Ehevertrag bei Immobilien empfehlenswert

Beitrag: Ehevertrag bei Immobilien empfehlenswert
Ehevertrag bei Immobilien empfehlenswert - Foto: Pexels / pixabay.com

Auch wenn es schwerfällt – vor Beginn der Ehe sollten die Hochzeitswilligen sich unbedingt mit dem Thema Ehevertrag beschäftigen, besonders wenn Immobilien oder auch Kredite mit in die Ehe gebracht werden.

So gelten gerade Immobilien als Streitpunkt bei gescheiterten Beziehungen. Wird kein Ehevertrag geschlossen so gilt auch bei Haus- oder Wohnungseigentum das Prinzip der Zugewinngemeinschaft.

Als Beispiel folgende Rechnung: Hat ein Partner ein Haus für 400.000 Euro erworben, welches Heute einen Wert von 440.000 Euro hat, so erhält jeder der Ehepartner 220.000 Euro nach der Scheidung.

Gütertrennung vereinbaren

Meistens sind noch etwaige Hypotheken oder Kredite für das Haus fällig, die ein Partner alleine mit der Auszahlung an den ehemaligen Partner nicht stemmen kann. Somit muss das Haus konsequenter Maßen veräußert werden. Solche Zwangsverkäufe bringen selten den aktuellen Wert der Immobilie ein. Aus diesem Grund empfiehlt sich, grundsätzliche Regelungen im Streitfall bei Immobilien und deren Finanzierung im Ehevertrag festzuhalten. Selbst wenn bisher nur der Traum vom Eigenheim vorhanden ist.

Bringt einer der beiden Parteien eine Immobilie mit in die Ehe, so sollte man unbedingt eine Gütertrennung vereinbaren. Mit dieser Vereinbarung ist gewährleistet, dass das Objekt auch nach einer Trennung Eigentum des Partners bleibt. Falls keine Gütertrennung vereinbart wird, greift in solchen Fällen wiederum die Zugewinngemeinschaft. Bei einer Gütertrennung müsste der Partner mit der Immobilie dem ehemaligen Lebensgefährten 10 % des ursprünglichen Verkehrswertes des Hauses zahlen, also im obigen Fall 40.000 Euro.

In jedem Fall gilt: Bei Unsicherheit immer einen Anwalt konsultieren, damit alle Vereinbarungen wasserdicht sind.


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