Biometrische Zugangsverfahren – Sicherheit mit Fingerspitzengefühl

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Biometrische Zugangsverfahren – Sicherheit mit Fingerspitzengefühl - Foto: TheDigitalWay / pixabay.com

Der Zutritt per Fingerabdruck – das gab es bisher eher in Science-Fiction Filmen. Inzwischen lassen sich immer mehr Garagen- und Hoftore bis hin zur Haustür ganz einfach mithilfe einer biometrischen Zugangskontrolle öffnen. Was vor einigen Jahren noch mit einigem Schmunzeln abgetan wurde, gilt heute als Vorreiter in Sachen Sicherheit und Komfort.

Der Begriff Biometrie entstammt dem Griechischen und setzt sich aus den Worten „bios“(Leben) und „metron“(Maß) zusammen. Demnach ist Biometrie die Lehre von der Anwendung mathematisch-statistischer Methoden zur Erfassung der physischen oder verhaltenstypischen Merkmale von Lebewesen. Eine Person kann so, durch die Überprüfung eines Merkmals mit unterschiedlicher Genauigkeit identifiziert werden.

Funktionsweise

Der Fingerabdruck und der Iris-Scan sind die in der Praxis am besten für biometrische Systeme geeigneten Merkmale. Vom Verfahren jedoch unabhängig, wird bei einem leistungsfähigen biometrischen Lesesystem ein Muster erstellt. Dafür nimmt der Nutzer am Lesegerät zunächst das biometrische Merkmal auf. Dieses wird dann in einen binären Code umgewandelt und gespeichert.

Der Scanner kann danach sofort benutzt werden. Hierfür werden das biometrische Merkmal und das Muster verglichen – wenn diese miteinander übereinstimmen, wird der Zugang gewährt. Möchte der Eigentümer des Geräts jedoch einem Nutzer den Zugang verwehren, dann muss er lediglich dessen Code löschen. Dem Unerwünschten bleibt so der Zutritt verwehrt.

Um eine biometrische Zutrittskontrolle sinnvoll zu gestalten, sollte mit potentialfreien Relais gearbeitet werden. Dabei wird lediglich darüber entschieden, ob elektrischer Strom fließen soll oder nicht. Ob nun ein Türöffner, ein Torantrieb oder eine Alarmanlage über das biometrische System gesteuert werden, ist unerheblich.

Die Vorteile beim biometrischen Zugangsverfahren

Ein biometrisches Zugangsverfahren bietet einzigartigen Komfort. Mit diesem Zugangsverfahren wird das mitschleppen lästiger und schwerer Schlüsselbunde vermieden, ein versehentliches Aussperren ist unmöglich. Dadurch werden Folgekosten vermieden, da keine Schlösser mehr ausgetauscht werden müssen und auch keine verloren gegangenen Schlüssel ersetzt werden. Auf Schlüsseldienste könnten jedoch so schwere Zeiten zukommen…

Zudem ist es bei hochwertigen Systemen so gut wie unmöglich, die biometrischen Merkmale zu stehlen oder zu fälschen, was die Sicherheit deutlich erhöht. Natürlich haben diese Zugangsverfahren Ihren Preis, aber der wachsende Konkurrenzdruck im Bereich der Fingerscanner führt zu sinkenden Preisen bei gleichzeitig hoher Qualität. Wenn dann auch noch die Ersparnis im Bereich der Folgekosten in Betracht gezogen wird, rentiert sich diese Investition zweifelsfrei.

Sicherheit des biometrischen Zugangsverfahren

Die Sicherheit eines biometrischen Geräts, hängt natürlich auch vom Anbieter ab. Grundsätzlich ist es jedoch so, dass es sich bei den Verfahren etablierter Anbieter um hochwertige und vollkommen ausgereifte, elektronische Geräte handelt. Natürlich kann es auch bei einem solchen Apparat zu Funktionsstörungen kommen. Berücksichtigen Sie auch, ob das Gerät für einen Außeneinsatz gedacht ist oder nicht. Demnach sollten Sie vor dem Kauf des Apparates ganz genau die Angaben des Herstellers überprüfen.

Die Geräte sollten bei -20°C als auch bei +60°C, bei schwerem Regen, starker Sonneneinstrahlung wie auch bei Schneefall einsatzfähig sein. Die Hersteller haben sich auf diese Wetterbedingungen eingestellt und bieten neben dem Kauf des Geräts auch Wetterschutzelemente an. Bedauerlicherweise sind biometrische Geräte nicht vor mutwilliger Zerstörung gefeit. Doch auch hier haben die Hersteller vorgesorgt und bieten Vandalismus hemmendes Zubehör an. Die Geräte können jedoch nicht vor allen Situationen geschützt werden, was bedeutet, dass natürlich jedes System mit entsprechendem Aufwand überwunden werden kann. Die Geräte sind je nach Software und Sensor unterschiedlich schwer zu überwinden.

Thermische Zeilensensoren haben hierbei die höchste Überwindungssicherheit. Es müssen dabei sowohl der Sensor als auch die Software von einem Imitat des Originals überzeugt werden, damit der Zugang gewährt wird. Für einen Kriminellen eine Zugangskontrolle mit einem solchen Aufwand zu überlisten, lohnt sich kaum.

Die Zukunft von biometrischen Zugangslösungen

Experten gehen davon aus, dass der Einsatz der Biometrie in einigen Jahren selbstverständlich ist. So wird der dicke Schlüsselbund schon bald der Vergangenheit angehören und die Menschen werden ohne herkömmliche Schlüssel, Karten oder Codes auskommen. Benutzernamen, Passwörter und PINs werden wegfallen – der Finger wird sie alle ersetzen. So können das Büro, Autos, die Wohnung nur mit einem einzigen Fingerabdruck geöffnet werden.


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