Fugen mit Silikon richtig abdichten

Beitrag: Fugen mit Silikon richtig abdichten
Fugen mit Silikon richtig abdichten - Foto: Brett_Hondow / pixabay.com

Silkonfugen an den Kacheln im Bad oder der Küche geben nach einigen Jahren kein besonders gutes Bild mehr ab. Oft sind sie fleckig und spröde geworden oder vom Schimmel befallen. Höchste Zeit, den Fugen eine Frischzellenkur zu verpassen.

Dabei reicht es meistens nicht, die Fuge nur zu säubern. Die Spuren des jahrelangen Gebrauchs lassen sich oft selbst durch das beste Reinigungsmittel nicht entfernen. Das alte Silikon muss raus und durch ein neues ersetzt werden. Allerdings hat die Materie einige Tücken, die es zu beachten gilt. Mit etwas Übung lassen sich aber auch ohne die Hilfe eines erfahrenen Handwerkers gute Ergebnisse erzielen.

Altes Silikon entfernen

Wer bereits das Vergnügen hatte, Silikon entfernen zu müssen, der weiß, dass es ohne Hilfsmittel fast unmöglich ist, das Material restlos zu beseitigen. Leider ist die Entfernung von Silicon von Zeit zu Zeit erforderlich, da es schnell brüchig werden oder, besonders in Duschwannen oder Fensterrahmen, von Schimmel befallen werden kann.

Für das Entfernen des alten Silikons gibt es im Fachhandel spezielle Silikonmesser bzw. Fugenkratzer, im Normalfall reicht aber auch ein einfaches Cutter-Messer. Mit diesem schneidet man das Silikon aus der Fuge heraus. Hier sollte sorgfältig darauf geachtet werden, dass der Untergrund nicht beschädigt wird. Die zurückbleibenden Reste entfernen Sie am besten mithilfe eines speziellen chemischen Silikonentferners aus der Tube. Dieser wird auf die Überbleibsel aufgetragen und nach einer Weile zersetzt. Nach einer halben Stunde sollten die Reste eigentlich problemlos beseitigt werden können, tatsächlich ist ein chemischer Silikon-Entferner jedoch kein Wundermittel und kann nicht immer alle Rückstände entfernen. Alternativ wird auch häufig das Verwenden von Nagellackentferner oder Waschbenzin zur Silikonbeseitigung empfohlen.

Fugen vorbereiten

Bevor Sie nun mit dem Auftragen des neuen Silikons loslegen, muss der Untergrund richtig vorbereitet werden. Im ersten Schritt wird dazu die Fuge mit etwas Spiritus von möglichen Verschmutzungen oder Öl- und Fettresten gesäubert und mit einer Grundierung („Primer“) bestrichen, auf der das Silikon später besser hält.

Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Silikons. Für Küche, Bad und Dusche sollten sie Sanitärsilikon verwenden, das pilzhemmende Mittel ausdünstet und so das Ansiedeln von Bakterien und Schimmelpilzen wirkungsvoll verhindert.

Neues Silikon auftragen

Damit das Auftragen des Silikons nicht zu einer klebrigen Sache wird, sollten Sie vorher beide Seiten der Fuge mit Malerkrepp abkleben. Überstehendes Silikon lässt sich so nachher leichter entfernen.

Die Silikonmasse wird nun mit der Plastikspritze dosiert in die Fuge gedrückt. Achten Sie darauf, dass keine Ritzen entstehen und das Silikon etwa 1 bis 2 Millimeter übersteht. So können Sie es besser verstreichen.

Zum Glattstreichen des Silikons empfiehlt sich ein im Baumarkt erhältlicher Fugenabzieher, im Notfall tut es allerdings auch ein runder Eisstiel aus Holz. Keinesfalls sollten sie zum Abziehen den weitverbreiteten Trick mit „Spüli“ anwenden, da das Spülmittel die im Silikon enthaltenen pilzhemmenden Stoffe herauszieht.

 


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