Türen richtig renovieren

Beitrag: Türen richtig renovieren
Türen richtig renovieren - Foto: Tama66 / pixabay.com

Sie kennen das bestimmt: Nach etlichen Jahren sehen die Türen nicht mehr so frisch aus, denn der Gebrauch hat doch deutliche Spuren hinterlassen. Wenn Sie die Türen in Ihrem Zuhause nicht mehr ansehnlich finden, ist der optimale Zeitpunkt für eine Türrenovierung. Dabei reicht die Palette der Renovierungsmöglichkeiten vom einfachen Übermalen bis hin zum Austausch einzelner Elemente.

Meist ist eine Türrenovierung die preisgünstigere Alternative zum Kauf einer komplett neuen Tür, zudem ersparen sie sich Nachteile wie Baulärm oder Dreck durch Stemm- und Mauerarbeiten. Neben optische Verbesserungen geht mit einer Türrenovierung oft auch eine verbesserte Wärme- und Schalldämmung einher, was die Wohnqualität merklich steigert.

Überstreichen

Das Überstreichen der alten Tür ist wohl die einfachste Alternative. Türgriff und Schilder müssen natürlich dennoch im Vorfeld abgeschraubt werden. Anschließend schleifen Sie Türblatt und Türzarge an und entfernen lose Lackstellen – Löcher oder abgeblätterte Stellen werden am besten mit zweikomponentiger Polyesterspachtelmasse verspachtelt und anschließend wieder abgeschliffen.

Sind die Vorarbeiten erledigt, sollte zunächst ein Grundanstrich mit Vorlack aufgetragen werden. Dieser trocknet sehr schnell und wirkt porenfüllend. Schließlich geht es ans Streichen. Hierbei ist es ratsam, erst Ecken und Ränder mit einem schmalen Pinsel vorzustreichen, um über die Flächen dann mit einer Schaumstoffwalze zu rollen – das ergibt einen gleichmäßigen Farbauftrag. Nachdem die erste Lackschicht getrocknet ist, kann ein zweites Mal übergestrichen werden; hierbei ist im Normalfall kein Zwischenschliff nötig.

TIPP: Angetrocknete „Nasen“ sollten auf keinen Fall mit dem Pinsel ausgebessert werden. Stattdessen lassen Sie sie erst vollständig trocknen und schleifen sie dann ab.

Folierung

Bei der Folierung werden die Oberflächen von Tür und Zarge mit einer in verschiedenen Optiken angebotenen Folie überzogen. Allerdings lassen sich so nur optische Mängel einer Tür beheben, während funktionelle Probleme unberührt bleiben.

Restaurierung

Bei einer richtigen Restaurierung wird der Lack der alten Tür bis auf das Holz abgeschliffen. Das funktioniert gut, wenn man ihn – wenn es nicht sogar mehrere immer wieder neu aufgetragene Farbschichten sind – zunächst mit einem Heißluftföhn aufweicht und dann mit einem Spachtel abschabt. Achtung: Hier kann das Holz leicht durch die scharfen Kanten des Werkzeugs beschädigt werden. Um die letzten Farbreste aus Fugen oder Verzierungen zu entfernen, können diese abgebeizt werden. Dabei handelt es sich jedoch um einen giftigen Vorgang, der ein anschließendes Abwaschen der Tür mit Wasser oder Lösungsmittel erfordert.

Wer seine Türen so natürlich wie möglich erhalten und keine farbige Lackierung auftragen möchte, kann sie auch mit Hartöl behandeln. Dieses wird nach dem Abschleifen des Holzes aufgetragen und härtet das Holz, sodass es unempfindlicher wird. Wem das Türen restaurieren zu anstrengend ist, der kann auch jemanden beauftragen. Verschiedene Firmen bieten sogenannte „Renovierungs-Systeme“ an, bei denen sie die Oberfläche in einer Optik Ihrer Wahl, neue Beschläge oder auch besondere Elemente wie Glasfenster ganz nach Ihrem Geschmack einbauen lassen können.

Erneuerung der Türen und Türrahmen (Zargen)

Bei dieser wirkungsvollen Methode wird die Zarge neu ummantelt und das Türblatt ausgetauscht. So lassen sich Mängel der alten Tür einfach und schnell beheben. Wer aber einen komplett neuen Türrahmen haben möchte, sollte wie folgt vorgehen:

Schneiden Sie zunächst die Wandfarbe oder Tapete am Übergang von der Zarge zur Wand mit einem Cuttermesser ein. Dadurch lässt sich die aufgesteckte Zierbekleidung der Zarge einfach abziehen. Durchtrennen Sie danach mit einem Messer den Montageschaum zwischen Rahmen und Wand. Nun lässt sich die Zarge aus der Türöffnung ziehen. Danach kann die neue Zarge eingesetzt werden.


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