Fogging – Der unerwünschte Wandbelag

Beitrag: Fogging – Der unerwünschte Wandbelag
Fogging – Der unerwünschte Wandbelag - Foto: rawpixel / pixabay.com

Als Fogging, Schwarzstaub oder auch Magic Dust wird eine Schwarzfärbung an der Zimmerwand bezeichnet, die von den betroffenen Bewohnern als öliger, staubiger und dunkler Wandbelag beschrieben wird. Fogging tritt vor allem im Winter und fast nur nach Renovierungen sowie in Neubauten auf.

Der Begriff ‚Fogging’ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Vernebelung“ – eine neue Bezeichnung für den bekannten Effekt der Thermophorese, die teilweise als Ursache für die Schwarzverfärbung angenommen wird. Als zusätzliche Gründe für den unerwünschten Schwarzstaub werden weitere Umstände diskutiert wie z.B. das Entweichen schwerflüchtiger, organischer Stoffe wie Weichmacher aus Möbeln, Baustoffen, Boden- und Wandbelägen und kalte Außenwände mit Wärmebrücken. Untersucht werden zudem Begleit-Faktoren wie das Abbrennen von Kerzen, Zigarettenrauch und das Lüftungsverhalten der Bewohner.

Da die meisten Fogging-Fälle im Winter sowie nach Renovierungen oder in Neubauten auftreten, wird hier verstärkt nach Auslösern gesucht. Auffällig ist, dass in den betroffenen Wohnungen oftmals Laminat- oder PVC-Böden und geschäumte Wandverkleidungen vorhanden sind. Nach Ansicht des Bundesumweltamtes lässt dies darauf schließen, dass aus diesen Materialien entweichende Weichmacher eine Verbindung mit Ruß- und Staubpartikeln eingehen und so zu den dunklen Belägen führen. Dass der Schwarzstaub meist während oder nach der Heizperiode auftritt, spricht für die Theorie der Thermophorese. Rätselhaft bleibt jedoch, wieso Fogging in manchen Wohnungen auftritt, in anderen hingegen nicht, obwohl exakt dieselben Voraussetzungen bestehen.

Fogging oder Schimmel?

Auf den ersten Blick ist meist nicht zu erkennen ob es sich bei Fogging nicht doch etwa um Schimmel handelt, oder auch Ruß. Fogging ist immer schwarz-grau und fühlt sich schmierig und fettig an. Das erkennt man am besten, wenn man mit dem Finger über die betroffene Stelle fährt.

Im Gegensatz zu Schimmel, hat Fogging, solange es nicht massiv auftritt, kein gesundheitliches Problem zur Folge. Es ist natürlich unschön anzusehen und macht unnötig Schmutz.

Fogging bekämpfen

Entfernen lässt sich der Belag von Fliesen und Plastikoberflächen relativ leicht durch Abwischen. Das geht ganz einfach mit Wasser und Spülmittel. Bei den Wänden ist das hingegen etwas schwieriger. Hier ist es ratsam tapezierte Wände komplett neu zu tapezieren. Man kann den Fogging natürlich auch überstreichen, jedoch kann der Effekt dann immer wieder auftreten, solange die Ursachen nicht beseitigt sind.

Zur Vorbeugung wird geraten, eine Wohnraumausstattung ohne Weichmacher zu wählen bzw. nur handelsübliche Materialien zu verwenden und regelmäßig zu lüften. Solange man sich an diese Vorgaben hält, ist man als Mieter auch rechtlich auf der sicheren Seite. Nach Ansicht des Bundesgerichtshofes liegt es in der Verantwortung des Vermieters, Schäden an Wand und Decke zu beseitigen. Für das Mobiliar ist der Mieter jedoch selbst verantwortlich.


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