Der Energieausweis

Beitrag: Der Energieausweis
Der Energieausweis - Foto: OpenClipart-Vectors / pixabay.com

Der Energieausweis trat im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahr 2007 in Kraft. Energieausweise sind bei der Errichtung von Neubauten sowie in bestimmten Fällen der Modernisierung von Bestandsgebäuden auszustellen. Sie sind auch Pflicht beim Verkauf und bei der Vermietung von Immobilien.

Mit dem Energieausweis sollen Mieter und Käufer einer Immobilie klare Informationen über den energetischen Zustand, sowie dem Energieverbrauch des Gebäudes erhalten. Zudem gibt er Immobilienbesitzern detaillierte Hinweise auf energetische Schwachstellen und Sanierungspotentiale des Gebäudes. Der Energieausweis enthält alle wichtigen Daten, die den Energieverbrauch eines Gebäudes beeinflussen.

Veränderungen und Neuerungen finden Sie beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen

Energiebedarfsausweis

Der Energiebedarfsausweis ist die deutlich aufwendigere und detailliertere, aber auch teurere Variante des Energieausweises. Bei einer einfachen Analyse ohne Begutachtung oder Vermessung vor Ort, werden zwischen 80 und 200 Euro fällig. Bei einer detaillierten Begutachtung vor Ort, abhängig von der Größe des Gebäudes, kann der Ausweis bis zu 1.000 Euro kosten.

Der Energiebedarfsausweis gibt Auskunft über die reale Energieeffizienz eines Gebäudes. Dazu wird durch einen Fachmann der jährliche Energiebedarf durch Beheizung, Warmwasseraufbereitung und Wohnungslüftung ermittelt. In diese Berechnung fließen Faktoren wie Gebäudehülle und –dämmung, Fenster oder Dach, Baumaterialien und Bauweise sowie die Lüftungs- und Heizanlage ein. Die Nutzung regenerativer Energien wird ebenfalls beachtet. Diese Daten ergeben den jährlichen Energieverbrauch des Gebäudes bei einem durchschnittlichen Nutzungsverhalten und Klima, der als „Primärenergieverbrauch“ in den Bedarfsausweis eingetragen wird. Durch die fachmännische Ausstellung enthält der Ausweis zudem Modernisierungshinweise und Einsparpotentiale für den Immobilienbesitzer.

Energieverbrauchsausweis

Die am Verbrauch orientierte Variante des Energieausweises gibt die Energieeffizienz aus der während der Zeitspanne eines Jahres tatsächlich verbrauchten Energiemenge an. Das Ergebnis wird daher eher von der Anzahl und vom Verhalten der Bewohner als vom energetischen Zustand des Hauses beeinflusst. So wird in einem Haus mit Familien sicher mehr verbraucht als in einem mit berufstätigen Singles. Auch eine längere Abwesenheit der Bewohner (vor allem im Winter) kann das Ergebnis beeinflussen. Die Kosten für einen Energieverbrauchsausweis liegen je nach Art der Datenerfassung zwischen 25 Euro und 100 Euro.


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