Der perfekte Gastgeber
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Als perfekter Gastgeber sind Sie für das Wohlbefinden Ihrer Gäste verantwortlich. Dabei geht es natürlich an erster Stelle um die (gute) Verpflegung, aber genauso wichtig ist, dass Sie dafür sorgen, dass alle Gäste einander bekannt gemacht werden.
Bei der förmlichen Vorstellung der Gäste nennen Sie die Namen der Hinzukommenden zuerst: „Hier kommen Herr und Frau xy.“ |
Danach nennen Sie die Namen der schon anwesenden Personen, beginnen Sie mit der ältesten oder wichtigsten Person und fahren dann fort, wie die Gäste stehen. Der Rangordnung können Sie natürlich auch folgen, aber das nur, wenn Sie den Hinzukommenden Gästen damit Informationen vermitteln wollen.
Während der Vorstellung der jeweiligen Personen können Sie schon kleine Anekdoten oder Informationen einfließen lassen, woran die Gäste ihr Gespräch anknüpfen können. Zum Beispiel: „Herr S. restauriert Oldtimer, Herr F. möchte sich demnächst einen Oldtimer kaufen.“ Und schon sind beide im Gespräch.
Wer sitzt neben wem?
Sind alle Ihre Gäste eingetroffen, können sie Platz nehmen. Jetzt ist es wichtig, dass die eine harmonische Tischordnung erstellt haben. An diesen Punkten können Sie sich orientieren: Paare werden getrennt, der Gastgeber bildet das Zentrum, der weibliche Ehrengast sitzt rechts vom Gastgeber und der männliche links. Jeweils der Herr an der linken Seite der Dame ist ihr Tischherr, achten Sie daher darauf, abwechselnd Mann und Frau zu platzieren.
Beim Versenden der Einladung können Sie es Ihren Gästen leicht machen, indem wirklich alle wichtigen Informationen darauf zu finden sind. Wann und wo, gibt es ein Essen oder handelt es sich um eine Coktailparty, wie kann man Ihr Domizil erreichen (etwa welche Ubahn-Haltestelle), wo können die Gäste ihr Auto parken. Wichtig ist, auch die Gäste über die Kleiderordnung zu informieren, sodass am Ende keiner in Verlegenheit gerät. Gut für Ihre Planung ist, wenn Sie auf der Einladung um Rückmeldung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt bitten.
Auf Raucher achten
Neben der aufmerksamen, kulinarischen Versorgung Ihrer Gäste sollten Sie auch immer wieder einen Blick in die Toilette werfen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Ob Sie den Rauchern unter Ihren Gästen gestatten in der Wohnung zu rauchen, hängt natürlich von Ihrer Entscheidung ab, sie können ansonsten auch einen Kompromiss schließen, vor und während dem Essen müssen alle auf der Terrasse rauchen, zum Digestif und später ist das Rauchen drinnen dann erlaubt.
Ein Essen für andere auszurichten ist natürlich am Schönsten, wenn man Gäste im Haus hat, über die man sich freut, deren Vorlieben und Abneigungen man schon kennt und mit denen der Gesprächsstoff nie ausgeht. Handelt es sich aber eher um eine geschäftliche Verabredung sind Sie als Gastgeber bestimmt aufgeregter und die Stimmung ist am Anfang wohl noch förmlich und steif, was sich aber im Lauf des Abends hoffentlich ändert.
Lust auf mehr?
Nun zu einigen klassischen Menüregeln, die Ihnen das Planen der Abfolge der Speisen etwas erleichtern soll: Beginnen sie mit einer kalten oder warmen Vorspeise, die den Appetit Ihrer Gäste anregt und sozusagen „Lust auf mehr“ macht. Halten Sie die Portion klein, denn die Vorspeise soll auf keinen Fall schon sättigen. Nun folgt klassischerweise eine Suppe, entweder eine einfache Consommé, oder eine Suppe mit Einlage oder eine gebundene Suppe. Anstatt dessen können Sie auch eine kleine Portion Pasta (etwa 80g-100g pro Person) reichen.
Auf die Suppe oder die Pasta folgt ein erfrischendes Sorbet, um dem Magen (und dem Gaumen) eine kleine Pause zu gönnen. Jetzt sind alle neugierig und eingestimmt auf den Fleischgang oder Fischgang, der die Hauptspeise des Menüs darstellen soll. Ob danach Käse oder ein Dessert gereicht wird, können Sie nach persönlichem Gusto entscheiden. Nun können Sie sich auch nach Kaffee- und Digestiv-Wünschen erkundigen. Wenn Sie für den zweiten Teil des Abends, also nach dem Essen einen Platzwechsel vorgesehen haben, können Sie den Kaffee beziehungsweise den Digestif nach dem „Umzug“ servieren, eventuell so den Rauchern die Möglichkeit geben, sich Ihrem Laster hinzugeben.
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