Photovoltaik-Module: Zertifikate

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Beitrag: Photovoltaik-Module: Zertifikate - Foto: jarmoluk / pixabay.com

Es ist nicht einfach, den geeigneten Handwerker zu finden, wenn man eine Photovoltaikanlage auf das heimische Dach oder die Fassade montieren lassen möchte. Zuständig für Solaranlagen sind sogenannte Solarteure, Fachkräfte für Solartechnik. Außerdem gibt es Zertifikate, die die Qualität von Solarmodulen bestätigen.

Die Montage einer Photovoltaikanlage ist keine leichte Aufgabe, selbst nicht für ausgebildete Handwerker etc. Daher werden spezifisch für den Solarbereich Fachkräfte für Solartechnik ausgebildet, sogenannte Solarteure. Dank ihrer Ausbildung können Sie eine kompetente Beratung zu den Themen Solarthermie, Photovoltaik (PV) und Wärmepumpe bieten. Der Begriff Solateur ist eine europaweit geschützte Wortmarke. Nur wer erfolgreich an Lehrveranstaltungen und Praxistrainings teilgenommen hat, hat die Berechtigung sich als Solateur zu bezeichnen. Als Prüfer fungiert die Handwerkskammer.

Photovoltaikanlagen-Sachkundenachweis vom TÜV Rheinland

Der Technische Überwachungs-Verein (TÜV) Rheinland vergibt einen Sachkundenachweis über das Wissen um Photovoltaik. In mehreren Modulen wird ein reibungsfreies Einsetzen der Anlage durch alle Beteiligten gelehrt, da die Montage an der Schnittstelle zwischen Gebäudehülle und Energietechnik im Gebäude aktuelles Wissen und praktische Fähigkeiten bei Planung und Erstellung von Solarthermie-Anlagen erfordert. In Seminaren werden den Teilnehmern die Technikgrundlagen, Anlagenplanung und Ertragsprognose, Know-how zum Bauen mit Photovoltaik, Wissen um elektrische Installation und Inbetriebnahme sowie Kosten und Erlöse nahe gebracht.

Zielgruppe sind Handwerker wie Elektriker, Installateure, Dachdecker, Zimmerer oder Schornsteinfeger, Architekten, Energieberater, Bauingenieure und Sachverständige nach Energiesparverordnung (EnEV). Zugelassen werden Interessenten mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem technischen Beruf. Die Prüfung in einzelnen aufbauenden Modulen wird von der unabhängigen Personenzertifizierstelle „PersCert TÜV“ vom TÜV Rheinland abgenommen.

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie

Gute Orientierung für den Auftraggeber bietet auch die Mitgliedschaft eines Betriebs in der DGS, der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie. Mitglied können nur die Betriebe werden, die sich durch eine hohe fachliche Qualifikation sowie durch ein überdurchschnittliches gesellschaftliches Engagement für die Solartechnik und erneuerbaren Energien im Allgemeinen ausweisen.

TÜV Nord: Zertifikat für Photovoltaik-Module und Wechselrichter

Der Technische Überwachungs-Verein (TÜV) Nord zertifiziert Photovoltaik-Module sowie Leistungsumrichter zur Anwendung in photovoltaischen Energiesystemen. So erhält der Kunde Sicherheit, dass die Forderungen der jeweiligen Produktnorm und die anerkannten Regeln der Technik befolgt sind. Achten Sie auf das Zeichen „TÜV NORD Baumuster-geprüft“. Getestet werden die Produkte auf Wetterfestigkeit, Lebensdauer und Sicherheitsanforderungen. Dabei werden sogar die Produktionsstätten der Photovoltaik-Hersteller und der Herstellungsprozess an sich kontrolliert. Ein ähnliches Zertifikat vergibt auch der TÜV Rheinland.

TÜV Süd: Zertifikat für Building Integrated Photovoltaik (BIPV)

Der TÜV SÜD stellte das Zertifikat für Building Integrated Photovoltaik (BIPV) aus. Auch hier wird der Nachweis geliefert, dass PV-Module und PV-Montage-Systeme die Anforderungen der relevanten Normen erfüllen. Die mechanische Resistenz und Stabilität, die Sicherheit im Brandfall und im laufenden Betrieb, sowie verschiedene Aspekte wie Lärmschutz, Ökonomie, Energie und Wärmedämmung stehen bei diesem Zertifikat im Vordergrund.


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