Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben N

Beitrag: Alle Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben N
Alle Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben N - Foto: Life-Of-Pix / pixabay.com

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Nachtspeicherheizung
Naturstein
Nebenkosten
Nennmaß
Niedertemperaturheizung
Niedrigenergiehaus
Normalbeton
Notwasserversorgung
Nullenergiehaus
Nutzungsänderung


Nachtspeicherheizung

Bei einer Nachtspeicherheizung wird die Wärme aus Strom gewonnen. In der Nacht und während der Schwachlastzeiten am Nachmittag gibt es Strom zu günstigeren Tarifen. Zu diesen Zeiten wird der Wärmespeicher aufgeladen und die Wärme tagsüber wieder abgegeben.

Naturstein

Naturstein ist natürliches Gestein, das nicht nachbearbeitet wird. Dazu gehören beispielsweise erstarrtes Magma (Granit, Basalt) und Ablagerungen (Sand-, Kalkstein). Von Wänden über Fußböden, bis hin zu Mauern und Fensterbänken gibt es für Naturstein zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.

Nebenkosten

Was genau der Begriff Nebenkosten bezeichnet, hängt vom jeweiligen Kontext ab. Ganz allgemein versteht man unter Nebenkosten all jene Kosten, die zusätzlich zu einer Hauptlast anfallen.

Im Baubereich zählen zu den Nebenkosten also alle Kosten, die zusätzlich zu den eigentlichen Baukosten anfallen. Dazu gehören unter anderem Gebühren für Baugenehmigungen, Planungskosten sowie Gebühren für Bauversicherungen. Auch die Kosten für Architekten und Ingenieure fallen hier unter Nebenkosten. In den Gesamtkosten eines Bauprojektes sind meist etwa 15 Prozent Nebenkosten enthalten.

Im Mietrecht versteht man unter Nebenkosten im Allgemeinen die bedarfsunabhängigen Betriebskosten. Das sind laufende Kosten, die dem Besitzer einer Immobilie entstehen und die in der Regel auf den oder die Mieter umgelegt werden, wie die Grundsteuer, die Wasserversorgung, die Kosten für Müllbeseitigung und Schornsteinreinigung. Für die Mietnebenkosten kann entweder eine Pauschale festgelegt werden, oder der Mieter leistet monatliche Vorauszahlungen, die in der jährlichen Nebenkostenabrechnung mit den tatsächlichen Kosten verrechnet werden.

Nennmaß

Das Nennmaß gibt die ideale Größe eines Bauteils exakt wieder. Auch die Lage und der Abstand zu anderen Teilen werden hier festgelegt. Außerdem richten sich die Toleranzen nach dem Nennmaß.

Niedertemperaturheizung

Während eine konventionelle Warmwasserheizung meist eine Vorlauftemperatur von etwa 60°C hat, gibt der Heizkessel einer Niedertemperaturheizung eine Vorlauftemperatur von maximal 40 °C ab. Besonders sinnvoll ist eine solche Anlage bei Flächenheizungen, z.B. im Fußboden: Temperaturen über 40°C wären hier zu hoch, die große Fläche garantiert eine gute Heizleistung trotz geringerer Temperatur.

Niedrigenergiehaus

Ursprünglich wurden solche Gebäude als Niedrigenergiehäuser bezeichnet, deren Heizwärmebedarf 25 bis 30 Prozent niedriger ist als von der Wärmeschutzverordnung vorgeschrieben (100 kWh pro Quadratmeter und Jahr). Die EneV schreibt einen maximalen Jahresverbrauch an Wärmeenergie von 70 kWh pro Quadratmeter vor, wodurch das Niedrigenergiehaus zum gesetzlich vorgegebenen Standard für Neubauten geworden ist. Das bedeutet, dass inzwischen jedes Haus, das neu gebaut wird, ein Niedrigenergiehaus ist, wodurch der Begriff überholt und nur noch für Werbezwecke von Nutzen ist.

Um die vorgegebenen Energiestandards zu erfüllen, ist unter anderem auf den Primärenergiebedarf, umweltverträgliche, recylebare Baustoffe und eine gute Wärmedämmung zu achten. Besonders beim Null- und Plusenergiehaus sind auch Einrichtungen zur Stromerzeugung, z.B. Solarkollektoren, sowie eine Anlage zur Wärmerückgewinnung unerlässlich.

Normalbeton

Normalbeton besteht aus Wasser und Zement und weist eine Trockenrohdichte zwischen 2,0 und 2,8 kg pro dm³ auf. Beton, dessen Trockenrohdichte außerhalb dieser Grenzen liegt, wird als Leicht– bzw. Schwerbeton bezeichnet.

Notwasserversorgung

Die Wasserversorgung kann aus unterschiedlichen Gründen eingeschränkt oder unterbrochen werden. In diesen Fällen erfolgt eine Notwasserversorgung, z.B. über einen Hydranten.

Nullenergiehaus

Von einem Nullenergiehaus spricht man dann, wenn ein Gebäude nicht bzw. kaum auf Energiezufuhr von außen angewiesen ist. Damit das möglich ist, ist mindestens eine gute Wärmedämmung, eine Wärmerückgewinnungs- sowie eine Solaranlage vonnöten. Liegt der Jahresheizenergieverbrauch bei maximal 18 kWh pro Quadratmeter, gilt ein Gebäude als Nullenergiehaus.

Nutzungsänderung

Soll ein Gebäude oder ein Teil eines Gebäudes zu einem anderen Zweck als ursprünglich genutzt werden, muss eine neue Baugenehmigung eingeholt werden, erst dann ist eine Nutzungsänderung rechtens. Unter Nutzungsänderung fällt z.B. die Umwandlung von Wohn- in Gewerberaum und umgekehrt.


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