Barrierefrei sanieren

Beitrag: Barrierefrei sanieren
Barrierefrei sanieren - Foto: stevepb / pixabay.com

Ein barrierefreies Zuhause kann nicht nur im Alter den Alltag erleichtern. Aber was, wenn der Geldbeutel für einen Neubau zu klein ist? Wenn die eigene Traumwohnung nicht mehr verlassen werden will, aber den Ansprüchen der Barrierefreiheit nicht gerecht wird? Barrierefreies Umbauen und Sanieren stellt eine günstigere Alternative dar.

Viele der existierenden Häuser können keine Barrierefreiheit bieten. In jungen Jahren mag das wenige Einschränkungen mit sich bringen, doch spätestens, wenn die Mobilität im Alter nachlässt oder vielleicht eine bleibende Verletzung plötzlich zum Umdenken zwingt: Den Komfort barrierefreien Wohnens möchte über kurz oder lang niemand missen.

Umbau statt Neubau

Doch nicht jeder hat das Kapital für einen Neubau. Wer schon lange in seinen eigenen vier Wänden lebt, möchte diese auch vielleicht gar nicht mehr verlassen. Eine Alternative ist ein barrierefreier Umbau. Bedarf ein Eigenheim ohnehin der Sanierung, können auch in diesem Zuge Barrieren beseitigt werden.

Wie aufwendig ein barrierefreier Umbau sich gestaltet, ist abhängig von den baulichen Gegebenheiten der zu modernisierenden Immobilie. Dazu kommen die konkreten Anforderungen und Wünsche der Bewohner. Sinnvoll sind auf jeden Fall die Gestaltung von großzügigen Bewegungsflächen und Durchgängen, eine spezielle Bad- und Kücheneinrichtung sowie das Beseitigen von Bodenschwellen. Meistens ist auch ein Treppenlift oder Ähnliches langfristig von Vorteil, denn gerade Treppen stellen bei eingeschränkter Mobilität oft eine schier unüberwindbare Hürde dar. Um dies alles realisieren zu können, ist manchmal eine Änderung des Wohnungszuschnitts nötig.

Badezimmersanierung: Kompliziert und oft teuer

Als außerordentlich umfangreich entpuppt sich oft der Umbau des Badezimmers, da sich dort besonders viele Stolperfallen finden. Vor allem in älteren Wohnungen sind Badezimmer eher klein gestaltet. Dann muss der gesamte Raum umgestaltet oder gegebenenfalls sogar vergrößert werden. Dazu kommt die barrierefreie Modernisierung der Sanitäranlagen. Auch hier können bei alten Häusern Probleme auftreten: Manche Decken – und Bodenkonstruktionen beispielsweise sind für den nachträglichen Einbau bodengleicher Duschtassen ungeeignet.

Da es viele Möglichkeiten der Umgestaltung, immer wieder technische Neuerungen und gleichzeitig auch Vorschriften für den barrierefreien Umbau gibt, lohnt es sich, die Hilfe eines Experten einzuholen. Ein sogenannter Wohnberater kann die Wohnsituation vor Ort fachkundig einschätzen, kennt sich mit der Planung und Durchführung baulicher Maßnahmen aus und ist firm in Fragen, die die Förderung und Finanzierung betrifft.

Wenn der Umbau ohnehin geplant ist, lohnt es sich in diesem Zuge oft auch, eine Energieberatung zum Energiesparen in Anspruch zu nehmen. So kann man bei einer Sanierung meist mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.


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