Solarthermie Förderung

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Solarthermie-Förderung - Foto: Alexas_Fotos / pixabay.com

Die Anschaffung einer solarthermischen Anlage ist nicht ganz billig. Gut, dass es diverse Fördermittel gibt, die die kurzzeitig hohe Investition abmildern.

Viele interessieren sich für die Möglichkeit, die Warmwasserversorgung oder die Heizung mit Solarthermie zu regeln. Was so manchen davon abhält, eine solarthermische Anlage montieren zu lassen, ist allein die Sorge vor den Kosten. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Fördermitteln für die Anschaffung einer Solarthermieanlage. Von den Förderungen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis hin zum Angebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – es gibt einige Wege, die kurzfristige, finanzielle Belastung zu mildern, aber dennoch von den langfristigen Vorteilen Gebrauch machen zu können.

BAFA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert das Anlegen von solarthermischen Anlagen. Sie muss entweder dazu genutzt werden, um die Raumluft zu heizen, für die kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung, zur Bereitstellung von Prozesswärme, zur solaren Kälteerzeugung oder als Solarkollektoranlagen, die die Wärme überwiegend einem Wärmenetz zuführen. Sind diese Kriterien erfüllt, kann ein Antrag bei der BAFA gestellt werden.

TIPP: Um eine Verzögerung zu vermeiden, sollten Sie sich zusätzlich bei der BAFA erkundigen, welche Unterlagen bei Ihrem individuellen Vorhaben erforderlich sind. Das BAFA bietet auch ein ausführliches Bonusprogramm, wenn es um die Erweiterung bezüglich eines Kesseltausches, einer förderfähigen Biomasseanlage oder einer förderfähigen Wärmepumpenanlage, einem besonders effizient gedämmten Gebäude oder einer besonders effizienten Solarkollektorpumpe geht.

KfW

Unter den vielen Möglichkeiten der Förderung von solarthermischen Anlagen steht vor allem das Kreditangebot der KfW im Vordergrund der Interessenten. Das Programm 152 „Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen“ fördert auch Nebenkosten wie solche, die beim Ausbau und der Entsorgung der alten Heizung entstehen, oder beim Einbau der Solarthermie-Anlage bei Bestandsgebäuden. Das Programm kann leider nicht mit Förderungen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) -„Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ (Marktanreizprogramm) – kombiniert werden.

Energieeffizient Sanieren

Das Programm „Energieeffizient Sanieren (152)“ fördert energetische Einzelmaßnahmen für die Sanierung der Mietwohnung, Eigentumswohnung oder des Wohngebäudes. Die energetischen Sanierungsmaßnahmen müssen technische Mindestanforderungen erfüllen. Für solarthermische Anlagen bedeutet das, dass sie, mit Ausnahme von Speichern und Luftkollektoren, mit einem zweckmäßigen Funktionskontrollgerät bzw. einem Wärmemengenzähler ausgestattet sein müssen. Die Solarkollektoren müssen außerdem über das europäische Prüfzeichen Solar Keymark verfügen oder die Anforderungen des Umweltzeichens RAL-UZ 73 erfüllen. Maßnahmen, die zur vollen Funktion der Anlage notwendig sind, werden ebenso gefördert.

Um einen Kredit der KfW zu bekommen, muss zunächst ein Sachverständiger die Angemessenheit der Maßnahmen bestätigen. Auch muss es ein Fachunternehmen des Bauhandwerks sein, das den Auftrag zuletzt ausführt. Wird der Antrag genehmigt, kann der Antragsteller mit einem Zinssatz ab 2,37 % effektiv pro Jahr rechnen. Dabei ist das erste Jahr auf jeden Fall tilgungsfrei, es müssen also dort nur die Zinsen gezahlt werden, der tilgungsfreie Zeitraum kann sogar verlängert werden. Eine lange Kreditlaufzeit von bis zu 30 Jahren bei gleichzeitiger Möglichkeit, jederzeit kostenfrei außerplanmäßig zu tilgen, spricht ebenso für das Angebot der KfW.


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