Tischlein, deck dich!
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Neben gut ausgewählten Speisen und Getränken, spielt für das perfekte Dinner vor allem die Tischdekoration eine wichtige Rolle. Sie sollte das Thema des Abends aufgreifen und Harmonie vermitteln, sodass sich Gäste und Gastgeber sogleich wohlfühlen und den Abend in vollen Zügen genießen können. Wie Sie Ihr persönliches perfektes Dinner durch eine stilvolle Tischdekoration und angemessener Vorbereitung abrunden, erfahren Sie hier. |
Bevor Sie damit beginnen den Tisch zu decken, sollten Sie sich Gedanken über die Anordnung des Tisches im Raum machen. Sorgen Sie dafür, dass jeder Gast genügend Platz hat, sowohl zum Nachbarn als auch zur Wand, und niemand einem starken Zugluft oder Lichteinfalls ausgesetzt ist. Der Tisch sollte nicht wackeln, am besten befestigen Sie kleine Filz- oder Korkscheiben unter den Tischbeinen.
Eine gute Sitzordnung erfordert Planung
Der idealen Sitzordnung bedarf es ein paar wichtiger Regeln. Bei Geschäftsessen gilt der Platz zur Rechten des Gastgebers als der wichtigste. Hier sollte der Ehrengast oder der wichtigste Geschäftspartner Platz nehmen. Als Leitfaden gilt: Je weiter der Gast vom Gastgeber entfernt sitzt, umso niedriger ist seine "Rangstufe". Ziel einer guten Sitzordnung ist es, den Anwesenden einen schönen Abend neben angenehmen Gesprächspartnern zu ermöglichen. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass Sie Gäste mit ähnlichen Interessen nebeneinander setzen.
Bewährt hat sich vor allem die Trennung der Pärchen oder Ehepaare. Setzen Sie die beiden nicht nebeneinander, sondern gegenüber. So integrieren sie sich durch Gespräche mit ihrem direkten Sitznachbarn leichter in die Gruppe. Ebenfalls gilt, dass, entgegen der vorherrschenden Praxis abwechselnd Mann und Frau nebeneinander zu setzen, es sich bewährt hat, jeweils zwei Frauen und zwei Herren abwechselnd zu platzieren. Auf diese Weise lassen sich gemeinsame Gesprächsthemen oft einfacher finden und jede Dame verfügt trotzdem über einen passenden Tischherrn.
Tischdecken niemals alleine auflegen
Planen Sie für jeden Gast ungefähr 80 cm Armfreiheit ein. Bei größeren Runden empfiehlt sich die Anbringung einer Sitzplatzordnung vor dem Veranstaltungsraum, die Ihren Gästen die lästige Sitzplatzsuche erspart. Andernfalls greifen Sie auf die altbewährten Sitzplatzschilder zurück und geleiten Ihren Ehrengast oder wichtigsten Geschäftspartner zu seinem Sitzplatz.
Die "Dreifaltigkeit"
Nun kommt erst der eigentliche Teil des Tischdeckens. Bevor Sie die Tischdecke auflegen ist es ratsam, eine Moltonunterlage auf die Tischfläche aufzulegen. Diese verhindert, dass die Tischdecke rutscht und unangenehme Geräusche, die beim Absetzen von Gläsern und Besteck auf dem Tisch erfolgen, entstehen. Danach erst kommt die Tischdecke, die gewöhnlich über drei Falten (Ober-, Mittel- und Unterbruch genannt) verfügt.
Der Oberbruch wird parallel zur Lichtquelle gelegt, da er als der höchste der drei Falten andernfalls Schatten wirft. Zudem sollten immer zwei Personen die Tischdecke auflegen um unnötige Krausen und Falten zu vermeiden. Legen Sie mehr als ein Tischtuch auf, ist es wichtig, dass die Überhänge gleich lang sind und Bruch auf Bruch liegt.
Stilvolle Dekoration als i-Tüpfelchen
Danach beginnen Sie mit der Dekoration, die harmonisierend mit dem Anlass des Dinners und nicht zu überschwänglich sein sollte. Verzichten Sie auf zu viel und ausschweifenden Schnickschnack und halten sich lieber an traditionelle Blumengestecke und Kerzenhalter, aber auch der ein- oder andere Nippes darf auf dem Tisch zu finden sein -so lange er dem Anlass entspricht. Gehen Sie bei der Dekoration zentral von der Tischmitte aus und vermeiden Sie zu hohe Dekoration, die Ihnen und Ihren Gästen die Sicht versperrt.
Brotteller und Gläser zum Platzteller ausrichten
Nun werden Platzteller und Besteck etwa einen Zentimeter von der Tischplatte aufgelegt. Das Besteck wird von innen nach außen eingedeckt- Gabeln links und Messer und Löffel rechts vom Platzteller. Zur Linken des Platztellers dürfen maximal drei Besteckteile liegen und zur Rechten maximal vier. Der Brotteller wird links neben das Gedeck positioniert und das Brotmesser mit der Schneide nach links auf den rechten Rand gelegt.
Anschließend werden die Gläser eingedeckt, wobei das Glas für den Hauptgang als Ausgangspunkt gilt und die restlichen Gläser nach diesem ausgerichtet werden. Es steht in direkter Linie über dem Hauptgangmesser und ist in der Regel das Rotweinglas. Das Weißweinglas steht im 45° Winkel rechts unterhalb des Rotweinglases und das Wasserglas, steht im 45° Winkel rechts unterhalb des Weißweinglases der rechten Hand am nächsten. Ist der Tisch gedeckt und die restlichen Vorbereitungen abgeschlossen, sollten Sie sich noch einmal der Zimmertemperatur vergewissern, gegebenenfalls durchlüften und sich dann für den Empfang Ihrer Gäste vorbereiten.
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