Das Wahrzeichen der 500.000-Einwohnerstadt ist ganz klar der Hafen, der in der Summe seiner kleineren Einzelhäfen der größte Binnenhafen der Welt ist. Auf einer Gesamtfläche vom 10 km² in 21 Hafenbecken werden jährlich über 110 Millionen Tonnen umgeschlagen. Rund 36.000 Arbeitsplätze sind direkt mit dem „duisport“ verbunden – damit ist er die Lebensversicherung der Stadt.
Duisburgs zweites großes Standbein war und ist immer noch die Stahlindustrie. Mit seinen sieben Hochöfen ist die Stadt heute das Zentrum der mitteleuropäischen Stahlindustrie, alleine die Hälfte des in Deutschland erzeugten Roheisens kommt aus Duisburg. Dennoch lässt sich nicht verheimlichen, dass Duisburg wie viele andere Industriestandorte des Ruhrgebietes einen schmerzhaften Strukturwandel vollziehen muss.
Von einst fast 70.000 Beschäftigten in der Stahlindustrie sind nur noch 16.000 übrig geblieben, die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sank um 130.000 auf aktuell 150.000. So ist es auch kein Wunder, dass die Stadt heute unter einer überdurchschnittlichen Arbeitslosenquote von 13,1 % (Stand August 2011) zu leiden hat, verbunden mit einem Rückgang der Kaufkraft. Die Probleme schlagen sich auch bei den Mietpreisen nieder, selbst für einen Neubau mit guter Wohnlage und –qualität werden im Schnitt lediglich 7,30€/m² verlangt. Ältere Wohnungen in einfacheren Wohnqualität sind schon für ca. 4,51€/m² zu haben.
Duisburg versucht inzwischen verstärkt, diesen Problemen entgegenzuwirken. Die Stadt wandelt sich zu einem Standort für chemische Industrie, Maschinen- und Schiffbau, Nahrungs- und Genussmitteindustrie sowie zu einem Logistik- und Dienstleistungszentrum. Mit der Universität Duisburg-Essen etabliert sie sich zudem als Wissenschaftsstandort.
Wer in Duisburg Ablenkung vom Alltag sucht, wird mit einem umfangreichen Angebot an Kultur, Sehenswürdigkeiten und Ausgeh- und Erholungsmöglichkeiten überrascht. Am Innenhafen sowie am Dellplatz (aber natürlich nicht nur da) kann man sich gepflegt ins Nachtleben stürzen. Dort laden etliche Lokale und Bars zum Biernippen und Cocktailschlürfen ein.
. In Duisburg-Hamborn kann man im Delta Music-Park, einer der größten Diskotheken Deutschlands, seinen Körper rhythmisch zur Musik bewegen. Wer lieber Anderen bei der Bewegung zusieht, besucht am Besten eine Aufführung im Stadttheater oder ein Heimspiel des MSV Duisburg. Und wer von dem ganzen Trubel genug hat und einfach mal entspannen will, kann sich in einem der zahlreichen Naherholungsgebiete ausruhen. Der Duisburger Stadtwald ist zum Beispiel der drittgrößte Stadtwald in Deutschland.
Wer sich also die Mühe macht und hinter die Industriefassade der Stadt sieht, kann auf jeden Fall eine Menge Schönes entdecken.