Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben E

Beitrag: Alle Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben E
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Edelputz
Edelstahldach
Eigenkapital
Eigenleistung
Einliegerwohnung
Einmessung
Elektroinstallation
Elektrosmog
Emission
Energieeinsparverordnung (EnEV)
Energiesparhaus
Entkernung
Entwässerung
Erdgas
Estrich
Exzenterschleifer


Edelputz

Edelputze sind im Außenbereich eingesetzte Putze (Oberputze) auf mineralischer Basis. Ihre gleichmäßige Struktur erhalten sie durch den Zusatz von besonderen Körnungen. Die entweder als weißer oder gefärbter Oberputz eingesetzten Putze zeichnen sich durch Witterungsfestigkeit und Langlebigkeit aus.

Edelstahldach

Die Oberflächen von Edelstahldächern können walzblank, mattiert oder verzinnt sein. Der mit einer Zinn-Oberfläche beschichtete Edelstahl lässt sich in üblicher Klempnertechnik verarbeiten, auch im Winter. Das Material besitzt zudem einen geringen Ausdehnungskoeffizienten, ein geringes Eigengewicht und Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion. Durch die Verzinnung lassen sich außerdem Verbindungen im Weichlötverfahren herstellen. Die selbst tragende Struktur erleichtert das Anbringen auf Latten oder Pfetten, eine geschlossene Verschalung als Unterkonstruktion ist nicht notwendig. Als Korrosionsschutz sind diese Bleche mit Kunststoff beschichtet. Die Profile haben je nach Hersteller unterschiedliche Maße und Farben oder imitieren aneinander gereihte Dachziegel.

Eigenkapital

Bei der Finanzierung von Immobilien und Bauvorhaben bezeichnet das Eigenkapital die dem Bauherren zur Verfügung stehenden Eigenmittel wie Bargeld und Guthaben (in Form von Anlagen, Sparkonten, Aktien und Wertpapieren, Immobilien und Grundstücken usw.).
Auch staatliche Förderungen können zum Eigenkapital hinzugerechnet werden. Je nach Vorhaben gilt, dass der Bauherr zwischen 25 und 30 Prozent der Bausumme über Eigenkapital gedeckt haben muss.

Eigenleistung

Eigenleistungen sind ein probates und gern genutztes Mittel zur Reduzierung der Baukosten. Dabei werden viele Bauleistungen durch die Bauherren, deren Nachbarn, Freunde, Kollegen usw. übernommen. Der Anteil der Eigenleistungen am Bauvorhaben sollte nicht überschätzt werden, da es zu Verzögerungen kommen kann, wenn diese nicht rechtzeitig erledigt werden.

Einliegerwohnung

Eine zweite Wohnung untergeordneter Bedeutung innerhalb eines Wohngebäudes wird als Einliegerwohnung bezeichnet. Diese muss nicht zwangsläufig von der Hauptwohnung abgeschlossen sein, d.h. über einen eigenen Zugang verfügen.

Einmessung

Vor dem Ausheben der Baugrube wird die Lage des zu errichtenden Gebäudes auf dem Grundstück anhand der genehmigungspflichtigen Lagepläne eingemessen und mit einem Schnurgerüst abgesteckt.

Elektroinstallation

Unter dem Begriff Elektroinstallation versteht man den Einbau elektrischer Niederspannungsanlagen in einem Gebäude. Dazu gehören unter anderem Installationen für Stromversorgung, Beleuchtung und Telekommunikation. Elektrische Leitungen kann man sowohl waagerecht als auch senkrecht und entweder auf oder unter dem Putz verlegen. Die Elektroinstallationsarbeiten sollten aus Sicherheits- und Versicherungsgründen immer von einem ausgebildeten Elektriker ausgeführt werden. Werden Teile der Installation nicht richtig miteinander verbunden, können Funktionsstörungen auftreten und Unfälle, z.B. durch elektrische Schläge, die Folge sein.

Elektrosmog

Elektrosmog bezeichnet die, durch den Betrieb von technischen Geräten entstehenden, elektromagnetischen Felder und impliziert eine schädigende Wirkung. Der Begriff „Smog“ ist eine Zusammensetzung aus den englischen Wörtern „Smoke“ (Rauch) und „Fog“ (Nebel), was für umweltbelastende Luftverschmutzung steht.

Emission

Emission bezeichnet im allgemeinen Verständnis das Aussenden von Stoffen an die Umwelt. Dies kann von natürlichen Quellen aus geschehen, aber auch von technischen Anlagen. Jede Emission führt zu einer Immission auf die Umwelt. Dabei kann es sich um feste, flüssige oder gasförmige Stoffe handeln. Auch Geräusche, Licht und Wärme gehören zu den Emissionen. Der Aussender der Emissionen wird Emittent genannt.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung ist die ergänzende Durchführungsvorschrift, die zur Erfüllung des Energieeinsparungsgesetzes notwendig ist. Das Energieeinsparungsgesetz hat das Ziel, den Energieverbrauch in Gebäuden auf das notwendige Minimum zu reduzieren. In diesem Gesetz enthalten ist die Vorgabe einer Methode zur Berechnung der integrierten Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, sowie Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz neuer, aber auch bestehender Gebäude (im Fall der Sanierung) und Anlagentechnik. Darüber hinaus enthält sie Vorgaben zur Erstellung von Energieausweisen. Ziel ist es, den Energiebedarf bei Neubauten um durchschnittlich 30 % gegenüber dem bisherigen Niveau zu senken. Das bisherige Niveau entspricht dem sogenannten Niedrigenergiestandard.

Energiesparhaus

Die Energieeinsparverordnung, die in Deutschland fester Bestandteil des Baurechts ist, gibt für Neubauten gewisse verbindliche Energiestandards vor. Diese richten sich nach dem Energiebedarf pro Quadratmeter und Jahr. Gebäude, die für Heizung und Warmwasser weniger Energie benötigen als das „Standardhaus“, welches die minimalen Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllt, werden als Energiesparhaus bezeichnet.

Entkernung

Eine Entkernung ist der Abriss aller Teile eines Gebäudes bis auf die Fassade und Bodenplatte. Diese bleiben erhalten und müssen während der Arbeit entsprechend gesichert werden. Entkernungen sind aufwendig und werden nur dann vorgenommen, wenn die Sanierung oder Restaurierung eines Gebäudes zu aufwendig ist, die Fassade aber erhalten werden muss. Hinter dieser wird ein komplett neues Gebäude errichtet und mit der Fassade verbunden.

Entwässerung

Entwässerung ist die Bezeichnung für das Ableiten von Regen- und Abwasser aus Gebäuden und Industrieanlagen in Sammelstellen bzw. der Kanalisation, mithilfe von Entwässerungsanlagen wie Regenrinnen und Wasserrohren.

Erdgas

Es wird hauptsächlich zum Heizen sowie zur Stromerzeugung genutzt. Außerdem dient es als Kraftstoff für Fahrzeuge. Erdgas besteht hauptsächlich aus Methan, zu kleineren Teilen aus Ethan, Propan und Butan sowie Stickstoff, Pentan, Kohlendioxid, Helium und Wasser. Man findet Erdgas vorwiegend in unterirdischen Lagerstätten vor, es wird aber auch offshore, also im Meer, gefördert. Von der Förderstelle wird das Erdgas durch Pipelines zu den Verbrauchsstellen transportiert.

Estrich

Als Estrich werden großflächige Unterböden bezeichnet, die als Auflage für Fußböden dienen oder – je nach Ausführung – direkt als Fußboden genutzt werden. Meist werden sie in flüssiger Form („Fließestrich“) aufgebracht und müssen danach nur noch abgezogen werden und erhärten. Wenn kein flüssiger Estrich genutzt werden kann, kommen sogenannte Trockenestriche zum Einsatz. Diese bestehen aus fertigen Estrichplatten und brauchen nur noch auf den Boden gelegt werden.

Exzenterschleifer

Der Exzenterschleifer ist ein Gerät zum Schleifen und Polieren von Plastik-, Metall- oder Kunststoffoberflächen. Anders als beim Schwingschleifer rotiert die Schleifscheibe des Exzenterschleifers zusätzlich zur Schwingung, womit die typischen Nebenerscheinungen wie die runden Rillen vermieden werden können.


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