Förderprogramme der Bundesländer, Kommunen und Kirchen

Fast alle Bundesländer, ausgenommen Berlin, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern, vergeben günstige Darlehen oder Zuschüsse fürs Eigenheim. Diese beinhalten unter Anderem zinslose oder zinsgünstige Darlehen, einmalige Baukostenzuschüsse oder Aufwendungshilfen, die laufende Kreditbelastungen senken.

Die Förderprogramme der Bundesländer

Haken hierbei ist, dass die Fördermittel meist nur an Familien mit Kindern vergeben werden und diese für fast alle Förderprogramme Einkommensgrenzen gelten. Chancen auf Förderung haben allerdings nicht nur Geringverdiener. Außerdem ist die Anzahl der Fördermittel für ein Jahr begrenzt und schnell ausgeschöpft, sodass neue Antragsteller leer ausgehen.

Weitere Förderprogramme, wie Baukostenzuschüssen oder verbilligten Bauplätzen, werden von einigen Städten und Gemeinden angeboten. Diese sind jedoch auch meist für Familien mit Kindern vorbehalten.

Die katholischen und evangelischen Kirchen in Deutschland stellen ebenfalls Förderangebote für bauwillge Familien zur Verfügung. Sie vergeben zinsgünstige oder sogar zinslose Darlehen und bestellen zusätzlich Erbbaurechte, die für den Bauherrn im Vergleich zum Grundstückskauf deutlich preisgünstiger sind.

Kredite für Modernisierer

Die KfW fördert fast alle Maßnahmen zur Modernisierung von Wohneigentum. Ihre Programme "Wohnraum modernisieren" und "Energieeffizient sanieren" stellen Darlehen zu Verfügung für Bauherrn, die ein Haus oder eine Wohnung sanieren beziehungsweise modernisieren. Der Darlehenhöchstbetrag, im Programm "Energieeffizient sanieren", liegt ab 01. April 2009 bei 75.000 Euro. Hierbei gilt: je umweltfreundlicher und energiesparender desto niedriger der von der KfW berechnete Zinssatz.

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Der Kauf einer neusanierten Immobilie wird ebenfalls gefördert. Wenn Sie Ihr Eigenheim mit einer Photovoltaikanlage oder Wärmepumpen ausstatten möchten und sich von einem zugelassenen Energieberater vor einer Sanierung informieren lassen, erhalten Sie dafür Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Steuervorteil für Baudenkmäler

Möchten Sie eine Immobilie, die unter Denkmalschutz steht oder in einem behördlich anerkannten Sanierungsgebiet liegt, sanieren, können Sie mit eine hohe Steuerförderung rechnen. Für einen Zeitraum von zehn Jahren erkennt das Finanzamt jeweils neun Prozent der steuergeförderten Sanierungskosten als Sonderausgaben in Ihrer Einkommenssteuererklärung an. Die Sanierungsarbeiten dürfen jedoch erst nach Abschluss des Kaufvertrags beginnen.

Zu beachten ist, dass gerade aufgrund der Steuerersparnisse Baudenkmäler oft überteuert angeboten werden und Sie, um Steuervorteile zu erhalten, eine Reihe von Regeln beachten müssen. Es bietet sich daher an, sich professionelle Hilfe vom Steuerberater zu holen, damit Sie alle steuerlichen Vorteile optimal nutzen können und Ihr Geld möglichst effektiv investieren.