Die Textilindustrie prägte lange Zeit das Stadtbild von Bielefeld. Gerne spricht man auch davon, dass sich Bielefeld wie am „leinenen Faden“ zu Zeiten der Industrialisierung zur Großstadt entwickelt hat. Mittlerweile hat sich das ökonomische Bild der Stadt verändert und vor allem Unternehmen aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der Druck- und Bekleidungsindustrie sowie der Bauwirtschaft und des Maschinenbaus finden sich in Bielefeld wieder. Mit 9,3% (Stand Januar 2011) liegt die Arbeitslosenquote in der Leinenstadt leicht über dem deutschen Schnitt.
Wer sich in Bielefeld niederlassen möchte, sollte abwägen, ob er Altbau (ca. 5€/m²) oder Neubau (bis zu 6,50 €/m²) mieten möchte. Die Wahrscheinlichkeit, ein Stückchen Grün vor der Haustür zu haben ist in der Ostwestfalen-Metropole durchaus hoch, denn Bielefeld ist die Großstadt mit den meisten Grünflächen pro Einwohner in Deutschland.
Das Wahrzeichen der Stadt, die Sparrenburg, thront majestätisch auf dem Sparrenberg hoch über der Stadt. Die mächtige Festungsanlage liegt direkt am 156 Kilometer langen Hermannsweg, einem der längsten Höhenwanderwege Deutschlands. Ein Besuch der Burg lohnt sich, denn der Blick über Bielefeld und den umliegenden Teutoburger Wald ist mehr als sehenswert. Übrigens ist die Sparrenburg Endstation des jährlichen Herrmannslauf durch den Teutoburger Wald. Start dieses über 30km langen Laufs ist das weltberühmte Herrmannsdenkmal, im Herzen Ostwestfalens. Herrmann ist die deutsche Übersetzung für Arminius, Feldherr der germanischen Stämme, die 9 nach Christus den Römern eine entscheidende Niederlage zufügten. Besagter Arminius ist auch der Namensgeber des bekanntesten Sportvereins Bielefelds, der Arminia, eines Fußball-Zweitligisten.
Kulturell lädt Bielefeld seine Besucher herzlich ein, entweder einen entspannenden Spaziergang im 90-jährigen Botanischen Garten zu unternehmen, oder sich in eine der zahlreichen Kunsthallen, Theater und Museen zu erfreuen.
Ach ja, eine Eigenheit sollte noch erwähnt sein: Bielefelder haben eine eigene Sprache, also seien Sie nicht verwundert, wenn Sie Menschen von „Pillepoppen“ reden hören – dies sind entweder Zoologen oder Tierliebhaber, denn das bedeutet nichts weiter als: Kaulquappen.