Feinstaubplaketten – leicht und unkompliziert zu bestellen

Seit 2007 sind einige Gebiete in Deutschland als Umweltzonen gekennzeichnet, um die Feinstaubbelastungen einzudämmen. In diesen Zonen dürfen nur die Fahrzeuge fahren, die über eine bestimmte Feinstaubplakette verfügen. Erhalten kann man sie in Zulassungsbehörden, beim TÜV, der DEKRA oder ähnlichen technischen Diensten, aber auch online.

Umweltzonen in Deutschland
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Die Umweltzonen in Deutschland. Klicken zum Vergrößern. Foto: Markus Baumer / wikipedia / cc-by-sa

Die Feinstaubplakette wurde Januar 2007 eingeführt, weil die Feinstaubemission vielerorts die Richtwerte überschritt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von jährlich über 300.000 Todesfällen, die durch Feinstaubbelastung verursacht wurden. Diesen Warnsignalen galt es einen Riegel vorzuschieben.

Doch nicht nur wegen des Feinstaubs sind Umweltzonen sinnvoll. Gesundheitliche Schäden verursachen auch andere Bestandteile, die von Fahrzeugen abgesondert werden: Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Benzol und Kohlenmonoxid sind Stoffe, die bei alten Dieselmotoren ohne Rußpartikelfilter und Benzinfahrzeugen ohne geregelten Kat messbar sind.

Die Deutsche Bundesregierung verabschiedete daher Verordnungen, die den Schadstoffausstoß verringern soll.  Artikel 1 der 35. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sieht vor, dass Fahrzeuge mit einer Feinstaubplakette ausgestattet werden sollen, die über den Grad ihrer Schadstoffbelastung aussagen. Die Plaketten sind in dem Moment Pflicht, in dem ein Fahrzeug in eine Umweltzone fährt. Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld von 40,00 € und einem Punkt in Flensburg geahndet, auch wenn die Emissionswerte des Fahrzeuges zu einer Durchfahrt der Umweltzone berechtigen würden.

Die Fahrzeuge werden anhand ihres Schadstoffausstoßes in vier Gruppen eingeteilt:

Feinstaubplaketten sind unkompliziert und schnell zu besorgen
Feinstaubplaketten sind problemlos zu bestellen. Foto: Markus Baumer / wikipedia / cc-by-sa
  • Die Gruppe mit dem höchsten Ausstoß bekommt keine Plakette. Dazu gehören alte Dieselfahrzeuge und Benziner ohne geregelten Katalysator mit den Emissionsschlüsselnummern:
    Benziner: 0, 03-13, 15, 17, 88, 98
    Diesel: 0-24, 34, 40, 77, 88, 98
  • Eine rote Plakette erhalten Diesel-Fahrzeuge mit den Emissionsschlüsselnummern:
    25-29, 35, 41, 71 ­
  • Die gelbe Plakette kennzeichnet Diesel-Fahrzeuge mit den Emissionsschlüsselnummern:
    30, 31, 36, 37, 42, 44 bis 52, 72 bzw. den PM1 (Partikelminderungsstufen): 14, 16, 18, 21, 22, 25-29, 34, 35, 40, 41, 71, 77
  • Eine grüne Plakette steht bereit für Benziner mit geregeltem Katalysator (G-Kat) und den
    Emissionsschlüsselnummern: 01, 02, 14, 16, 18-70, 71-75, 77;
    Diesel-Fahrzeuge mit den Emissionsschlüsselnummern: 32, 33, 38, 39, 43, 53-70, 73-75 sowie Diesel mit Partikelfilter
    PM1: 49-52 ; PM2: 30, 31, 36, 37, 42, 44-48, 67-70 oder PM3: 32, 33, 38, 39, 43, 53-66

Feinstaubplaketten können Sie in Zulassungsbehörden, beim TÜV, der DEKRA oder ähnlichen technischen Diensten oder online erwerben. Sie benötigen dafür Ihren Fahrzeugschein oder Zulassungsbescheinigungen, um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe nachzuweisen. Die Emissionsschlüsselnummern lassen sich bei älteren Fahrzeugscheinen, die vor dem 1. Oktober 2005 ausgestellt wurden, als letzte beiden Ziffern unter Punkt „zu 1“ herausfinden, bei neueren Zulassungsbescheinigungen, die nach dem 1. Oktober 2005 ausgestellt wurden, werden sie unter Teil I als letzte beiden Ziffern unter Punkt „14.1“ dargestellt.

 

 

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