Photovoltaik-Anlage als Investition

Beitrag: Photovoltaik-Anlage als Investition
Photovoltaik-Anlage als Investition - Foto: geralt / pixabay.com

Wenn Hausbesitzer keine geeignete Dachfläche haben, oder die vorhandene Dachfläche nicht ausreicht, um einen optimalen Ertrag zu erzielen, lohnt es sich eine Anmietung von Dachflächen in Betracht zu ziehen. Wenn Hausbesitzer auf der anderen Seite zwar in die Photovoltaik einsteigen wollen, aber die hohen Anschaffungskosten ein Hindernis sind, bietet sich die Möglichkeit der Vermietung der Dachfläche an Anlagenbetreiber an. Auch „Photovoltaikanlage Leasing“ kann eine Alternative sein.

Mieten, Vermieten & Verpachten

Grundsätzlich ist es am vorteilhaftesten, eine PV-Anlage zu kaufen und auf dem eigenen Dach zu montieren. Der Eigentümer profitiert direkt von seiner Investition und trifft sämtliche anfallenden Entscheidungen. Ist die Montage auf dem eigenen Dach jedoch nicht möglich, kann Dachfläche angemietet werden. Soll eine Photovoltaikanlage auf einem angemieteten Dach installiert werden, so trägt der Mieter auch die Kosten für die PV-Anlage selbst sowie die Kosten für deren Montage, die Instandhaltung und auch die Betriebskosten.

Hinzu kommt ein festgelegter Betrag, der als Miete an den Hauseigentümer, dessen Dach gemietet wird, geht. Durchschnittlich ist hierfür mit 50 – 80€ je m² für eine Vertragslaufzeit von 20 Jahren zu rechnen. Die Mietkosten allein für die Dachfläche betragen beispielsweise bei 40m² Dachfläche ca. 100 bis 160€ jährlich, also rund 2.000 bis 3.200€ für 20 Jahre.

Vorteile für den Vermieter

Der Vermieter einer Dachfläche für Photovoltaikanlagen profitiert eindeutig von den regelmäßigen und langfristigen Mieteinnahmen, die fast ohne Gegenleistung und lediglich für die Bereitstellung der Dachfläche erfolgen. Außerdem muss er kein Eigenkapital investieren und kein Darlehen aufnehmen und profitiert trotzdem von der Rendite der PV-Anlage. Die Photovoltaikanlage hält keinerlei Kosten, weder Anschaffung noch Unterhaltung, für den Vermieter bereit. Der einzige Haken ist, dass eventuell im Rahmen der Montage und Installation der Anlage für das Verlegen von Kabeln oder dem Einbau des Stromzählers mit Bauarbeiten am eigenen Haus gerechnet werden muss.

Vorteile für den Mieter

Der Betreiber der Solaranlage verdient dank der Einspeisevergütung mit der Erzeugung des Solarstroms Geld. In erster Linie ist also die Miete der Dachfläche vor allem als Investition rentabel, die einfach, sicher und krisenfest ist. Wichtig für beide Seiten sollte ein Pachtvertrag mit genauen Regelungen sein, in dem auch definiert sein sollte, was im Falle eines Hausverkaufs oder einer Versteigerung geschieht.

Info: Geeignete Dächer für die Vermietung sind nur Dächer in einwandfreiem Zustand sowie neue oder sanierte Dächer. Darüber hinaus dürfen sie nicht verschattet sein und ihre Ausrichtung sollte nach Süden, Südwesten oder Südosten liegen.

Wirtschaftlichkeit

Die Vermietung von Dachflächen für PV-Anlagen lohnt sich für Hauseigentümer, da die Mieteinnahmen regelmäßige und langfristige Erträge bedeuten und Profit aus der Rendite der Photovoltaikanlage erzielt wird, ohne dass Hauseigentümer selbst Eigenkapital einbringen müssen. Darüber hinaus entstehen dem Eigentümer keine weiteren Kosten für die PV-Anlage außer der Grundbucheintragung. Einziger Haken können Umbaumaßnahmen am Haus sein, die im Rahmen der Montage der Photovoltaikanlage notwendig sein könnten.

Betreiber der PV-Anlagen auf gemieteten Dachflächen tragen alle Kosten. Von der Beschaffung der Photovoltaikanlage bis hin zu deren Installation auf dem Dach und Inbetriebnahme. Allerdings erhält der Betreiber der PV-Anlage die Einspeisevergütung auf Grund der Einspeisung des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz.

Die Pacht für die Dachflächenmietung für PV-Anlagen beträgt in der Regel zwischen 50 bis 80€ je m² Dachfläche bei einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren. Diese entspricht der minimalen Lebenserwartung der PV-Anlage. Die Pacht kann jährlich oder als einmalige Abschlagszahlung bezahlt werden. Um Haftungsfragen oder auch Fälle von Verkauf oder Zwangsversteigerung sowie das Wegerecht zu regeln, sollte in jedem Fall ein detaillierter Pachtvertrag abgeschlossen werden.

Pachtvertrag

Der Pachtvertrag sollte verschiedene Punkte berücksichtigen:

  • Mietpreis und Zahlungsart
  • Dauer des Vertrags
  • Was geschieht bei Verkauf des Hauses oder Zwangsversteigerung? (Eintragung als (erstrangige) Dienstbarkeit)
  • Wegerecht, damit Betreiber die Anlage kontrollieren und warten können
  • Kostenregelung im Fall von Verschattung oder Ertragsverlusten
  • Sicherstellung, dass keine Verschattung entstehen darf (etwa durch Bäume/Bepflanzung im Garten)
  • Grundbucheintrag
  • Versicherungen durch Betreiber (Photovoltaikversicherung, Betreiber-Haftpflichtversicherung)
  • Was geschieht nach Vertragslaufzeit? (Abbau, Weiterführung des Vertrags, Besitz geht in den des Hauseigentümers über?)

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Photovoltaikanlage Leasing

Das Prinzip des Leasings einer Photovoltaikanlage lässt sich folgendermaßen beschreiben. Im Falle des Leasings kauft eine Leasinggesellschaft die vom Hauseigentümer ausgewählte PV-Anlage und überlässt ihm diese zur freien Nutzung gegen die Zahlung eines monatlichen Entgeltes.

Vor Abschluss des Leasingvertrags wird durch die Leasinggesellschaft eine Prüfung zur Wirtschaftlichkeit vorgenommen. Darüber hinaus werden die Kreditwürdigkeit des Kunden, die Größe und Komponenten der Anlage geprüft und Informationen über die Qualität der Anlagenbestandteile eingeholt. Zum Beispiel, ob es für einzelne Komponenten bestimmte Zertifizierungen gibt. Läuft der Leasingvertrag aus, hat der Eigentümer die Möglichkeiten, den Vertrag zu verlängern, die Photovoltaikanlage an die Leasinggesellschaft zurückzugeben oder sie ihr abzukaufen.

Rentabel ist das Leasing für Hauseigentümer, die sich eine PV-Anlage nicht selbst anschaffen wollen, aber dennoch die Möglichkeit der Solarstromerzeugung nutzen möchten. An Kosten fallen hierbei für Betreiber die vertraglich vereinbarten Leasingraten, die Beiträge für die Photovoltaikversicherung sowie die Betreiber-Haftpflichtversicherungen und die Wartungs- und Betriebskosten an. Die Kosten der Anschaffung und Montage übernimmt die Leasinggesellschaft. Die Erträge ergeben sich aus der Einspeisevergütung.


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