Mit Solarthermie Steuern sparen

Beitrag: Mit Solarthermie Steuern sparen
Mit Solarthermie Steuern sparen - Foto: Bru-nO / pixabay.com

Solarthermie, also die Warmwasseraufbereitung für Heizung oder Trinkwasser per Sonnenenergie, ist in Deutschland äußerst beliebt. Nur wenige wissen, dass die Solarthermie steuerlich absetzbar ist. Jedoch müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden.

Der Vorteil einer solarthermischen Anlage ist, dass keine Kosten für die Warmwasseraufbereitung anfallen. Ein weiterer Vorteil, der vielen Interessenten gar nicht bewusst ist, ist die steuerliche Absetzbarkeit der Anschaffung. Mit Solarthermie Steuern sparen ist also möglich, wenn auch nicht für jedermann.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ausschlaggebend für die Art der steuerlichen Abschreibung, ebenso die Regelungen aus der Tabelle für AfA (Absetzung für Abnutzung) des Bundesfinanzministeriums. Da bei solarthermischen Anlagen von einer Nutzungsdauer von 10 Jahren ausgegangen wird, können die Kosten auch 10 Jahre lang abgesetzt werden.

Achtung: Nicht jeder kann die Kosten für die Solarthermie-Anlage steuerlich absetzen. Als qualifizierte Investitionskosten können sie geltend gemacht werden, wenn Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung (§ 9 EStG) vorhanden sind. Auch als Betriebskosten, d.h. Einkünfte aus Gewerbebetrieb, § 4 Abs. 4 EStG, können Investitionen steuerlich abgesetzt werden.

Zwei Arten der Abschreibung

Es wird zwischen zwei Arten der Abschreibung unterschieden: der linearen und der degressiven Abschreibung. Je nach Anschaffungskosten muss individuell entschieden werden, ob die eine oder die andere Variante gewählt wird. Entscheidet sich der Besitzer der Anlage für die lineare Variante, können fünf Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr während der Dauer von 10 Jahren abgesetzt werden.

Bei der degressiven Variante sind es 12,5 Prozent, allerdings des sogenannten Restbuchwerts. Praktisch heißt das, dass im ersten Jahr 12,5 Prozent des gesamten Anschaffungspreises abgesetzt werden können, im zweiten Jahr 12,5 Prozent des Wertes, der nach Abzug des Vorjahres übrigbleibt, usw. Ist dieser Betrag auf fünf Prozent der Anschaffungskosten gesunken, verbleiben diese fünf Prozent bis zum Ende der Abschreibungszeit.

Es bleibt in diesem Zusammenhang noch zu erwähnen, dass zwar von der degressiven zur linearen Abschreibung gewechselt werden darf, umgekehrt allerdings nicht.


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