Welche Eigenleistung ist realistisch?

Durch selbst erbrachte Leistung beim Hausbau sparen – das klingt verlockend, wird von vielen Bauherren jedoch zu leichtfertig in Angriff genommen. Was sich die meisten nämlich im Vorfeld nicht ausreichend vor Augen halten: Eigenleistung spart lediglich die Lohnkosten ein, die sonst für die Baufirma fällig würden. Das Material für diese Arbeiten müssen jedoch Sie beschaffen und verbauen. Wer das nicht realistisch kalkuliert, kann in punkto Kosten einsparen schnell auf die Nase fallen.

Welche Eigenleistung ist realistisch?

Um den eigenen Arbeitsaufwand kalkulieren zu können, ist es hilfreich, sich folgende Fragen zu stellen: Wie viel Geld möchte ich einsparen? Wie viel Zeit kann ich – realistisch eingeschätzt! –aufbringen? Inwieweit bin ich oder sind meine Helfer handwerklich zu der Ausführung der Arbeiten fähig? Wie auch immer Zeit und Geschick vom Bauherrn eingeschätzt werden, generell raten Experten, nicht mehr als fünf bis zehn Prozent der Gesamtkosten als Eigenleistung einzuplanen.

Realistische Kostenschätzung

Die sicherste Vorgehensweise: Lassen Sie sich vom Bauträger einen detaillierten Kostenplan erstellen, bei dem alles, was Sie in Eigenleistung ausführen wollen, genau in Lohn- und Materialkosten angegeben ist. Berechnen Sie anschließend das Einsparpotential Ihrer Eigenleistungen – hierbei sollten keinesfalls Fahrtkosten und Beiträge zur Bauberufsgenossenschaft für Ihre Helfer vergessen werden.

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Geld können Sie auch einsparen, indem Sie ganz genau die Preise des Materials vergleichen und sich verschiedene Angebote der Handwerker zukommen lassen, durch clevere Planung lässt sich auf diesem Gebiet des Hausbaus sehr viel Geld einsparen. Denn die Preisunterschiede sind enorm. Aber: nehmen Sie keine billigen, sondern gute Handwerker – das wird sich auszahlen.

Was kann getan werden?

Generell bieten sich Innenarbeiten an: Streichen, tapezieren und Teppich verlegen kann mit ein wenig Geschick auch der Laie. Wer ein wenig Fachkenntnisse vorweisen kann und genug Zeit zur Verfügung hat, kann außerdem mit Maurerarbeiten sehr viel einsparen. Ebenfalls gut für Eigenleistung geeignet sind Außenanlagen: Das Anlegen von Garten, Terrasse, Wegen und Zäunen kann der Bauherr zu großen Teilen selbst erledigen.

Einen Zeitplan aufstellen

Versuchen Sie, einen realistischen Zeitplan zu erstellen und alle Helfer „verbindlich“ für bestimmte Arbeiten einzuteilen, die in einem bestimmten Zeitfenster erledigt werden sollen. Beachten Sie dabei: Was ein erfahrener Handwerker an einem Tag schafft, dauert beim Laien mindestens drei. Das liegt nicht nur an mangelnden Fähigkeiten und Erfahrung, sondern auch daran, dass Sie die Arbeiten auf der Baustelle eventuell erst nach Feierabend beginnen und somit müde und zeitlich eingeschränkt sind. Je schneller Sie im Endeffekt mit den Arbeiten fertig sind, desto besser, denn jeden Monat wollen die Mietwohnung sowie Bauzinsen für schon ausgezahlte Kredite, zum Beispiel zur Finanzierung des Rohbaus, bezahlt werden.