Gute Qualität bringt vielversprechende Leistung

Eine Photovoltaikanlage ist eine hochwertige Kostenanschaffung mit einer Lebensdauer von 15 Jahren. Allerdings müssen hierfür die richtigen Komponenten eingesetzt werden und die Planung sowie die Installation nach den technischen Richtlinien erfolgen. Normalerweise jedoch kann der Laie nur sehr schwer erkennen, welche Qualität die Anlage aufweist.

Qualitätskriterien für eine gute Photovoltaikanlage

Solarmodule

Solarmodul-Produktion bei Solarworld
Vergrößern Solarmodul-Produktion bei Solarworld. Foto: Solarworld

Es wird nicht empfohlen Solarmodule ohne ausführliches technisches Datenblatt mit Herstelleradresse, Garantieangaben und Angaben von Prüf-, Test- und Zulassungszertifikaten zu kaufen. Wählen Sie poly- oder monokristalline Solarmodule, da sie nahezu eine gleichbleibende Leistung über Jahrzehnte besitzen. Versuchen Sie zudem auf geringe Leistungstoleranzen bei der Modul Nennleistung (max. -3%) zu achten, da Sie so die gewünschte Leistung erhalten, die Sie bezahlt haben. Plus-Toleranzen führen zu einem höherem Anlagenertrag. Bitte vergleichen Sie auch die Garantiebedingungen genau und beachten Sie eine ausreichende mechanische Festigkeit.

Wechselrichter

Achten Sie darauf Markengeräte mit langer Garantiezeit (mindestens 5 Jahre) zu verwenden. Firmen bieten sogar einen Tauschservice für ihre Produkte an, so zum Beispiel: SMA, Kaco, Fronius, Sputnik). Die Anlagen-Nennleistung sollte die AC Dauerleistung des Wechselrichters nicht überschreiten.

Montagesystem

Versuchen Sie ein statisch passendes Montagesystem zu wählen. Ist das Montagesystem zu schwach, wird ein ausreichendes stabiles Solarmodul nicht hinreichend nützen. Sie müssen wissen, dass in diesem Fall der Schaden nicht durch die Garantie des Modulherstellers gedeckt wird. Ihre Versicherung wird im Schadensfall auch prüfen, ob das Montagesystem für die Schneelastzone geeignet war.

Solarkabel und Überspannungsableiter

GeldKäufer von Photovoltaikanlagen sollten sich immer mehrere Angebote von verschiedenen Herstellern einholen. Foto: Thommy Weiss / pixelio.de

Es wichtig, dass Sie nur speziell für PV-Anlagen zugelassene Produkte verwenden und die Überspannungsableiter mit kombinierter Abtrenn-und Kurzschließvorrichtung benutzen. Somit wird eine Brandgefahr infolge von DC-Schaltlichtbögen verhindert. Achten Sie auch darauf einen Überspannungsableiter mit fehlerresistenter Y-Schaltung zu verwenden. So verhindern Sie eine Beschädigung der Überspannungsableiter bei Isolationsfehlern im Solargenerator.

Photovoltaik-Anlagepass

Der PV-Anlagepass schafft Transparenz und bietet somit auch eine Absicherung zwischen Kunden und Handwerkern. Er hält die fachgerechte Arbeitsweise des Handwerkers fest. Demnach ist der Pass ist eine Dokumentation der verwendeten Komponenten und der Handwerkerleistung. Einige Solarversicherungen bieten eine günstige Versicherungsprämie an, wenn ein Photovoltaik-Anlagenpass vorliegt.

Gut zu wissen

Versuchen Sie am Anfang den Preis des Solarteurs zu drücken. Sonst müssen Sie davon ausgehen, dass ihr Solarteur das Geld, welches Sie ihm nicht gezahlt haben, in der Zusammenstellung der Photovoltaikanlage wieder einspart. Achten Sie also darauf, dass immer erst die Anlage mit den Komponenten ausgehandelt wird. Danach können Sie immer noch einen Pauschalpreis für die Installation aushandeln. Holen Sie sich auch immer mehrere Angebote von verschiedenen Solarteuren ein. Lernen und profitieren Sie von dem, was Ihnen der Solarteur erzählt und vergleichen Sie seine Aussagen mit denjenigen anderer Anbieter.