PV-Anlagen Montageart: Photovoltaik Aufständerung
Die Montageart der Aufständerung von PV-Modulen ist bei Flachdächern üblich, da diese besonders von der Aufständerung der Module für eine optimale Ertragsausbeute profitieren.

Die Aufständerung der PV-Module dient der besseren Belüftung einzelner Solarmodule. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Bei Flachdächern überwiegt oftmals die Sorge, dass die Solarmodule nicht im richtigen Winkel zur Sonnenstrahlung stehen und dadurch die Erträge gemindert werden können. Durch die Neigung der Dachfläche selbst ergeben sich diese Zweifel bei Schräg- oder Pultdächern nicht. Das Flachdach, das wie das Wort schon sagt, Flach ist, eignet sich weniger für die ebenerdige Montage der PV-Module, aber desto mehr für die Aufständerung der PV-Module, da dies optimale Ertragswerte garantiert.
Über die Aufständerung wird bei Flachdach-PV-Anlagen sowie bei Freilandanlagen der optimale Neigungswinkel zur Sonne hergestellt. Außerdem dient die Aufständerung der besseren Belüftung der einzelnen Solarmodule. Dies ist besonders markant, da die Leistung der Photovoltaikanlage bei zu hoher Temperatur leiden kann. Überdies verstärkt sich durch die Schräglage der PV-Module der Selbstreinigungseffekt, sodass Regen und Schnee bei der großen Neigung der Module besser ablaufen können.
Bei der Aufständerung von Photovoltaikmodulen gilt es folgende Aspekte zu berücksichtigen: Da die PV-Anlage durch die Aufständerung anfälliger wird für verschiedene Witterungszustände, müssen die Solarmodule sehr stabil befestigt werden. Außerdem muss zwischen den Modulen ein ausreichend großer Abstand eingehalten werden, um eine Verschattung der Module zu verhindern.
Aufständerungsarten:
Die Photovoltaik-Flachdachmontage bedeutet eine Herausforderung hinsichtlich der Planung der Unterkonstruktion, da zum einen ein möglichst minimaler Eingriff in die Dachabdichtung und -konstruktion vorgenommen werden soll und zum anderen das Dach darüber hinaus ein massives Gewicht tragen können sollte. Ein Montagegestell aus Metall, auf dem die Module befestigt werden, findet am häufigsten Verwendung. Zuweilen ist es notwendig dieses Gestell zusätzlich mit Betonplatten zu beschweren, um einen sicheren Stand der Anlage zu gewährleisten. Eine weitere Möglichkeit ist die Aufständerung durch dreieckig geformte Wannen aus Kunststoff. Auf der schrägen Seite werden die Module angebracht und auf der unteren Seite erfolgt die Verbindung zum Dach.
Daneben können weitere Aufständerungsarten unterschieden werden:
- Aufständerung durch Auflast: Hier wird die durch Aluminiumprofile oder Kiesbettwannen erzeugte Aufständerung durch Gewichte beschwert, womit ein Kippen und Verrutschen der Konstruktion verhindert werden soll. Diese Gewichte schlagen auf dem Flachdach jedoch negativ zu Buche, so dass meist eine verminderte oder gar minimale Auflast als Alternative herhalten muss.
- Aufständerung mit verminderter Auflast: Hierbei wird die Aufständerung durch eine Aluminiumkonstruktion erreicht, die zu größeren Arrays verschraubt wird, wodurch sich das Gewicht besonders auf die Randbereiche der Dachkonstruktion verteilt und so die Auflast auf die Dachfläche vermindert wird.
- Aufständerung mit minimaler Auflast: Um die Auflast noch weiter zu reduzieren, ist eine weitere Maßnahme nötig, die in der Nutzung von Windschotts besteht, die die Sog- und Druckwirkung der Windkraft auf die Modulflächen reduziert. Damit wird die Auflast minimiert.
Info:
Durch die Mehrbelastung sollte unbedingt die Statik des Gebäudes und die Tragfähigkeit des Daches geprüft werden, bevor eine entsprechende PV-Anlage mit Aufständerung gekauft und montiert wird. Auch zusätzliche Schneelasten und die Windkräfte sind bei dieser Prüfung zu berücksichtigen.
Vorteile der Photovoltaik-Aufständerung:
- Neigungswinkel und Ausrichtung der PV-Module können frei gewählt werden, da keine Abhängigkeit von einer gegebenen Dachneigung oder sonstigen baulichen Gegebenheiten besteht.
- Durch die Aufständerung und den nötigen Abstand zwischen den PV-Modulen sind diese leicht zugänglich etwa für Wartungs- oder Reinigungsarbeiten.
- Die Module werden durch die Aufständerung gut hinterlüftet, wodurch diese besser gekühlt werden und so einen höheren Wirkungsgrad erreichen können.
Nachteile der Photovoltaik-Aufständerung:
- Da eine Verschattung vermieden werden muss, benötigen die PV-Module bei einer Aufständerung mehr Fläche, als bei einem herkömmlichen Dach.
- Da die Module witterungs- und windanfällig sind, müssen diese gut befestigt werden. Die Kosten für die Aufständerung liegen zumeist über denen, der einfachen PV-Anlagen Montage.
- Im Winter kann bei enormem Schneefall eine Verschattung der PV-Module durch eine Anhäufung von Schnee erfolgen. Dieses Risiko gilt allerdings auch für normale PV-Anlagen.
