dusche – die Sie dann nicht mehr brauchen. Denn wenn Sie möchten, ist sie in die Dampfdusche integriert. Allerdings sollten Sie sich Gedanken über die Form und die Anzahl der Sitzgelegenheiten machen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Extras, die Ihnen zu noch mehr Entspannung verhelfen können, von der integrierten Musikanlage, über einen Duftverteiler, bis hin zu einem Lichtsystem.

Der Vorteil einer Dampfdusche liegt auf der Hand: Wenn Sie genug geschwitzt haben, können Sie gleich mit der kühlenden Dusche weitermachen. Im Anschluss sind Stress, Kopfschmerzen, Atemprobleme und Verspannungen verschwunden und Ihr Kreislauf in Schwung gebracht. Ähnlich wie in der Sauna empfiehlt sich eine Dampfdusche von bis zu 15 Minuten, gefolgt von einer kühlen Dusche. Wenn Sie Zeit und Lust haben, wiederholen Sie diesen Ablauf nach einer ca. 20-minütigen Ruhephase.


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