Die Mietpreisbremse

Beitrag: Die Mietpreisbremse
Die Mietpreisbremse - Foto: HoliHo / pixabay.com

Die Mietpreisbremse ist 2015 in Kraft getreten. Seit dem dürfen die Länder selbst regeln, in welchen Gebieten die Miete bei Neuvermietungen nicht stärker als zehn Prozent steigen darf. 

Mietpreisbremse gilt nicht überall

Die Mietpreisbremse soll nur dort gelten, wo auch der Wohnungsmarkt angespannt ist. Das bedeutet, die Bundesländer haben die Aufgabe, die in Frage kommenden Städte und auch Gemeinden zu definieren.

In diesen Gebieten greift die Mietpreisbremse zunächst für maximal fünf Jahre. Was nach Ablauf der Zeit passiert, ist noch nicht geklärt.

Wie ist sie geregelt?

Die Mietpreisbremse sorgt dafür, dass insbesondere in begehrten Wohnlagen Mietpreissprünge von 20%, 30% oder mehr verhindert werden. Denn es sollen sich auch Normalverdiener Wohnraum in diesen Lagen leisten können. Die Regelung sieht daher vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden darf, zuzüglich 10 Prozent.

Hingegen neu errichtete und umfassend modernisierte Wohnungen bei Erstvermietung von der Mietpreisbegrenzung ausgenommen werden, da man Investitionen in Neubauten und umfassende Modernisierungen nicht unterbinden möchte. Zudem ist es auch vorgesehen, dass eine zulässig vereinbarte Miete auch bei Wiedervermietung weiter verlangt werden darf. Demnach werden Vermieter also nicht gezwungen, eine frei gewordene Wohnung unterhalb der bisherigen Miete anzubieten.

Was passiert beim Verstoß?

Verlangt der Vermieter eine zu hohe Miete und missachtet damit die gesetzlichen Spielregeln, kann der Mieter sich dagegen wehren. Der Mieter muss jedoch aktiv seine Rechte einfordern. Rügt der Mieter, dass die Miethöhe unzulässig ist, kann er vom Vermieter Auskunft über die Zulässigkeit verlangen.

 

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern liefert grundlegende Informationen zum betreffenden Thema. Es gilt der Haftungsausschluss unter https://www.immobilo.de/disclaimer.


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