Die verschiedenen Türarten

Beitrag: Die verschiedenen Türarten
Die verschiedenen Türarten - Foto: qimono / pixabay.com

Türen haben sich in vielerlei Hinsicht als überaus nützliche Erfindung erwiesen, die aus der heutigen Gesellschaft nur schwer wegzudenken ist. Und obwohl sie zu allererst für die Sicherheit des Hauses sorgen, indem sie den Hausherren vor unerwünschten Besuchern schützt, erfüllen Türen noch eine ganze Reihe weiterer praktischer Funktionen.

So schützen sie vor Wärme, Schall, Rauch, Geruch und Strahlen, auch die Brandschutzwirkung von Türen ist unbestritten. Durch eine Vielzahl von Farben, Formen und Designvarianten prägen sie zudem den Charakter des Raumes mit. Es gibt verschiedenste Arten von Türen, die nach ihrer Bauform bzw. Bewegungsart und nach ihrer Funktion unterschieden werden.

Bestandteile einer Tür

Eine Tür besteht zum größten Teil aus dem Türblatt. Das ist der bewegliche und am meisten sichtbare Teil der Tür. Die Tür wird von einem dreiteiligen Rahmen, die Türzarge umrahmt. Der Türstock dagegen ist der Rahmen, in dem die Tür schließt. Dabei ist der Türsturz der obere Teil, der die Last der Mauer auf die seitlichen Teile des Stocks weiterleitet und die Schwelle der untere Teil.

Bauformen & Materialien

Die Anschlagtür ist die am häufigsten verwendete Türform. Sie besteht aus einem beweglichen Türblatt, das mittels Scharnieren an der Zarge (Türrahmen) befestigt ist.
Die Falttür besteht aus mehreren Türflügeln, die sich beim Schließen zusammenfalten.
Die Schiebetür dagegen knittert nicht zusammen, sondern fährt in einem Stück an einer Schiene zur Seite.

Angesagt sind moderne Stahltüren. Zum einen stellen Sie ein optisches Highlight dar, zum anderen sind diese Türen auch sehr gut als Schall- und Feuerschutztür geeignet. 

Immer noch sehr beliebt ist Massivholz wie Fichte, Eiche oder in furnierter Ausfertigung Holzarten wie Birke, Esche oder Kirschbaum. Solche Holzarten lassen sich besonders gut mit den anderen raumgestaltenden Elementen in Harmonie bringen. Der Vorteil von Holztüren ist, dass sie auch schmale Durchgänge und kleine Zimmer optisch größer wirken lassen.

Auch Glas wird als Türmaterial häufig verwendet – und das in vielfältiger Form: (farbiges) Spiegelglas, Gussglas, Drahtspiegelglas, Glas mit Drahtgewebe oder Kunststoffgläser können in Wohnräumen eine freundliche Atmosphäre schaffen.

Eine weitere, etwas kostengünstigere Alternative sind Kunststofftüren, die aus Hart- oder Weichkunststofffolie und einer Schichtstoffplatte hergestellt werden.

Raumsparende Schiebetüren nehmen beim Öffnen keinen Platz weg und eignen sich daher besonders für kleine Räume oder enge Flure. Darüber hinaus können sie als unauffälliger Übergang zwischen zwei Räumen genutzt werden und schaffen so eine offene, freundliche Atmosphäre. Praktisch: Fast jede Tür kann mit geeigneten Gleitvorrichtungen zur Schiebetür umfunktioniert werden. Das ist sowohl in einflügeliger als auch in zweiflügeliger Form möglich. Außerdem kann eine Schiebetür entweder vor der Wand montiert werden oder in die Wand hinein, in sogenannte Mauertaschen laufen.

Funktionen

Der Einbruchschutz

Die wichtigste Schutzmaßnahme ist der Einbruchsschutz bei einer Wohnungseingangstür. In Hinblick auf diesen Schutz weisen allerdings die meisten Türen Defizite auf. Ursache hierfür sind mangelnde Qualität und geringe Sicherheitsfunktionen. Das macht es den Einbrechern leicht mit geringem Aufwand die Wohnungseingangstüren aufzuhebeln. Die unerwünschten Gäste verschaffen sich aber nicht nur mit Schraubenziehern Zugang in die Wohnung, sondern nehmen hierfür auch Kreditkarten. Deswegen ist es wichtig eine Tür zu kaufen, die eine bestimme Widerstandsklasse besitzt.

Der Schallschutz

Ein weiterer Punkt, auf den beim Einkauf geachtet werden sollte, ist der Schallschutz. Diese Schutzmaßnahme ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Meistens sind es nicht die dünnen Wände, die am Geräuschpegel der Nachbarn Schuld sind, sondern zu dünne und zu schlecht isolierte Wohnungseingangstüren. Kaufinteressierte sollten darauf achten, dass sie Türen mit einem möglichst hohen Schallschutz kaufen. Denn je höher der Schallschutz ist, desto ungestörter lässt es sich in den eigenen vier Wänden leben. Auch der Lebenskomfort wird hierdurch gesteigert.

Der Brandschutz

Ist dieser Punkt geklärt, sollten sich Kaufinteressierte überlegen, ob sie auch einen entsprechenden Brandschutz in ihre Tür eingebaut haben wollen. Rauchschutz- und Brandschutz sind neben den anderen Maßnahmen ebenfalls wichtige Funktionen. Der Rauchschutz zeichnet sich durch eine besondere Dichtung der Tür aus. Der Brandschutz hingegen gewährleistet, dass die Materialien der Tür für eine lange Dauer gegen Feuer resistent bleiben. Eine schnelle Ausbreitung eines Feuers kann somit verhindert werden. Die Türen können auch entscheidend zu einer angenehmen Raumtemperatur beitragen. Die Energie wird nicht an andere Räume abgeben und wird somit auch nicht unnötig verschwendet. Ein großer Teil der Heizkosten kann demnach auch eingespart werden.

Viele Vermieter sehen es allerdings nicht ein, für diese Maßnahmen so viel Geld zu bezahlen. Sie denken, dass billige Türen ebenfalls ihren Dienst erfüllen. Doch dem ist leider nicht immer so. Kaufinteressierte sollten daher nicht am falschen Ende sparen. Wer eine Tür, vor allem Eingangstür, kaufen möchte, der sollte auf ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis achten. In erster Linie sollten daher immer die Qualität und die Sicherheitsfunktionen stimmen.

Die Optik

Auch die Optik spielt beim Kauf einer Tür eine entscheidende Rolle. Für jedes Haus und für jeden Geschmack lässt sich eine passende Tür finden. So gibt es die unterschiedlichsten Designs und Materialen. Besonders im Trend sind hierbei Türen, die von innen und von außen unterschiedliche Türblätter besitzen. Auf diese Weise kann man die Tür noch individueller geschalten. Man erhält mit diesem Angebot die Möglichkeit, beispielsweise eine Wohnungseingangstür so zu entwerfen, dass diese perfekt zur Wohnungseinrichtung passt. Zudem steht dem Kunden auch ein breites Farbspektrum zur Verfügung, aus diesem er eine passende Farbe für seine Tür aussuchen kann.

Die Haustür

An ihr kommt kein Besucher vorbei, und nicht nur die Hausbewohner sehen sie täglich, sondern auch all diejenigen, die an dem Haus vorbeigehen.
Da ist klar, dass die Haustür im Idealfall zur Fassade passt, damit das Ganze ein harmonisches Bild abgibt. Hier beginnt schon die Fülle der Möglichkeiten: Unter anderem werden Türen aus Kunststoff, Aluminium oder Holz angeboten, es gibt sie mit oder ohne Verzierungen, z.B. eingesetzten Glasteilen, und in den unterschiedlichsten Farben.

Natürlich ist die Optik nicht der einzige Aspekt, der bei der Wahl einer Haustür berücksichtigt werden sollte. Zum einen sollte sie sicherlich massiver und sicherer sein als beispielsweise eine Innentür, da sie hauptsächlich den Zweck erfüllt, unerwünschtem Besuch den Zugang zum Haus zu verwehren. Sie muss auch feuchtigkeits-, hitze- und kältebeständig sein, da sie immerhin 365 Tage im Jahr aushalten muss, was immer das Wetter bereithält. Auch an den Türdichtungen sollte man auf keinen Fall sparen, denn schlechte Dichtungen bedeuten nicht nur unangenehme Zugluft, sondern auch unnötig hohe Heizkosten. Für etwas mehr Geld sind Spezialtüren erhältlich, die beispielsweise Zusatzfunktionen wie Wärmedämmung oder Schallschutz aufweisen. Je nach Größe und Inhalt des Hauses ist vielleicht auch eine Sicherheitstür mit Mehrfachverriegelung angebracht.

Sobald man sich über die grundlegenden Eigenschaften der potentiellen neuen Haustür im Klaren ist, kann man sich überlegen, welche Extras man noch gerne hätte – denn auch von diesen stehen einige zur Verfügung. So muss man sich entscheiden, ob man eine Tür mit oder ohne Briefwurfschlitz, mit oder ohne Spion, oder vielleicht eine mit Türschließer haben möchte, der die Tür automatisch zufallen lässt und sie gleichzeitig bremst, um ein Knallen zu verhindern. Wer es gern persönlich mag, entscheidet sich vielleicht für die Öffnung per Klinke, während andere lieber auf einen elektrischen Türöffner zurückkommen. Wer auf besondere Sicherheit Wert legt und ein Faible für Technik hat, kann statt eines klassischen Einsteckschlosses eine Schließanlage wählen, bei der man sich nur mit Code oder gar über biometrische Erfassung Zugang zum Haus verschaffen kann.

Die Innentür

Türen gehören zu den am intensivsten beanspruchten Bauelementen in Haus und Wohnung. Unzählige Male am Tag werden sie geöffnet oder geschlossen und bei „dicker Luft“ auch mal gerne geräusch- und schwungvoll zugeschlagen – es ist also sinnvoll, ein passendes und ausreichend stabiles Material für die Innentür auszuwählen.

Außer ihrer grundlegenden  Aufgabe der Raumtrennung erfüllen Innentüren eine Reihe weiterer sinnvoller Funktionen. So verhindert eine zugesperrte Innentür nicht nur die Verbreitung ungewollter Gerüche aus der Küche, sondern dämmt auch Schall sehr zuverlässig.

Mit der Wahl einer geschmackvollen Tür können Sie das Wohnambiente und Erscheinungsbild Ihrer Wohnung verbessern. Dabei hat der Hausherr die Auswahl zwischen verschiedensten Formen, Farben und Modellen von Türen, sodass ganz sicher für jeden Geschmack – und natürlich jeden Geldbeutel – etwas dabei ist.

Innentüren bekommen Sie in den hiesigen Baumärkten schon für wenig Geld. Auf der Jagd nach Tür-Schnäppchen sollten sie allerdings auf ein gewisses Maß an Qualität achten, da sich die Türblätter oftmals nach nur wenigen Jahren verziehen und eine Sanierung oder den Kauf einer neuen Tür notwendig machen. Das Sparen am falschen Ende könnte so nach hinten losgehen.

Die Größe und Breite von Innentüren kann variieren, je nach Standort und Aufgabe der Tür. Die normale Breite einer Innentür beträgt dabei 86 Zentimeter. Schmalere Innentüren mit Breiten von bis zu 61 Zentimetern werden vor allem für nicht so häufig genutzte Durchgänge, wie zu Abstellräumen und Kammern genutzt. 73,5 Zentimeter breite Türen werden zum Beispiel für Gästetoiletten verwendet. Türen, die über eine Breite von 98,5 Zentimetern hinausgehen, müssen in den meisten Fällen extra angefertigt werden.


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