Sonnenenergie –Ertrag und Einspeisevergütung

Mit Sonnenenergie kann Geld gespart werden – egal ob Photovoltaik oder Solarthermie. Photovoltaik kann ins ansässige Stromnetz eingespeist werden und so Erträge erzielen. Eine solarthermische Anlage erspart zusätzliche Kosten zur Warmwasserbereitung.

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Mit Solarenergie kann man sparen und sogar Erträge erzielen. Foto: Thommy Weiss / pixelio.de

Mit Photovoltaik wird aus Sonnenenergie Strom erzeugt, der zum Teil für den Eigenbedarf genutzt wird, zum Teil an den ansässigen Energielieferanten verkauft wird. Solarthermie nutzt die Energie der Sonne, um warmes Wasser, auch für die Heizung, aufzubereiten. Beide Systeme helfen also, finanzielle Erträge durch Sparen oder Verkauf zu erzielen.

Die Vergütung von Solarstrom durch Photovoltaikanlagen (PV) ist durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelt. Dabei gilt auch das Prinzip der Degression: Je früher eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen wird, desto höher ist die Einspeisevergütung. Die Höhe bleibt dann auch über 20 Jahre konstant. So soll ein Anreiz geschaffen werden, so früh wie möglich auf erneuerbare Energien umzusteigen. Die Höhe der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen richtet sich auch nach Art und Größe der Anlage, und auch die Höhe des Eigenverbrauchs ist ausschlaggebend. Über die aktuellen Ertragsmöglichkeiten informiert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Sie finden die momentanen Konditionen aber auch bei uns.

Solarthermie ist eine Technik, mit der per Solarenergie das Wasser erwärmt wird. Ähnlich einer Photovoltaikanlage werden die solarthermischen Module meist auf dem Hausdach montiert. Hier fangen sie die Sonnenenergie auf und erwärmen Trink- und Heizungswasser. Als Faustregel gilt: Eine Solarheizung erzielt einen jährlichen Ertrag zwischen 250 und600 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Kollektorfläche, abhängig von Kollektorart und Wirkungsgrad der Anlage.

Je nachdem, für was die solarthermische Anlage genutzt werden soll und wie groß der Verbrauch ist, kann die Solarthermie die konventionellen Heizmethoden ersetzen. Im Sommer kann die Warmwasseraufbereitung einer durchschnittlichen vierköpfigen Familie durch eine Solaranlage zwischen 3,2 und 6 Quadratmetern Größe und einem Warmwasserspeicher zwischen 280 und 400 Liter komplett mit Sonnenenergie gestemmt werden. Die sonst anfallenden Energiekosten für Warmwasser fallen weg. Der Ertrag für die Unterstützung der Heizung muss natürlich höher sein, doch mit einer Kollektorfläche von mindestens 50 Quadratmetern und einem Speichervolumen von mindestens 700 Litern kann auch ein Einfamilienhaus komplett versorgt werden. Wer nicht über die geforderte Größe verfügt, kann dennoch auch mit einer kleineren Anlage den Geldbeutel entlasten.