Photovoltaik-Anlage planen – Wie groß sollte die PV-Anlage sein?

Die benötigte Größe einer Photovoltaik-Anlage für die Solarstrom Erzeugung für Haushalte unterscheidet sich natürlich je nach Strombedarf sowie nach Ausrichtung und Neigung des Daches. Letztere sind wesentliche Kriterien für die Ertragswerte, die eine PV-Anlage erbringen kann. Ist die Dachfläche ausreichend groß, ist es jedoch sinnvoll, die PV-Anlage nicht nur nach dem tatsächlichen Strombedarf zu planen.

Haus mit PV-Anlage auf Dach
Wenn die gesamte Dachfläche mit PV ausgestattet wird, kann überschüssiger Strom eingespeist werden. Foto:Steinbrich / pixelio.de

Die derzeit günstigen Vergütungsbedingungen für Photovoltaikanlagen lassen es sinnvoll erscheinen, die Größe der PV-Anlage nicht einzig nach dem eigenen Stromverbrauch auszurichten und zu bestimmen, sondern vielmehr die Größe der geeigneten Dachfläche und das, was der Geldbeutel hergibt, bei der Planung zu berücksichtigen. Denn der Strom, der nicht im eigenen Haushalt verbraucht wird, kann ins Stromnetz eingespeist werden und daraus finanzielle Profite erwirtschaftet werden. In diesem Fall wird vom zuständigen Netzbetreiber eine Vergütung gemäß EEG für den überschüssigen Strom, den Sie nicht benötigen und einspeisen, gezahlt. Aber der überschüssige Strom kann auch in ihrem Garten zum Einsatz kommen oder überall dort, wo kein Netzanschluss installiert ist, z.B. bei solaren Teichpumpen oder Gartenlampen sowie bei elektronischen Kleingeräten.

Faustregel:

Als Faustformel für die Berechnung der benötigten Dachfläche in m² für Photovoltaik-Module gilt: Ein Mindestertrag von 800kWh bis 900kWh je kWp installierter Leistung sollte eine Anlage im Jahr erbringen können. Eine Anlage mit einer Nennleistung von 1.000 Watt, was wiederum 1 kWp entspricht, bedarf einer Photovoltaik-Modul-Fläche von ca. 8-10m².

Der Vorteil der Solarstromerzeugung liegt vornehmlich in ihrem Nutzen für die Umwelt. Bei Photovoltaikanlagen wird der Strom dort erzeugt, wo er benötigt wird, wodurch hohe Überlandverluste entfallen. Zudem spart eine rund 1m2 große Photovoltaikanlage ca. 100 kg CO2 - Emissionen pro Jahr ein.

Um den Bedarf der Größe von Photovoltaikanlagen zu berechnen dient folgendes Beispiel. Zur Deckung des eigenen Strombedarfs bei einer vierköpfigen Familie wird ein jährlicher Stromverbrauch von ca. 3.500kWh als Richtwert angenommen. Dieser Strombedarf kann mit einer ungefähr 4,5kWp großen Anlage gedeckt werden, was einer Modulfläche von rund 35-40m² entspricht. Zu berücksichtigen ist bei dieser Aufstellung, dass der Strombedarf über das gesamte Jahr konstant, aber die Stromerzeugung im Winter durch die geringere Sonneneinstrahölung geringer ausfällt als im Sommer.