Kostenersparnis durch richtige Dämmung

Betriebskostenabrechnungen waren in den letzten Jahren scheinbar oft auf Zwiebelpapier gedruckt: Bei Ihrem Anblick kamen so manchem die Tränen. Schuld an den hohen Kosten sind meist die stetig steigenden Preise für Energie und Wärme. Grund genug, bei der Planung des neuen Hauses gleich auf eine richtige Dämmung zu achten, um Wärmeverluste möglichst zu vermeiden.

Dämmstoff: Grundvoraussetzung einer effektiven Gebäudedämmung
Das Dämmmaterial ist die Grundvoraussetzung für die Gebäudedämmung

Die Wärmedämmung ist dabei natürlich nur eine von vielen, dafür umso grundlegenderen Möglichkeiten, sein Haus auf eine möglichst gute Energieeffizienz zu trimmen, da sie vor allem hilft, Wärmeverluste zu minimieren. So können auch Kosten gespart werden, denn was ein Haus möglichst gut im Inneren (Wärme) bzw. draußen (Kälte) hält, braucht nicht unter Einsatz von Energie neu erzeugt und teuer bezahlt werden. Gerade in Zeiten gallopierender Preise für Energie zahlt sich ein energetisch optimiertes Gebäude trotz anfangs höherer Investitionen früher oder später im Portemonnaie aus.

Ein Gebäude verliert seine Wärme vor allem durch seine Außenhülle, sprich Wände, Dach, Fenster und Böden. Sind diese schlecht gedämmt, kühlen sie im Winter an ihrer Innenseite stark aus und leiten die Kälte an den Innenraum weiter. Gerade an diesen Stellen ist also eine besonders wirksame Dämmung nötig.

Dämmung heißt auch mehr Wohnkomfort

Wärmedämmung bedeutet aber nicht nur, die Wärme im Haus zu behalten. Inbesondere im Sommer soll eine effektive Dämmung die Wärme draußen halten und eine übermäßige Erhitzung der Innenräume verhindern. Spätestens seit der Hitzeperiode im Juli 2010 hat wohl jeder gemerkt, wie schwer es ist, einen bereits aufgeheizten Wohnraum wieder auf angenehme Temperaturen zu bringen. Da die Luft im Freien auch nachts nur wenig abkühlt, hat das Stoßlüften der Wohnung oft nur einen geringen Effekt. Stattdessen laufen oft Klimageräte oder Ventilatoren, die oft nur einen kleinen Effekt auf die Raumtemperatur haben, dafür aber die Stromrechnung in die Höhe treiben.

EneV gibt die Maßstäbe vor

Wer sich von guten Argumenten wie der Kosteneinsparung durch geringeren Energieverbrauch und auch den erhöhten Wohnkomfort durch eine warme Wohnung im Winter bzw. eine angenehm kühle Wohnung im Sommer nicht überzeugen lässt, dem setzt spätestens die EneV enge Grenzen.

Hausbauern bleibt heutzutage praktisch keine andere Möglichkeit, als den Neubau möglichst effektiv zu dämmen. Die aktuelle Energieeinsparverordnung gibt so strenge Richtlinien zur Energieeffizienz vor, dass die Energiebilanz eines nicht optimal gedämmten Hauses nur über eine besonders effektive und energiesparende Heizungsanlage ausgeglichen werden kann.

Der U-Wert entscheidet

Entscheidend für die Güte der Dämmung ist dabei der sogenannte U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient). Der U-Wert ist umso niedriger, je besser die Dämmung ist. Auch hier setzt die EneV wieder spezielle Grenzwerte fest, die eingehalten werden müssen – zwar nicht direkt in einem definierten U-Wert, sondern im spezifischen Transmissionswärmeverlust, in den der Wärmedurchgangskoeffizient einfließt.


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