Was gehört zur Wohnungsausstattung?

Beitrag: Was gehört zur Wohnungsausstattung?
Beitrag: Was gehört zur Wohnungsausstattung? - Foto: keresi72 / pixabay.com

Die Wohnungsausstattung hängt maßgebend von dem jeweiligen Ort ab. So regeln die Bauordnung der Länder und das Mietrecht verschiedene Mindestvoraus­setzungen der Wohnungsausstattung. Alles andere ist individuell vereinbart im Mietvertrag.

Mindestvoraussetzung: Worauf hat der Mieter ein Recht?

Ein funktionsfähiger Briefkasten muss an jeder Mietwohnung angebracht sein, damit dem Mieter wichtige Post zugestellt werden kann. Dies benötigt keine explizite Erwähnung im Mietvertrag, da dies zum vertragsgemäßen Zustand einer Wohnung gehört. Unter einem funktionsfähigen Briefkasten versteht sich, dass die Post vor Nässe geschützt und verschließbar ist. Im Fall, dass kein Briefkasten vorhanden ist, berechtigt es den Mieter zur Mietminderung.

Des Weiteren muss ein Bad in der Mietwohnung vorhanden sein. Das Minimum ist ein abgetrennter Raum mit Waschbecken und Badewanne oder Dusche. Außerdem muss warmes Wasser vorhanden sein (AG Weimar WuM 96, 27). Natürlich auch eine Toilette, welche sich aber nicht zwangsläufig im Bad befinden muss.

Ebenso zum vertragsgemäßen Gebrauch gehört der Empfang von Rundfunk und Fernsehen. Wenn keine Gemeinschaftsantenne oder kein Kabelanschluss vorhanden ist, hat deswegen auch jeder Mieter das Recht, eine eigene Antenne zu installieren. Klauseln im Mietvertrag, die das verbieten, sind unzulässig. Will der Mieter eine Parabolantenne anbringen, muss der Vermieter dem zustimmen. Die Zustimmung verweigern darf er nur mit triftigem Grund. Dazu gehört beispielsweise, dass bereits ein Kabelanschluss vorhanden ist.

Des Weiteren hat der Mieter das Recht auf eine Dunstabzugshaube. Er darf sie, sofern dies möglich ist, einbauen lassen, wenn dadurch keine Schäden an Haus oder Wohnung entstehen.

Für alle 16 Bundesländer besteht eine Rauchmelderpflicht in Privathaushalten. Falls keine Rauchmelder in der Wohnung vorhanden sein sollten, darf jeder Mieter auch ohne Zustimmung des Vermieters Rauchmelder in seiner Wohnung installieren, da die Anbringung der Wohnung nicht schadet.

Der Türspion gilt ebenfalls als Sicherheitsvorkehrung. Möchte der Mieter einen solchen einbauen, darf der Vermieter ihm das nicht verbieten (AG Hamburg WuM 80, 197).

Dem Mieter stehen zudem so viele Schlüssel zu, wie er braucht (AG Schöneberg WuM 91, 29). So hat er beispielsweise das Recht, dem Babysitter, der Putz- oder dem Pflegedienst einen Schlüssel für die Wohnung zu geben. Lässt der Mieter die Schlüssel selbst nachmachen, muss er den Vermieter darüber unterrichten.

 

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern liefert grundlegende Informationen zum betreffenden Thema. Es gilt der Haftungsausschluss unter https://www.immobilo.de/disclaimer.


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