Die wichtigsten Versicherungen für Mieter im Überblick

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Die wichtigsten Versicherungen für Mieter im Überblick - Foto: stevepb / pixabay.com

Wenn die Waschmaschine ausläuft oder eine Fensterscheibe zu Bruch geht, kann das den Geldbeutel ziemlich strapazieren – wenn man nicht versichert ist. Daher ist es ratsam sich für solche Fälle gut abzusichern. Aber welche Versicherungen sind wirklich notwendig?

Viele Mietverträge verlangen vom Mieter, eine Haftpflicht- und / oder eine Hausratversicherung abzuschließen. Solche Klauseln sind allerdings unwirksam. Eine private Haftpflichtversicherung und auch die Hausratversicherung sind immer freiwillig. Beide Versicherungen sind aber ratsam und sollten trotzdem abgeschlossen werden.

Haftpflichtversicherung

Sollte der Mieter einmal Schäden am Eigentum des Vermieters verursachen, tritt die Haftpflichtversicherung ein. Das bedeutet sie tritt dann ein, wenn Sie in Ihrem Umfeld Schäden verursachen. Die Haftpflichtversicherung greift zum Beispiel, wenn durch Ihre ausgelaufene Waschmaschine auch die Wohnung unter Ihnen beschädigt wird. Ausnahmen sind Schäden, die vorsätzlich zugefügt wurden. Man sollte bei Vertragsabschluss aber darauf achten, dass gemietete Objekte auch wirklich mitversichert sind, da sie manchmal in den allgemeinen Bedingungen nicht berücksichtigt werden.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung sichert Schäden der kompletten Einrichtung eines Haushalts, sowie Bargeld und Wertpapiere bis zu einer festgelegten Höhe ab, die durch Sturm, Hagel, Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser oder Glasbruch entstehen. Dabei ist unerheblich, ob sie Eigentum des Mieters oder des Vermieters sind. Auch hier gilt: Bei Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit entstehen, tritt die Versicherung nicht ein. Das Eigentum von Untermietern, die sich in Ihrem Haushalt befinden, ist allerdings nicht mit versichert. Wichtig ist auch, dass Sie die Sorgfaltspflicht einhalten. Wenn die Versicherung der Meinung ist, dass Sie diese verletzt haben, kommt die Versicherung nicht für den Schaden auf.

Versicherung des Vermieters

Kosten für Versicherungen finden sich auch in den Betriebskosten: Die Versicherung für das Gebäude gegen Sturm-, Feuer- und Wasserschäden, die Kosten der Glasversicherung und der Haftpflichtversicherung, den Öltank und den Aufzug können rechtmäßig auf die Mieter umgelegt werden. Das trifft auch für die Elementarversicherung zu, die u.a. Schäden durch Überschwemmungen oder Erdbeben absichert. Nicht zulässig ist dagegen, wenn der Vermieter versucht, Kosten für Rechtsschutz-, Hausrats-, Mietsverlust- oder gar Terrorversicherung auf die Mieter abzuwälzen. Entsteht in der Mietwohnung ein Schaden, der durch eine Versicherung abgedeckt ist, an der sich der Mieter in den Nebenkosten beteiligt, haftet er für diesen Schaden nicht, unabhängig davon, ob er eine private Haftpflichtversicherung besitzt (BGH WuM 2007, 144).

 

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern liefert grundlegende Informationen zum betreffenden Thema. Es gilt der Haftungsausschluss unter https://www.immobilo.de/disclaimer.


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