Fußbodenheizung selbst verlegen
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Fast 50 Prozent aller privaten Eigenheime sind inzwischen mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, Tendenz steigend. Nicht nur die angenehme Wärme an den Füßen spricht für die Nutzung einer Fußbodenheizung, sondern auch die effiziente Wärmeverteilung.
Gerade in hohen Räumen steigt die warme Heizungsluft herkömmlicher Heizsysteme an die Decke, wo sie keinen Nutzen hat. |
Mit einer Fußbodenheizung können Sie von einer Senkung der Temperatur von 1-2 °C ausgehen, was einer effizienten Energieeinsparung von 6 bis 12 % entspricht. Das erklärt sich dadurch, dass die Fußbodenheizung die Wärme genau dort abgibt, wo sie benötigt wird.
Zunächst sollten Sie sich überlegen, ob Sie die Fußbodenheizung als Vollheizung oder nur stellenweise als Ergänzungsheizung nutzen wollen. Bei der Voll-Variante, sollten Sie etwa 80% der Raumfläche verlegen. Eventuell können Sie Flächen, auf denen später schwere Schränke und Regale stehen, aussparen. Ganz wichtig ist, nicht unter Dusche und Badewanne zu verlegen, da sich durch den Wärmestau sehr unangenehme Gerüche entwickeln. Bereinigen Sie die zu beheizende Grundfläche Ihres Heims um die Stellflächen und Sanitäranlagen, die nicht verlegt werden, bevor Sie Heizplatten besorgen.
Die Heizmatten, die Sie verlegen, können beim Fachhändler nach individuellem Maß zugeschnitten werden. Das Gewebe der Matten können Sie auch nachträglich noch zerschneiden, die Drähte der Fußbodenheizung müssen aber ganz bleiben. Beim Verlegen der Heizmatten muss beachtet werden, dass die Matten genau dort liegen, wo Sie später warme Füße möchten (vor der Badewanne/Dusche, vor dem Waschbecken, neben dem Bett, vor dem Sofa usw.)
Als Untergrund für die Fußbodenheizung empfiehlt sich ein Betonestrich-Untergrund. Diesen sollten Sie mit Tiefengrund behandeln, da sonst der Fliesenkleber später zu schnell einzieht und Sie eventuelle Korrekturen nicht mehr vornehmen können. Zunächst tragen Sie den flexiblen Kleber mit einem Zahnspachtel auf den Betonestrich-Untergrund. Darauf verlegen Sie die Heizmatten und ziehen diese dann mit einer Glättkelle ab. Die Kleberschicht muss so dick sein, dass Sie nichts mehr von der Matte und deren Kaltleitern sehen können.
Eventuell ist es nach einer Austrocknungszeit von ca. vier Tagen nötig, dass Sie eine Schicht Ausgleichsmasse auftragen müssen, um eine ebene Oberfläche zu erhalten. Dies ist deshalb so wichtig, da Sie sonst später Schwierigkeiten haben werden, den Fußboden schön zu verlegen.
Wichtig ist außerdem, dass die Randdämmstreifen eine Ausdehnung der Estrichflächen von bis zu fünf Millimetern aufnehmen können müssen. Sie sollten auch ausreichend hoch sein und über der Höhe des späteren Fußbodens liegen. Nach dessen Verlegung, können die überstehenden Randdämmstreifen abgeschnitten werden.
Wenn Sie nach der Trocknungszeit eine ebene Oberfläche haben, können Sie Ihren Fertigfußboden verlegen. Es eignen sich hier besonders Oberflächenbeläge, die durch einen geringen Wärmedurchlasswiderstand ausgezeichnet sind.
