Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben D

Beitrag: Alle Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben D
Alle Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben D - Foto: 3dman_eu / pixabay.com

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Dachdeckung
Dachform
Dämmung
Dämmstoff
Dampfdiffusion
Dampfsperre
Dehnungsfuge
Dichtstoff
Dichtungsmasse
Diele
Diffusion
DIN
Dispersionsfarben
Doppelhaus
Drainage
Dübel
Dunstabzugshaube
Durchlauferhitzer


Dachdeckung

Die Dachdeckung ist die vom Tragwerk gestützte, schützende Schicht des Daches gegen Regen und Wettereinflüsse. Je nach Vorgaben, Präferenz und Notwendigkeit durch Dachform und -neigung werden unterschiedliche Materialien und Formen bei der Deckung eingesetzt. Dachdeckungen bestehen meist aus kleinen einzelnen Teilen (Dachziegel, Dachsteine, Natursteinplatten, Schiefer, Schindeln), großen Platten aus Wellpappe, Metallblechen oder nachwachsenden Rohstoffen wie Schilf und Stroh.

Dachform

Die Dachform bezeichnet die äußere, sichtbare Form des Daches, die oft von Standort, Finanzierung, von der Gebäudeart und der umgebenden Bebauung bestimmt wird. Bauherren stehen deshalb auch eine ganze Reihe an Dachformen zur Auswahl, z.B.  Pult-, Sattel-, Walm- und Zeltdach.

Dämmung

Nach den aktuellen Baunormen ist eine Dämmung ein Bauteil oder Material, das die Ausbreitung, Eindringung oder Durchdringung von Wärme- und/oder Schallenergie behindert, verhindert oder erschwert. Dabei gibt es verschiedene Arten von Dämmung: Kerndämmung, Vollflächendämmung, Untersparrendämmung und Zwischensparrendämmung.

Dämmstoff

Dämmstoffe sind Materialien zur Schalldämmung bzw. zur Wärmedämmung, z.B. beim Bau von Gebäuden, bei Kühlschränken oder Anlagen. Die Dämmung ist abhängig von Dichte, Wärmedurchgangskoeffizient, sowie dem Wasserdiffusionswiderstand. Zur Wärmedämmung werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit eingesetzt. Hier bieten sich Materialien mit geringer Rohdichte an. Bei Dämmungen im Außenbereich sollte außerdem ein wasserdichter Dämmstoff gewählt werden. Besonders bei hohen Außentemperaturen sind Dämmstoffe mit hoher Wärmespeicherfähigkeit sinnvoll.

Dampfdiffusion

Dampfdiffusion bezeichnet das Eindringen von Wasserdampf in (Bau)Stoffe wie Wände, Dächer oder Balken. Durch Diffusion kann es zu einer Kondensation kommen, wodurch die Bauteile durch den erhöhten Feuchtigkeitsgehalt in Mitleidenschaft gezogen werden können. Die Dampfdiffusion kann durch Materialien mit einem hohen Dampfdiffusionswiderstand (z.B. Aluminiumfolien) verhindert werden.

Dampfsperre

Dampfsperren schützen feuchtigkeitsempfindliche Bauteile vor dem Eindringen von Wasser oder Wasserdampf. Sie bestehen aus Kunststoff- oder Aluminiumfolien und behindern durch ihre feinporige Struktur die Wasserdampfdiffusion. Um das Eindringen von Wasserdampf in die Wärmedämmung eines Gebäudes zu verhindern, wird die Dampfsperre auf der „warmen Seite“  – also zumeist der Innenseite – angebracht.

Dehnungsfuge

Die Dehnungsfuge ist ein baulich gewollter Spalt zwischen zwei Bauteilen, um die Bewegung oder Ausdehnung von Bauteilen z.B. bei Temperaturänderung zu ermöglichen und damit die Rissbildung im Bauwerk zu verhindern. Verfugt werden Dehnungsfugen durch speziell elastische Dehnungsfugenprofile.

Dichtstoff

Dichtstoffe werden zur luft-oder wasserdichten Abdichtung von z.B. Fugen oder Spalten genutzt. Gebräuchlich sind vor allem Silikondichtstoffe, die mithilfe einer Kartuschenpresse in die zu verschließende Fuge gepresst werden und dort nach einer Aushärtungsphase eine dichte und elastische Masse ergeben.

Dichtungsmasse

Dichtungsmasse bzw. Dichtstoff dient zum Füllen und Abdichten von Fugen, Rissen, Spalten und Löchern. Dabei wird zwischen dauerelastischen bzw. dauerplastischen Dichtungsmassen aus Silikon und Acryl unterschieden. Dauerelastisches Silikon kommt vor allem in Dehnungsfugen in Bad und Küche zum Einsatz – also dort, wo die Fuge oft mit Feuchtigkeit und Wasser in Berührung kommt. Acryl-Dichtungen sind vor allem zum Verschließen von Fugen und Öffnungen gedacht, die nur geringen Dehnungsbelastungen ausgesetzt sind und nur wenig mit Wasser und Feuchtigkeit in Kontakt kommen.

Diele

Der Begriff Diele wird zum einen als Synonym für den Flur verwendet und bezeichnet somit den Verbindungsgang eines Hauses oder einer Wohnung. Zum anderen versteht man unter Dielen auch Holzbretter, die als Bodenbelag (Dielenfußboden) verlegt werden. Seltener werden Dielen auch für Holzbalkendecken verwendet. Man unterscheidet zwischen massiven Dielen und Landhausdielen, wobei letztere aus mehreren Schichten bestehen. Dielen können aus unterschiedlichen Nadelhölzern (z.B. Fichte, Kiefer, Lärche oder Douglasie) oder auch Laubhölzern (z.B. Eiche, Buche, Birke, Esche oder Ahorn) sein. Holzdielen gibt es auch für den Außenbereich, die sogenannten Barfußdielen. Sie sind gerillt, wodurch Wasser ablaufen kann und man nicht ausrutscht.

Diffusion

Diffusion bezeichnet die komplette Durchmischung von verschiedenen Stoffen. Die Moleküle bewegen sich dabei so lange durch das Material, bis sie überall gleichmäßig verteilt sind.

DIN

DIN ist die Abkürzung für den in Berlin ansässigen eingetragenen Verein „Deutsches Institut für Normung“. Hier treffen sich Industrie, Hersteller, Handel, Wissenschaft, aber auch staatliche Behörden, Verbraucher und Prüfinstitute, um aktuelle Normen entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik auszuarbeiten und zu veröffentlichen.

Dispersionsfarben

Dispersionsfarben sind ein heterogenes Gemisch aus Kunststoffen und Farbpigmenten sowie Lösungsmitteln. Sie sind gut zu verarbeiten und insbesondere für den Anstrich in Innenbereichen, auf Putzen und Tapeten usw. geeignet.

Doppelhaus

Doppelhäuser sind zwei aneinander gebaute Häuser der gleichen Bauform. Dabei handelt es sich um getrennte Häuser mit einer dazwischenliegenden Trennfuge. Typisch für Doppelhäuser ist dabei der identische Grundriss und die symmetrisch gespiegelte Fassade. Vorteile gegenüber einer freistehenden Bebauung bieten Doppelhäuser vor allem durch die bessere Ausnutzung der Grundstücksfläche sowie dem Einsparen von Baukosten und Energie.

Drainage

Im Bauwesen versteht man unter Drainage oder Dränung eine Maßnahme, um den Abtransport von Wasser von Gebäuden und Flächen zu gewährleisten, um Wasserstauungen zu vermeiden. Dazu wird eine Schicht zum Absickern und Filtern eingebracht, unter der spezielle Rohre (Dränrohre) das Wasser aufnehmen und abtransportieren.

Dübel

Mit dem Begriff Dübel werden verschiedene Arten von Verbindungselementen bezeichnet. Dabei wird zwischen Dübeln zum Anbringen von Schrauben oder Gegenständen an Mauern, Decken oder Böden und den vorwiegend runden Dübeln zur Befestigung ähnlicher Teile unterschieden.

Dunstabzugshaube

Eine Dunstabzugshaube, im Fachjargon Wrasenabzug genannt, ist ein Gerät, welches die beim Kochen entstehenden Wrasen absaugt und filtert. 1940 brachte die amerikanische Firma Vent-A-Hood die erste Dunstabzugshaube für den Haushaltsgebrauch auf den Markt. Seit ihrer ersten Veröffentlichung hat sich neben der Effizienz der Dunstabzugshaube auch ihre Form verändert. So gibt es mittlerweile nicht nur Dunstabzüge, welche oberhalb der Arbeitsplatte an der Wand der Küche angebracht sind, sondern auch sich seitlich des Kochfeldes befindenden und ausfahrbare Hauben. Bei der Küchenplanung sollte deshalb auch großen Wert auf dieses Detail gelegt werden, denn je nach Bauart variieren Größe und Leistungsfähigkeit.

Durchlauferhitzer

Durchlauferhitzer sind mit Strom, Öl oder Gas betriebene Geräte zur Wassererwärmung. Dabei wird die benötigte Wassermenge erst während des Durchlaufens, d.h. der Wasserentnahme, erhitzt. Sobald der Wasserhahn geöffnet wird, schaltet sich das Gerät ein und erhitzt das Wasser. Wird der Hahn wieder geschlossen, schaltet sich das Gerät aus. Durchlauferhitzer dürfen nur von Fachpersonal installiert werden. Außerdem ist meist die Anmeldung des Gerätes beim Energieversorger vorgeschrieben.

 


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