Hausmittel gegen Kleidermotten

Kleidermotten gehören seit jeher zu den eher ungebetenen Gästen in den eigenen vier Wänden, insbesondere im Kleiderschrank. Dort bestücken sie allzu oft die Kleidungsstücke ungefragt und ungewollt mit neuen Belüftungsöffnungen. Damit Sie diese Plagegeister wieder loswerden oder diese im besten Falle gar nicht erst an die Kleidung kommen, gibt es neben der chemischen Keule einige althergebrachte und äußerst wirksame Hausmittel.

Kleidermotten sind unbeliebte Plagegeister

Besonders, wenn kleine Kinder im Haushalt leben, die ja oft und gern alles in den Mund nehmen, was nicht niet- und nagelfest ist, ist vom Einsatz chemischer Mittel abzuraten. Stattdessen können Sie Omas alte Tipps aus der – pardon – Mottenkiste holen, die sich seit Jahrzehnten bewährt haben.

Lavendelblüten zum Beispiel. In ein Säckchen gefüllt und in den Schrank gehängt verleihen sie der Kleidung einen angenehmen Duft, dem Kleidermotten so gar nichts abgewinnen können und woraufhin sie lieber das Weite suchen. Wirksam sind auch Thymian und Salbei.

Im Gegensatz zu Lavendelblüten ist ein Stück Seife ziemlich sicher in jedem Haushalt vorhanden. Statt zum Händewaschen auf dem Waschbeckenrand tut sie ihren Dienst auch als Mittel gegen Kleidermotten. Dazu legen sie das eingepackte Stück Seife einfach zwischen die Kleidung und schon bleiben Hosen, T-Shirts und Co von Motten verschont. Auch Gewürznelken und getrocknete Orangenschalen versprühen einen für die Motte unangenehmen Geruch und verhindern den Befall der Kleidung.

Kleidermotten lieben Baumwolle und verschmähen Leinen. Falls Ihr Kleidungsbestand nun nicht aus Leinengewändern besteht, können Sie immerhin besonders wertvolle Kleidung in einem Sack aus Leinen aufbewahren.

Eine weitere Art der Mottenbekämpfung ist die konventionelle Mottenklebefalle. Für den Menschen ungiftig, macht sie den nervigen Tierchen den Garaus. Dazu muss lediglich die Schutzfolie abgezogen und die Falle zu den Motten gehängt werden.

Wenn nichts mehr hilft

Konnte ein Mottenbefall nicht vermieden werden, gilt es, die Störenfriede wieder loszuwerden. Zu diesem Zweck gibt es zwei sehr wirksame Methoden. Pheromonfallen etwa enthalten Sexuallockstoffe (Pheromone), von denen die Mottenmännchen angezogen werden, um dann am daran angebrachten Klebstoff hängen zu bleiben. Die Weibchen finden daraufhin keine Geschlechtspartner mehr und können sich folglich nicht vermehren.

Diese Fallen sind geruchsneutral und insektizidfrei – wichtig ist aber, dass sie nicht an offenen Fenstern postiert werden. Dann nämlich wird jede vorbeifliegende Motte angelockt – eine eher kontraproduktive Konsequenz. Besonders schnell ist die Methode allerdings nicht: Pheromonfallen sollten mindestens drei Monate lang aufgestellt werden, da die Entwicklung der Larven so lange dauern kann.

Auch ein effektives Mittel zur Mottenbekämpfung ist der Einsatz von Schlupfwespen. Erhältlich sind sie in vielen Naturkostläden in Form von Kärtchen, auf die Schlupfwespeneier geklebt sind. Diese werden einfach in den Schrank gelegt und dann darauf gewartet, dass die Schlupfwespen schlüpfen. Als natürliche Feinde der Motten begeben sich diese dann auf die Jagd. Sie essen mit Vorliebe deren Eier und bekämpfen so den Ursprung des Mottenbefalls – die Plage ist auf diese Weise schnell unter Kontrolle.