Benötigte Werkzeuge

Ein gutes Ergebnis beim Tapezieren wird immer maßgeblich von der Qualität des benutzten Werkzeuges abhängen. Dabei kann es sich durchaus lohnen, in neue Gerätschaften zu investieren. Mit sauberen Bürsten und scharfen Messern lässt sich nicht nur ein besseres Ergebnis erzielen, man kann auch Zeit, Geld und Nerven sparen. Eine gute Tapezierausrüstung sollte so aussehen:

 

Diverse Werkzeuge werden beim Tapezieren benötigt
Tapezieren: diverse Werkzeuge werden benötigt

Tapeziertisch
Zusammengeklappt circa einen Meter lang, verlängert sich die Fläche eines Tapeziertisches durch Ausklappen auf das Dreifache. Und das wird auch benötigt, um die langen Tapetenbahnen zuschneiden und einkleistern zu können.

Tapeziermesser
Mit diesem Messer lassen sich Tapetenbahnen jeden Materials unter Verwendung der richtigen Technik gerade abschneiden. Es hat eine extra lange Klinge und meist einen komfortablen Plastikgriff. Am besten klappt das Schneiden, wenn man die Tapetenbahn erst rechtwinklig abknickt und die Klinge durch den so entstandenen Falz zieht. Eine Schere ist zu diesem Zweck weniger gut geeignet – mit ihr fällt es schwer, exakt rechtwinklig zu zerteilen.

Bandmaß
Die Methode, Markierungen auf dem Tapeziertisch anzubringen, wenn man bestimmte Bahnenlängen von der Tapetenrolle abschneiden möchte, scheitert spätestens, wenn die Bahn länger sein soll als die Tischlänge. Besser beraten ist man daher mit einem Bandmaß. So lassen sich mit der entsprechenden Bandmaßlänge – üblich sind fünf Meter – auch Altbauwände mit mehr als drei Metern Raumhöhe leicht ausmessen. Achtung: Ein Bandmaß aus Metall lässt sich später von eventuellen Kleisterresten besser reinigen als eine Kunststoffversion.

Nagelwalze
Sehr praktisch zum Ablösen der alten Tapete: Die alten Bahnen werden perforiert und somit geöffnet, damit anschließend Seifenwasser oder Tapetenlöser mit einem feuchten Schwamm oder Tuch aufgetragen werden können.

Tapezierbürste
Mit einer geeigneten Bürste lassen sich Falten und Blasen zuverlässig ausstreichen. An den Enden der Borsten sammelt sich bei sauberer Arbeit im Gegensatz zu den Händen auch kein Schmutz an.

Tapezierschiene
Das obere Ende einer Tapetenbahn kann mit dem Tapeziermesser vorgeschnitten werden, für den letzten Schnitt am unteren Ende benötigt man jedoch eine Tapezierschiene. So wird die Bahn oben angesetzt und ist dabei ja nach unten hin meist etwas zu lang. Mit der Metallschiene kann sie dann, sobald sie an der Wand klebt, angedrückt werden. Entlang der Schiene kann man schließlich die noch leicht feuchte Tapete relativ präzise und ohne große Mühe abreißen.

Kleisterzubehör
Ohne Kleister kann nicht tapeziert werden. Da davon eine große Menge benötigt wird, sollte eine gute Portion angerührt werden, ein 20-Liter-Baueimer ist daher empfehlenswert. Ebenfalls benötigt wird ein Quast, der auch im Baumarkt oder Farbhandel erhältlich ist. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass sich am unteren Ende des Griffs eine Klammer befindet. So kann man den Quast zwischendurch auf den Eimerrand stecken.

 

Das Lot hilft, die Tapete gerade anzubringen
Lot: Hilft, die Tapete möglichst gerade anzubringen.benötigt

Lot
Beim Tapezieren ist es sehr wichtig, die Bahnen gerade anzukleben, denn ist die erste schief, lässt sich das durch Anbringen der nächsten Bahnen kaum wieder geradebiegen – im wahrsten Sinne des Wortes. Man sollte sich daher nicht auf sein Augenmaß verlassen, sondern ein Lot verwenden, das man ganz oben an der Wand befestigt. Dieses gibt Sicherheit und wird eigentlich nur für die erste Tapetenbahn benötigt, denn bei den restlichen kann sich an der ja orientiert werden.

Bleistift (keinen Filzstift oder Kugelschreiber verwenden!)
Mit einem Bleistift können beim Ausrichten hilfreiche Markierungen an die Wand gebracht werden, die sich leicht wieder beseitigen oder verändern lassen.


Tapete & Farbe