Hackgut als Brennstoff

Der Einsatz von Biomasse als Brennstoff wird immer beliebter, schließlich ist diese Möglichkeit des Heizens aus ökologischer und auch aus ökonomischer Sicht langfristig wertvoller als die Erzeugung von Energie mit herkömmlichen fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas.

Zu diesen Biomassebrennstoffen gehören auch die als Hackgut bezeichneten Hackschnitzel, welche mit sogenannten Hackern bzw. Häckslern hergestellt werden. Je nach Herkunft bezeichnet man das Hackgut auch als Rinden- oder Waldhackschnitzel.

Hackgut-Produktion


Der regenerative Energieträger ist überall in großen Mengen verfügbar, kann einfach gelagert werden und verbrennt zudem sehr emissionsarm. Hackschnitzel haben einen Brennwert von etwa 4,0 Kilowattstunden pro Kilogramm und bestehen zu 100 Prozent aus Holz. Ihre Eigenschaften können aber je nach Holzart variieren, somit kann auch der Brennwert beeinflusst werden. So liegt der Brennwert von Buchenholz bei 4,0 kWh/kg, Kiefer weist hingegen einen Brennwert von 4,4 kWh/kg auf.Hackgut wird aus Holzabfällen gewonnen, beispielsweise von Sägemühlen in Form von Schwarten. Das sind die äußeren Abschnitte eines Stammes, die beim Zersägen auf Schnittholz entstehen. Zu Hackgut oder Hackschnitzel verarbeitet werden aber auch Äste aus Baumkronen, Holz von Sturmschäden sowie Sägerestabfälle aus Schreinereien. Dementsprechend müssen auch keine Bäume nur für die Hackgutproduktion gefällt werden.

Der Heizwert der Hackschnitzel kann variieren

Um ein optimales Heizergebnis mit einer bestmöglichen Nutzung der Heizenergie bzw. eine problemlose Verwendung für die Heizanlagen zu bekommen, sollten die Hackschnitzel eine möglichst einheitliche Größe und einen geringen Wassergehalt aufweisen, da dieser einen großen Einfluss auf den Heizwert des Hackgutes hat und zudem die Lagerfähigkeit beeinflusst. So haben frische Waldhackschnitzel zum Beispiel einen Wasseranteil von 50 bis 60 Prozent, Hackschnitzel aus Altholz haben dagegen einen Wassergehalt von weniger als 30 Prozent.

Auch der Rindenanteil hat Einfluss auf die Qualität der Hackschnitzel. Für Hackgut als Brennmaterial in kleineren Heizungen wird normalerweise entrindetes Holz gebraucht. Rindenhackschnitzel mit höherem Rindenanteil werden überwiegen aus Waldrestholz oder anderem minderwertigen Holz gewonnen und so unter anderem für die Produktion von Spanplatten verwendet.

Hackgut dient als Brennstoff für Hackschnitzelheizungen oder Heizkraftwerke. Weitere Verwendungen finden sich aber auch noch in der holzverarbeitenden Industrie oder im Pilzanbau. Die Preise sind in den letzten Jahren allerdings gestiegen, so kostete eine Tonne Waldhackschnitzel mit einem Wassergehalt von 20 bis 25 Prozent 2009 etwa 119 Euro.

Informationen anfordernHackgut als Brennstoff zu verwerten ist eine finanziell günstige und aus ökologischer Sicht sehr sinnvolle Variante des Heizens, schließlich werden Holzabfälle verwertet, die sonst keine Verwendung mehr finden würden. Für die Verbrennung des Hackguts benötigt man aber spezielle Heizungsanlagen, welche den Brennstoff automatisch fördern. Diese sind zwar in der Anschaffung erst einmal teurer als herkömmliche Öl- oder Gasheizungen, die Brennstoffkosten sind aber weitaus geringer.

Moderne Biomasseheizungen wie beispielsweise von KWB nutzen eine ganze Reihe von Brennstoffen wie Pellets oder Hackgut äußerst effizient.