Denkmalschutz bei Immobilien

Beitrag: Denkmalschutz bei Immobilien
Denkmalschutz bei Immobilien - Foto: krzys16 / pixabay.com

Sie sind eine der wenigen Möglichkeiten für Selbständige und Besserverdienende, ihre Steuerlast zu senken – Denkmalimmobilien. Gleichzeitig sind sie meist wunderschön anzusehen und als Kapitalanlage ein sinnvoller Baustein in einer soliden Altersvorsorge.

Gerade in den neuen Bundesländern und den Ballungsgebieten um Berlin, Leipzig und Dresden gibt es eine Vielzahl von Denkmalimmobilien – alte Bauten, die aufwändig kernsaniert werden und an Kapitalanleger verkauft werden.

Klassifizierung

Zunächst einmal muss ein solches Objekt von der Denkmalschutzbehörde als Denkmalimmobilie klassifiziert werden. Nur dann kommt eine höhere steuerliche Abschreibung zum Ansatz als bei Bestandsimmobilien. Die Objekte werden von den Bauträgern vor der Sanierung an Kapitalanleger verkauft, erst danach erfolgt die Sanierung. Diese zeitliche Abfolge ist für die steuerliche Berücksichtigung der Denkmalimmobilien zwingend erforderlich.

Sanierung

Die Sanierung ist in der Regel äußerst aufwändig. Unter Beibehaltung der äußeren, meist historischen Bausubstanz aus unterschiedlichsten architektonischen Stilrichtungen werden die Objekte von innen entkernt und vollständig umgestaltet. Ausgestattet mit Balkonen, hochwertigen Bädern und funktionalen Küchen lassen sie kaum Wünsche offen. Dazu kommen einzigartige Boden- und Wandbeläge und eine technische Ausrüstung nach dem neuesten Stand. Die Objekte erfüllen damit für Eigentümer und Mieter auch allerhöchste Ansprüche.

Steuerlich vom Vorteil

Allerdings sehen Denkmalimmobilien nicht nur wunderschön aus – und erinnern mit etwas Phantasie schnell an lange zurückliegende Zeiten –, sie haben auch noch einen positiven steuerlichen Effekt. Sind sie vermietet – werden sie also als Kapitalanlage genutzt – dann entstehen dem Eigentümer dadurch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Diese Einkünfte sind grundsätzlich zu versteuern. Steht diesen Einnahmen allerdings eine Ausgabe gegenüber, die höher ist als die Einnahme, resultiert dies in einem Verlust aus Vermietung und Verpachtung – ein Verlust, der das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast des Kapitalanlegers insgesamt senkt. Diese Ausgabe wird sich in der Regel aus den Abschreibungen auf die Immobilie und den Zinsen aus einem aufgenommenen Darlehen zusammensetzen, sofern ein Darlehen für die Finanzierung aufgenommen wurde.

Die Abschreibungen werden auf den Kaufpreis inklusive der Kaufnebenkosten angesetzt und sind bei Denkmalimmobilien weit höher als bei Bestandsimmobilien. Während Bestandsimmobilien meist über 50 Jahre abgeschrieben werden, können Denkmalimmobilien über 12 Jahre mit jeweils sieben bis acht Prozent jährlich abgeschrieben werden. Damit sind sie ideal geeignet, das zu versteuernde Einkommen zu reduzieren.

Denkmalimmobilien sind letztlich prädestiniert für Angestellte mit höherem Einkommen und für Selbständige, die regelmäßige hohe Einkünfte haben. Sie sind einer der letzten Wege, Steuerzahlungen zu reduzieren. Gleichzeitig sind sie ein solider Baustein in einer ausgewogenen Altersvorsorge und bauen Vermögen in Form von Sachwerten auf.


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