Wohngebäudeversicherung: sinnvoll für Eigentümer?

Eine sogenannte verbundene Wohngebäudeversicherung schützt den Eigentümer vor Risiken, die sich aus Bränden, Sturm- oder Leitungswasserschäden ergeben könnten.

Versicherungen helfen im Schadensfall

Wie der Name es bereits sagt, versichert die Wohngebäudeversicherung das Gebäude an sich, ohne dessen Inhalt an beweglichen Sachen zu versichern. Ziel einer solchen Versicherung ist es, eine Kostendeckung zu schaffen, die für einen eventuellen Wiederaufbau oder Sanierung des Gebäudes entstehen könnten, oder um weitere Kosten einer der obengenannten Gefahren zu tragen.

In Deutschland  wurden Ende 2006 mehr als 20 Millionen dieser Wohngebäudeversicherungen verzeichnet – doch was ist der Vorteil einer solchen Versicherung?

Die versicherte Sache

Zu den versicherten Sachen, die die Versicherung abdeckt, zählt unter Anderem Gebäudezubehör wie Klingeln, Briefkasten, Mülltonnen oder Terrassen. Sonstiges weiteres Zubehör wie Gartenlauben, Hundehütten oder auch Hof- und Gehwegbefestigungen müssen bei Vertragsabschluss explizit erwähnt werden.

Auch extra angefertigte Einbaumöbel, die individuell für das Gebäude erstellt wurden zählen dazu, soweit diese sich im Gebäude befinden oder daran angebracht sind und der Instandhaltung zu Wohnzwecken dient.

Andere Gebäudeteile  sowie Abwasserrohre und normale Wasserleitungen außerhalb des Grundstücks werden nur nach gesonderter Vereinbarung versichert.

Umfang der Versicherung

Die Versicherung umfasst drei Versicherungen in einem Vertrag: die Feuer-, die Leitungswasser- und die Sturmversicherung. Man kann jede der drei Formen einzeln oder in Kombination verknüpfen und abschließen. Die versicherten Gefahren pro Versicherung sind klar definiert und bestimmen den Umfang des Versicherungsschutzes für das Gebäude. Hier die drei Formen im Detail:

Feuerversicherung:

In dieser Versicherung sind alle Schäden, die durch Brand, Blitzschlag (sofern dieser direkt in Ihr Haus einschlagen sollte), Explosion, Abstürze von Flugzeugen sowie Folgeschäden durch das Löschen von Bränden, Abriss oder Ausräumen und Abhandenkommen von Gebäudeteilen enthalten. Weitere Risiken kann man per Sondervereinbarung mit abschließen (z.B. Schäden durch indirekten Blitzeinschlag etc.).

NACHTEIL der FEUERVERSICHERUNG:  Sachen, die durch Hitzeeinwirkung Schaden anrichten, aber dabei nicht in Brand gesetzt werden, sogenannte Sengschäden, sind von der Versicherung ausgeschlossen.

Sturmversicherung:

Absicherung aller Stürme mit einer Geschwindigkeit von mehr als 60 km/h sowie Folgeschäden durch mögliche umgestürzte Bäume, Telefonleitungen, Versorgungsmaste etc. Auch Schäden durch Hagel, Schnee, Felsabgänge, Steinschlag oder Erdrutsche sind versichert. Ebenso sind alle als unvermeidliche Folgen und durch Abhandenkommen dieser Ereignisse entstandenen Schäden versichert.

NACHTEIL der STURMVERSICHERUNG: Als nicht versichert gelten Schäden durch Überschwemmungen, Lawinen, Muren, Sturmfluten und Felsbrocken oder Erdmassen, die im Zusammenhang mit Bauarbeiten oder bergmännischen Tätigkeiten aller Art stehen. Auch Schäden, die aufgrund von einer mangelhaften Instandhaltung des Gebäudes oder durch Bau- und Renovierungsarbeiten entstanden sind, sind nicht versichert.

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Leitungswasserschadenversicherung:

In dieser Versicherung sind alle Schäden durch Wasser, das aus wasserführenden Anlagen sowie aus angeschlossenen Maschinen oder Einrichtungen austritt. Außerdem sind Frost- und Bruchschäden an Rohrleitungen sowie Frostschäden an angeschlossenen Einrichtungen genauso versichert wie Kosten bei eventuellen Auftauaktionen im Winter.

NACHTEILE der LEITUNGSWASSERVERSICHERUNG: Schäden, die durch Witterungsniederschläge und dadurch bedingten Wasserrückstau, Grund- und Hochwasser, Wasserverlust und Hausschwamm entstehen, sind nicht abgedeckt.