Die Auswahl der richtigen Innentüren nicht überstürzen

Egal, ob man gemütlich in zwei Zimmern oder in einem großzügigen Haus wohnt - wer ein Dach über dem Kopf hat, der hat meist auch Innentüren.

Innentüren

Innentüren sind sowohl eine Abgrenzung einzelner Räume untereinander als auch die Verbindung zwischen beiden, außerdem ein Schallschutz und nicht zuletzt das Mittel, um anderen einen Raum unzugänglich zu machen, sprich: abzuschließen. Die Auswahl an Innentüren ist groß: So kann man allein bei der Funktionsweise schon zwischen mehreren Möglichkeiten wählen. Während die Bewegung einer Haustür meist die gleiche ist (Anschlagtür, bei der sich das Türblatt beim Öffnen ins Innere des Hauses bewegt), kann man bei einer Innentür mehr variieren, z.B. mit Schiebe-, Falt- oder Schwingtüren. Einer der wichtigsten Punkte beim Kauf von Innentüren aber ist die Wahl des Materials.

Holztüren sind weiterhin der Maßstab

Der unangefochtene Klassiker ist nach wie vor die Holztür. Sie ist fest und zur gleichen Zeit verhältnismäßig leicht, außerdem zeichnet sie sich durch eine gute Wärmedämmung aus. Auch die Gestaltungsmöglichkeiten von Holztüren sind vielfältig, nicht zuletzt duch verschiedene Holzfarben und -maserungen. Doch eine Holztür ist nicht gleich eine Holztür: Es gibt große Unterschiede bei der Herstellungsweise, der Qualität und damit auch im Preis.

Beim Massivholz, auch Vollholz genannt, wird das Holzgefüge vollständig unberührt gelassen. Der Nachteil ist, dass sich Massivholztüren verziehen können, z.B. wenn sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommen oder extremen Temperaturen ausgesetzt sind. Deswegen entscheiden sich viele für andere Varianten, die zwar in der Regel weniger hochwertig, aber auch preisgünstiger sind. Viele Türen sind beispielsweise aus Holzwerkstoffen: Hier wird das Holzgefüge, meist durch chemische Bearbeitung, verändert. Zu den Holzwerkstoffen gehören z.B. Spanplatten und Sperrholz. Bei der Herstellung von Furnier wiederum wird  billiges Holz oder ein Holzwerkstoff mit dünnen Blättern aus edlerem Holz belegt.

Glastüren für helle Räume

Wer Wert auf helle Wohnräume legt, entscheidet sich vielleicht für Glastüren. Die Lichtdurchflutung ist nicht ihr einziger Vorteil, man kann auch den angrenzenden Raum im Blick behalten, selbst wenn die Tür geschlossen ist und so Geräusche und Gerüche aus dem Nebenraum fernhält. Das ist etwa dann besonders hilfreich, wenn Kinder im Haus sind, außerdem wirkt dadurch auch die Wohnung größer.

Türen aus Kunststoff sind ebenfalls vergleichsweise günstig. Auch sie zeichnen sich durch geringes Gewicht und gute Wärmedämmung aus, und vor allem was die Optik betrifft, gibt es bei Kunststofftüren so gut wie keine Grenzen. Außerdem werden, während man Metall-, Stahl- oder Eisentüren in einem Wohnhaus wohl eher selten findet, auch Aluminiumtüren des öfteren für das Eigenheim ausgewählt. Was Beschläge und dekorative Türelemente betrifft, spielen aber auch Stahl und Metall eine wesentliche Rolle.

Wer trotz der großen Auswahl nicht die Tür findet, die er gerne hätte, oder mit der großen Auswahl schlichtweg überfordert ist, kann mit seinen Wünschen immernoch zum Schreiner gehen - in diesem Fall darf man zwar nicht mit einem Schnäppchenpreis rechnen, dafür hängt dann aber auch ein Unikat in den Angeln.