Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben V

Beitrag: Alle Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben V
Alle Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben V - Foto: MichaelGaida / pixabay.com

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Vakuumbeton
Verband
Verbindungsstück
Verbundestrich
Verbundplatte
Verdünner
Verfugen
Verglasung
Verkleidung
Verputzen
Versiegelung
Verwendbarkeitsnachweis
Verzinkung
Vliesstoffe
Vollflächendämmung
Voranstrich
Vorlack
Vorlegeband
Vorwandinstallation


Vakuumbeton

Bei der Herstellung von Vakuumbeton wird im Inneren des Betons ein Unterdruck erzeugt und mithilfe eines Absaugverfahrens überschüssiges Wasser entzogen. Dadurch wird der Beton besonders fest, dicht und frostbeständig. Außerdem bekommt der Beton durch das Verfahren eine längere Lebensdauer und das Risiko der Rissbildung wird gemindert.

Verband

Mit Verband meint man im Bauwesen meist den Mauerwerksverband. Dieser Begriff bezeichnet die Anordnung der Steine im Mauerwerk. Wenn die Steine im Verband verlegt werden, bedeutet das, dass sie nach einem bestimmten System versetzt angeordnet werden. So wird die Last gleichmäßig auf das Mauerwerk verteilt. Die Steine, auf deren Längsseite man blickt, werden Läufer genannt, die, deren kurze Seite nach vorne zeigt, sind die sogenannten Binder. Es gibt verschiedene Arten von Verbänden, bei denen die Mauersteine unterschiedlich angeordnet werden. Je nachdem, nach welchem System sich Läufer und Binder abwechseln und die Reihen übereinander versetzt sind, spricht man z.B. vom Block-, vom Binder- oder vom Kreuzverband. Sogenannte Zierverbände erfüllen besonders eine gestalterische Funktion: Hier werden die Steine so angeordnet, dass sie ein optisch ansprechendes Bild ergeben, was besonders dann sinnvoll ist, wenn die Mauer abschließend nicht verputzt werden soll.

Von einem Verband spricht man auch bei der Verlegung von Parkett, Fliesen, Pflastern und Dachdeckungen, wobei auch hier die Anordnung der einzelnen Elemente gemeint ist.

Verbindungsstück

Die Feuerstätte wird mit dem Schornstein durch ein Abgas– oder Rauchrohr verbunden, wodurch Rauch und Abgase nach draußen geleitet werden. Dieses Rohr wird Verbindungsstück genannt.

Verbundestrich

Verbundestrich liegt direkt auf dem Untergrund auf und ist fest mit diesem verbunden. Jede Art von Estrich kann als Verbundestrich verwendet werden. Er ist sehr belastbar und dient häufig als Bodenbelag für Garagen oder Keller.

Verbundplatte

Bei der Herstellung von Verbundplatten werden zwei oder mehr Schichten aus unterschiedlichen Materialien zusammengepresst oder -geleimt. Zu den Verbundplatten gehören beispielsweise Sperrholz und Dämmplatten aus Gipskarton und Hartschaum.

Verdünner

Ein Verdünner ist ein Lösungsmittel, das einer Substanz, etwa einem Anstrichstoff, zugegeben wird, damit dieser, je nach Verwendungszweck, besser zu verarbeiten ist. Der Verdünner verringert die Konzentration des Stoffes. Häufig verwendet wird beispielsweise Terpentin, das gut zum Verdünnen von Lack- und Ölfarben geeignet ist.

Verfugen

Verfugen bezeichnet das Füllen einer Fuge. Als Füllmaterial für den Zwischenraum wird meist Fugenmörtel verwendet.

Verglasung

Beim Verglasen wird eine Öffnung mit einem Bauteil aus Glas verschlossen. Man unterscheidet hier zwischen Einscheiben-, Doppel- sowie Isolierverglasung. Bei Fenstergläsern werden auch häufig Gläser mit unterschiedlichen Eigenschaften, z.B. Sonnenschutz, Sicht- Wärmedämmungsgläser und Schallschutzgläser in verschiedenen Kombinationen eingesetzt.

Verkleidung

Das Abdecken von Fassaden, Decken oder Wänden mit Holzbrettern oder Paneelen wird Verkleidung genannt. Häufig ist die Verkleidung ein dekoratives Element, sie kann aber auch der Wärmedämmung oder dem Schutz des darunter liegenden Materials dienen.

Verputzen

Ist das Aufbringen von Putzmörtel an Decken oder Wänden. Das Verputzen kann den Untergrund für das Tapezieren, Streichen oder Fliesen vorbereiten. Der Putz kann aber auch selbst für die Wandgestaltung verwendet werden.

Versiegelung

Eine Versiegelung schützt ein Material vor Schmutz und Verschleißerscheinungen. Häufig wird z.B. Lack verwendet, der der Versiegelung vieler verschiedener Werkstoffe dienen kann. Nachdem eine Versiegelung auf einen Werkstoff aufgetragen wurde, verdunsten die Lösungsmittel und die Schicht trocknet. Eine Versiegelung kann aus einer oder mehreren Schichten bestehen.

Neben der Werkstoffbeschichtung wird auch das Abdichten eines Gebäudes gegen Feuchtigkeit Versiegelung genannt. Häufiger spricht man hier allerdings von Bauwerksabdichtung.

Verwendbarkeitsnachweis

Die Verwendbarkeit eines Bauproduktes muss für den jeweiligen Verwendungszweck nachgewiesen sein, damit das Produkt benutzt werden darf. Dabei ist unerheblich, ob es sich um einen Neubau oder lediglich um Änderungen handelt – der Verwendbarkeitsnachweis ist Pflicht.

Verzinkung

Bei der Verzinkung werden Teile aus Stahl oder Eisen z.B. in flüssigen Zink (Feuerverzinkung) oder Zinkelektrolyten (Galvanische Verzinkung) getaucht. Durch die so entstehende Schicht auf der Oberfläche wird verhindert, dass die Materialien rosten.

Vliesstoffe

Ein Vlies besteht aus einzelnen, losen Fasern. Wenn sich dieses Vlies verfestigt hat, wird es Vliesstoff genannt. Im Baubereich sind Vliesstoffe vielseitig einsetzbar und werden häufig benutzt,  z.B. werden sie oft unter Laminat– oder Parkettfußböden als Trittschalldämmung eingesetzt.

Vollflächendämmung

Wenn ein Dämmstoff auf der gesamten Dach- oder Mauerwerksfläche verlegt wird, spricht man von einer Vollflächendämmung. Besonders beim Dach ist es ein großer Unterschied, ob man eine Zwischensparren– oder eine Vollflächendämmung vornimmt: Ob der Bereich der Sparren ausgelassen ist oder nicht, hat deutliche Auswirkungen auf den Energieverlust, denn ohne Vollflächendämmung bedeutet jeder Sparren eine Wärmebrücke.

Voranstrich

Bevor Lack oder Farbe aufgetragen werden kann, muss der Untergrund zunächst grundiert werden. Dazu dient der Voranstrich, der zum einen den Untergrund schützt und zum anderen dafür sorgt, dass die anschließend aufgetragene Farbe besser deckt. Es ist wichtig, dass das Bindemittel im Voranstrich dasselbe ist wie das, welches in den danach folgenden Farb- oder Lackschichten enthalten ist.

Vorlack

Bevor eine Fläche ihren Schlussanstrich erhält, wird sie mit Vorlack behandelt. Dieser zeichnet sich aus durch eine hohe Deckkraft und Härte sowie eine gute Schleifbarkeit. Vorlacke sind in der Regel matt und füllen gut, weswegen sie auch des öfteren als Füllfarbe verwendet werden.

Vorlegeband

Vorlegeband ist einseitig selbstklebend und besteht meist aus Polyethylen. Es dient bei der Verglasung als Füllmaterial, sowie als Unterlage und Abstandhalter für die Versiegelung. Zunächst wird das Vorlegeband in den Falzgrund geklebt und anschließend das Glas eingebaut. Der Abstand zwischen Rahmen und Scheibe ist demnach identisch mit der Dicke des Vorlegebandes.

Vorwandinstallation

Von einer Vorwandinstallation spricht man meist beim Einbau von Sanitäranlagen. Da ein Einbau direkt in das Mauerwerk sehr aufwendig ist, werden Waschbecken, WC-Schüsseln und andere Sanitäranlagen oft vor der Wand installiert. Dafür wird zunächst eine Art Gerüst in der Wand verankert, in das die einzelnen Elemente anschließend eingebaut werden. Schließlich wird die Konstruktion mit einer Trockenverkleidung abgedeckt, die anschließend verfliest werden kann.


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