Was beim Einbau des Sitzliftes zu beachten ist
Für viele ältere oder gehbehinderte Menschen kann eine Treppe zu einem unüberwindbaren Hindernis werden. Um die Lebensqualität im Alter zu sichern, ist ein Treppenlift eine große Erleichterung im täglichen Leben. Ob im eigenen Haus oder in der Mietswohnung – durch den Einbau eines Treppenlifts bleibt die Mobilität weiterhin uneingeschränkt und einem selbstständigen Leben stehen keine Stufen mehr im Weg. Doch wie geht die Montage des Treppenliftes vonstatten?
Beim Einbau des Treppenliftes gilt es, einige Dinge zu beachten. Foto: liftaDie Entscheidung für einen speziellen Treppenlift-Typ oder ein Treppenlift-Modell ist der erste Schritt - doch erst nach dem Einbau des Treppenliftes in den eigenen vier Wänden kann der Treppenlift wirklich genutzt werden. Da der Einbau eines Lifts im Haus immer eine größere bauliche Maßnahme darstellt, gibt es immer wieder die Frage, wie der Einbau des Liftes vonstatten geht.
Sitzlifte fast an jeder Treppe montierbar
Speziell Sitzlifte haben den entscheidenden Vorteil, daß sie praktisch an jeder Treppe installiert werden können. Dennoch sollten die Mitarbeiter des Treppenlift-Anbieters im Zuge des Entscheidungsprozesses für einen Treppenlift die räumliche Situation vor Ort begutachtet haben, um das Angebot auf die Ansprüche des Kunden maßzuschneidern und eine erste Aussage zu treffen, ob der Einbau eines Treppenliftes praktikabel ist. Die Mindestbreite der Treppenöffnung sollte circa 65 Zentimeter betragen. Selbst in einem schmalen Treppenhaus findet ein Sitzlift Platz, denn ein aktueller Sitzlift kann eingeklappt werden und ist dann nur noch circa 35 Zentimeter breit. Für die Mitbewohner bleibt dann immer noch genügend Platz, um sich frei im Treppenhaus zu bewegen.
Bei der Sitzlift-Montage beachten:
- Erfüllt der Lift die Anforderungen des Nutzers?
- Ist die Treppe geeignet? Ist das Haus technisch gerüstet für den Lift (Stromversorgung?)
- Ist der Lift an die örtlichen und räumlichen Gegebenheiten angepasst?
- Entscheidend: Detaillierte Planung (genau Ausmessung), sorgfältige Umsetzung, guter Service
- Montage im Mehrfamilienhaus: Ruhezeiten müssen beachtet werden
Treppe und Räumlichkeiten müssen vor der Montage geprüft werden
Vor der Montage des Treppenlifts müssen die räumlichen Gegebenheiten genau unter die Lupe genommen werden. Es wird geprüft, wie die Versorgungsleitungen, wie die Strom- oder Gasleitungen verlaufen. Auch die exakten Maße der Treppe werden genommen um zu garantieren, dass der Treppenlift die passende Form hat. Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann ein Termin für den Einbau gesucht werden.
Montage nur durch den Fachmann!
Die Montage eines Sitzlifts übernimmt in den meisten Fällen ein Fachmann, der in wenigen Stunden den Sitzlift einbauen und einsatzbereit anschließen kann. Eine Montage in Eigenregie ist dagegen nicht ratsam, selbst wenn handwerkliches Geschick vorhanden ist. Treppenlift-Monteure sind ausgebildet und wissen, auf was bei der Montage genau geachtet werden muss. Auch im Hinblick auf die Gewährleistung bzw Garantie sollte der Einbau stets dem Fachmann überlassen werden.
Am Einbautag sollte man sich auf den üblichen Handwerkerlärm einstellen, der entsteht, wenn gebohrt und gehämmert wird. Erfahrene Monteure sind stets bemüht, den Lärmpegel so gering wie möglich zu halten und auch Dreck möglichst zu vermeiden. Die Treppenstufen werden mit Spezialfolie beklebt, damit sie keinen Schaden nehmen. Nach der Installation, die selten mehr als einige Stunden dauert, wird diese wieder entfernt und zurück bleibt ein sauberes Treppenhaus mit einem funktionsfähigen, neuen Treppenlift.
Einweisung nach dem Einbau
Am Ende eines Sitzlift-Einbaus sollte unbedingt eine Einweisung in die Bedienung des Lifts durch das Fachperson erfolgen, damit der Lift gefahrlos betrieben werden kann. Bei einigen Probefahrten wird demonstriert werden, wie genau der Sitzlift funktioniert und was in Zukunft beachtet werden muss.




