Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – Motor für den Klimaschutz

Die deutsche Bundesregierung brachte 2000 ein Gesetz auf den Weg, das die erneuerbaren Energien in Deutschland betrifft. Es hat den Zweck, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle sowie von Kernkraft zu lockern.

EEG
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz trat erstmal 2000 in Kraft. Foto: Florentine / pixelio.de

Schon vor 11 Jahren entschloss sich die Regierung in Deutschland, ein Gesetz zu erlassen, in dem die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien gefördert wird. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) trat erstmalig im Jahre 2000 in Kraft und wird bisher alle vier Jahre erneuert und an die zeitgemäßen Gegebenheiten der Branche angepasst (die gegenwärtige Regierungskoalition aus CDU/CSU und der FDP hat allerdings in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, das EEG diesmal schon nach drei Jahren zu novellieren).

Prinzipiell befasst sich das EEG mit der Stromerzeugung. Im Interesse des Umweltschutzes soll eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung ermöglicht, die Nutzung fossiler Energiequellen heruntergefahren und Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien gefördert werden.

Einspeisevergütung

Konkret besagt das EEG, dass Anlagenbetreiber zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien für die Dauer von 15 bis 20 Jahren einen festen Vergütungssatz pro Kilowattstunde erneuerbaren Stromes erhalten. Abhängig von Technologie und Standort berechnet sich dann die Summe. Im Sinne der Degression verringert sich dann die gezahlte Summe jährlich um einen festgelegten Prozentsatz. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Stromerzeuger Jahr für Jahr weniger für den produzierten Strom bekommt, denn die Einspeisevergütung bleibt konstant: Wer später in die Energieerzeugung einsteigt, bekommt einfach nur weniger bezahlt als jemand, der schon früh dabei ist. So wird ein Kostendruck im Sinne einer gewollten Anreizregulierung produziert, beispielsweise zur Kostenreduzierung beim Bau der Anlagen durch Hersteller, in deren Sinne es ja auch ist, wenn möglichst viele Kunden bei ihnen Aufträge erteilen.

Der erzeugte Strom wird vom nächstgelegenen öffentlichen Netzbetreiber abgenommen, wozu dieser gesetzlich verpflichtet ist. Deshalb bedarf es auch keines Vertrags zwischen Stromerzeuger und Netzanbieter, denn die Vergütung ist bereits festgelegt worden.

Notwendigkeit

Wegen wirtschaftlicher Benachteiligung der erneuerbaren Energien gegenüber den konventionellen Energieträgern ist eine Förderung durch das EEG noch immer notwendig. Grauer Strom ist durch die jahrelange Subventionierung der Kohle- und Atomkraft günstiger als Strom aus erneuerbaren Energien. Außerdem schlagen sich externe Kosten bei der Verarbeitung fossiler Energieträger nicht im Strompreis nieder. Durch das EEG werden positive Nebeneffekte der regenerativen Energien– beispielsweise CO2-frei bzw. -neutral zu sein und keine sozialen Nebenkosten oder sonstige Folgekosten zu haben – bei der Vergütung berücksichtigt.

Anlagentyp

 

2011

September 2011 (-15%)

2012 (-9%)

Auf einem Gebäude

<30 kW

Ca. 29 ct/kWh

Ca.24

Ca.22

30-100kW

Ca. 27

Ca. 23

Ca.21

> 100 kW

Ca. 26

Ca.22

Ca. 20

>1000 kW

Ca. 21

Ca. 18

Ca. 17

Freiflächenanlagen

Vorbelastete Flächen

Ca.22

Ca. 19

Ca. 17

Ackerflächen

-

-

-

Sonstige Freiflächen

Ca.21

Ca. 18

Ca. 16

Selbstverbrauchsvergütung für Anlagen auf Gebäuden

bis 30 kW bis 30% Selbstverbrauch

Ca.12

Ca. 8

Ca. 6

bis 30 kW ab 30% Selbstverbrauch

Ca.17

Ca.12

Ca. 10

bis 100 kW bis 30% Selbstverbrauch

Ca.10

Ca.7

Ca. 5

bis 100 kW ab 30% Selbstverbrauch

Ca. 15

Ca.11

Ca. 9

100 bis 500 kW bis 30% Selbstverbrauch

Ca.9

Ca.6

Ca. 4

100 bis 500 kW ab 30% Selbstverbrauch

Ca.14

Ca.10

Ca. 8