Die rheinische Metropole Köln, in der Wohnungen übrigens sehr begehrt sind, ist die größte Stadt in Nordrhein-Westfalen. Wer in Köln eine Immobilie kaufen will, muss aber schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Allerdings schrammt sie mit 995,397 Einwohnern knapp am Attribut "Millionenstadt" vorbei, verpasst auch die Medaillenränge der größten Städte Deutschlands hinter Berlin, Hamburg und München lediglich um einen Platz und der Dom ist auch nur die zweitgrößte Kirche Deutschlands. Das macht dem Kölner aber nichts aus, denn er kann sich damit trösten, in einer Wirtschafts-, Wissenschafts-, Medien- und Kulturmetropole mit internationalem Ansehen zu leben. Große Industriekonzerne wie Ford oder Procter & Gamble produzieren in Köln, die Deutz AG wurde sogar nach einem Stadtteil benannt. Zudem ist Köln ein absolut angesagter Medienstandort. Medienunternehmen wie RTL oder Endemol haben hier ihre Studios, Brainpool produziert eine ganze Reihe (TV Total, Schlag den Raab u.a.) seiner Formate in Köln-Mülheim und auch der Dauerbrenner der ARD, die Lindenstraße, wird in Köln gedreht.
Dementsprechend gestalten sich auch die Mietpreise, die in den offiziell 9 Stadtbezirken mit ihren 96 Stadtteilen durchschnittlich bei gehobenen 8,32€/m²/Monat liegen (Deutschland: 6€). Dabei variieren die Preise je nach Rheinseite deutlich: Während man im rechtsrheinischen Köln-Kalk oder Köln-Porz für durchschnittlich ca. 7€/m²/Monat wohnen kann, liegen in einigen linksrheinische Vierteln wie der Altstadt die Mieten deutlich über 9€/m²/Monat.
Apropos Altstadt: Dort befindet sich das kulturelle Wahrzeichen Kölns, der Dom. Die im gotischen Stil erbaute römisch-katholische Kirche war von 1880 bis 1884 das weltweit höchste Gebäude und ist heute eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands - 2007 wurden rund sechs Millionen Besucher gezählt. Köln hat aber nicht nur der Dom zu bieten, sondern hat auch ein außerordentlich reichhaltiges Nachtleben, Kultur- und Eventangebot. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, wenn direkt neben kulturellen Highlights wie der altehrwürdigen Philharmonie ein hipper Szeneclub liegt - Köln ist eben offen und tolerant.
Aber nicht nur die Stadt hat ein besonderes Flair, auch die Einheimischen sind ein spezielles Völkchen. Wenn der Kölner singt: "Mer lasse de Dom in Kölle, denn da jehört er hin", runzelt der Rest der Republik eher die Stirn über den Kölner Humor und denkt sich seinen Teil. Und so trinkt der Kölner auch mit dem ihm eigenen Stolz sein stark verdünntes Bier mit dem Namen "Kölsch" aus schmalen 0,2l Gläsern, die wie von Geisterhand nachgefüllt werden; wähnt den 1. FC Köln als Deutschen Meister und wird einmal im Jahr "jeck", wenn im Februar der Fröhlichkeitswahnsinn namens Karneval ansteht. Wenn Ihnen also auf der Straße ungewöhnlich viele Menschen mit roten Pappnasen entgegenkommen, sollten Sie sich vor tieffliegenden Bonbons ("Kamelle") in Acht nehmen!
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