Die genaue Vorbereitung ist entscheidend

Genauso wichtig wie die richtige Tapete und gute Werkzeuge ist neben einem geeigneten Wandbelag auch die optimale Beschaffenheit des Untergrundes. Nur eine gründliche Vorbereitung des Untergrundes gewährleistet einen reibungslosen Arbeitsablauf und ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Tapete wählen

 

Hilfsmaterialien bereitlegen

Alte Tapeten sollten restlos entfernt werden. Wurde beim vorherigen Tapezieren gut gearbeitet und eine Grundierung aufgetragen, geht das Entfernen der alten Tapete leicht von der Hand. Komplizierter wird es bei mehrfach gestrichener Raufaser, wasserundurchlässigen Tapeten oder mehrfach übereinander liegenden Tapetenlagen. Als gute Helfer bei solchen Problemen haben sich insbesondere Tapetenablöser und Nadelwalzen bewährt.

Richtig ablösen

Zuerst sollte geprüft werden, auf welcher Art von Untergrund die Tapete angebracht ist. Für den Fall, dass sie auf einer Gipskartonwand klebt, sollten sie einige Dinge beachten:

Grundierungen sind der Schlüssel zum Erfolg, um Tapete ohne Schäden von Gipswänden abzulösen. Werden auf unbehandelten Gipsplatten Tapeten aufgekleistert, verbindet sich diese sofort fest mit dem Gipsuntergrund. Um dies zu verhindern, nehmen Sie zwei Teile Hydrosol-Tiefgrund und vermischen Sie diese mit einem Teil weiße Wandfarbe. Ergebnis ist eine pigmentierte Grundierung, die den Untergrund aufhellen wird. Nachfolgende Anstriche decken dann schneller. Lassen Sie die Grundierung zwei bis drei Stunden trocknen, danach können Sie mit dem Tapezieren beginnen.

Tapetenlöser

Tapetenlöser lässt sich in Dosen in jedem Baumarkt erstehen und mit einem Quast bzw. einer Rolle leicht auf die Tapete auftragen. Nach etwa 15 Minuten lässt sich dann die Tapete normalerweise einfach abziehen. Ist die Tapete etwas hartnäckiger, muss man mit einem Spachtel nachhelfen.

Heißer Wasserdampf

Das Entfernen der alten Tapete mit heißem Wasserdampf ist dagegen nicht ohne Spezialgeräte zu bewerkstelligen. Zudem sollten Sie bedenken, daß akute Verbrühgefahr besteht und sich der erkaltete Wasserdampf als Feuchtigkeit im Raum, z.B. hinter Möbeln, festsetzt. Es droht Schimmelbildung.

Wand bearbeiten

Schaden an der Wand wie Risse, Löcher, Unebenheiten oder abgebrochene Mauerecken sollten ausgespachtelt werden, damit Sie einen ebenen Untergrund bekommen. Je glatter die Wand, desto besser.
Kleinere Unebenheiten können mit Feinspachtel geglättet werden, größere Löcher und Risse mit Füllspachtel. Besonders praktisch ist elastische Spachtelmasse aus Dosierspendern, mit denen kleinere Korrekturen vorgenommen werden können. Zum Glätten größerer Flächen im Innenbereich eignet sich normaler Spachtel.

Für bestimmte Wandarten wie Gipsfaser-, Gipskartonplatten oder Gips- bzw. Zementputz empfiehlt es sich, einen universellen Tapeziergrund aufzubringen. Die Saugfähigkeit wird so reguliert und die Stabilität der Wände erhöht. Zudem wird durch einen Tapeten-Wechselgrund ein späterer Tapetenwechsel vereinfacht, da sich die Bahnen dann einfach abziehen lassen. Für das richtige Mischungsverhältnis sollten Sie immer die Herstellerangaben beachten.


Tapete & Farbe