Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben B

Beitrag: Alle Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben B
Alle Baubegriffe mit dem Anfangsbuchstaben B - Foto: Hans / pixabay.com

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Bauabnahme
Bauelement
Baugewerbe
Bauland
Bauplan
Bauschadenbegutachtung
Beizen
Beschlag
Bewegungsfuge
Bewehrung
Bindemittel
Bodenbelag
Bohle
Brandschutz


Bauabnahme

Die Bauabnahme ist die Feststellung der Mangelfreiheit einer Bauleistung unter baurechtlichen und bautechnischen Aspekten. Unterteilt wird die Bauabnahme in das zivilrechtliche und das öffentlich-rechtliche Abnahmeverfahren.
zivilrechtlich: Nach der Fertigstellung des Gebäudes oder einer Bauleistung wird die Mangelfreiheit der ausgeführten Arbeit überprüft. Eine erfolgreiche Abnahme stellt hierbei den Gefahrenübergang vom ausführenden Bauunternehmen auf den Bauherren dar.
öffentlich-rechtlich: Die zuständige Bauaufsichtsbehörde nimmt den Bau unter baurechtlichen und bautechnischen Aspekten ab und prüft, ob die Vorschriften eingehalten wurden. Hierbei erfolgt in einem ersten Schritt die Rohbauabnahme, später dann nach Fertigstellung die Schlussabnahme.

Bauelement

Bauelemente sind alle Materialien und Komponenten, die zum Bau eines Gebäudes erforderlich sind. Dazu gehören je nach Baubereich zum Beispiel Decken und Wände, einzelne Baustoffe, Fenster, Türen usw.

Baugewerbe

Der Begriff Baugewerbe fasst alle an der Planung und Erstellung eines Bauwerkes beteiligte Firmen zusammen. Gebräuchlich ist eine Unterteilung des Baugewerbes in Bauhauptgewerbe und Baunebengewerbe.

Bauland

Bauland ist die aus einem oder mehreren Grundstücken bestehende Fläche, die in Flächennutzungsplänen für die Bebauung vorgesehen und geeignet ist.
Die Bebauung muss zulässig und gesichert sein, es dürfen keine Hindernisse vorhanden sein.

Bauplan

Der Bauplan ist eine notwendige Bedingung für jedes Bauprojekt. Egal, ob es sich um das Gebäude selbst, den Grundriss oder einzelne Bauteile handelt – es muss stets ein Bauplan vorliegen, der detaillierte Zeichnungen, z.B. zu Maßen und Statik, enthält. Bei Bauplänen unterscheidet man im Allgemeinen zwischen Entwurfsplänen, Genehmigungsplänen und Ausführungsplänen, wobei Ausführungspläne in einem größeren Maßstab erstellt werden. Auch Detailzeichnungen, deren Maßstab in der Regel nochmals größer ist, gehören zu den Bauplänen.  Neben wichtigen Informationen und Vorgaben für die Handwerker sind Baupläne auch Dokumente, die eine Überprüfung der Arbeiten ermöglichen. Bei der Bauabnahme können die Behörden anhand des Bauplanes feststellen, ob die Bauarbeiten entsprechend der genehmigten Pläne durchgeführt wurden oder nicht.

Bauschadenbegutachtung

Bauschäden bezeichnen eine Zustandsverschlechterung einer Immobilie durch äußere Einflüsse, im Gegensatz zu Baumängeln, welche durch Planungs- oder Ausführungsfehler hervorgerufen werden. Bestehen Bauschäden, wie zum Beispiel Risse im Fundament, hat der Geschädigte das Recht einen unabhängigen Sachverständigen zu beauftragen, der eine Bauschadenbegutachtung mit Beweissicherung und einer Kostenermittlung durchführt. In der Regel wirkt sich die Verschlechterung wertmindernd aus und muss daher angemessen berücksichtigt werden.

Beizen

Beizen ist eine Oberflächenbehandlung von Metallen (zwecks Schutz vor Oxydation) und Holz (Schutz vor Schimmel, Färbung) mit einem Beizmittel.
Die natürliche Struktur des Holzes bleibt dabei erhalten, lediglich die Farbe ändert sich.

Beschlag

Beschläge sind meist aus Metall gefertigte Bauelemente für Türen, Fenster oder Möbelstücke, die verschiedene Bauteile miteinander verbinden oder befestigen.
Zudem dienen Beschläge als optisches und stilistisches Element.

Bewegungsfuge

Bewegungsfugen sind Freiräume zwischen zwei Bauteilen, die eine Bewegung dieser Bauteile gestatten. Sie sind notwendig, um die Beschädigung der Gebäude durch Bewegung und Ausdehnung der Bauteile zu verhindern.

Bewehrung

Bewehrungen sind in Beton eingebrachte Stahlstäbe oder -matten. Sie sorgen für eine höhere Zugfestigkeit des Stahlbetons.

Bindemittel

Als Bindemittel werden organische oder anorganische Substanzen bezeichnet, durch die sich andere Stoffe miteinander verbinden und erhärten können. Bindemittel sind meist flüssig und werden mit einem Füllstoff vermischt.

Bodenbelag

Der Bodenbelag bildet die oberste genutzte Schicht des Fußbodens und wird in der Regel auf dem Estrich verlegt. Je nach Belag kann bzw. sollte dazwischen noch eine Dämmschicht eingebracht werden. Bodenbeläge werden stets vollflächig verlegt.
Für verschiedene Arten der Nutzung und Beanspruchung gibt es eine Vielzahl von geeigneten Bodenbelägen. Unterschieden wird dabei grundsätzlich in textile und nichttextile Beläge. Bei der Wahl des Bodenbelags sollte man neben geschmacklichen Vorlieben und der Preisklasse auch die Belastung des Fußbodens berücksichtigen. Auch eine Fußbodenheizung hat Einfluss auf die Auswahl an Bodenbelägen.

Bohle

Gemäß DIN 68252 ist eine Bohle ein Schnittholz von mindestens 40 mm Dicke und einer mindestens doppelt so großen Breite.

Brandschutz

Der Begriff Brandschutz umfasst alle notwendigen Maßnahmen zur Vorbeugung und Verhinderung von Bränden bzw. der Brandausbreitung im Fall eines Feuers. Im Baubereich ist vom baulichen Brandschutz die Rede. Hier werden entsprechend der Gebäudenutzung und -art verschiedene Maßnahmen für den Brandschutz getroffen, z.B. bei der Materialauswahl von Baustoffen oder Bauteilen, die ein bestimmtes Brandverhalten aufweisen müssen. So soll vor allem die Ausbreitung eines Feuers verhindert und dafür gesorgt werden, dass die Statik von Bauteilen und Gebäude möglichst lang unbeschadet bleibt. Auch Fluchtwege, Notausgänge sowie die Voraussetzungen für einen raschen Feuerwehreinsatz gehören zum Brandschutz. Ein Bestandteil hiervon ist beispielsweise auch die Beschilderung, die dazu dient, wichtige Zufahrten freizuhalten.


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