Knauf Putzkompetenz
Putz dient vor allem dem attraktiven Erscheinungsbild von Fassaden und Innenwänden, doch neben der besseren Optik hat die Deckschicht noch etliche andere, handfeste Funktionen. So kann der Immobilienbesitzer seine Bausubstanz vor Beschädigungen schützen und gleichzeitig das Gebäude dämmen, was für ein gutes Raumklima sorgt – und den Wert steigert. Dabei gibt es Unterschiede je nach Art der Bausubstanz: Ein Einfamilienhaus-Neubau hat andere Ansprüche als ein zu sanierender Altbau.
Generell gilt allerdings: Bei einer solch großen Anzahl an Funktionen sollten Bauherren, egal ob sie ein Haus bauen oder sanieren, darauf achten, dass sowohl die Qualität der Putztypen, deren Aufbringung und auch die Verarbeitung Hand in Hand gehen. Optimalerweise geschieht dies mit produktübergreifenden Lösungen, wie sie z.B. Knauf mit seinen Putzsystemen bietet. Mit bewährten, aufeinander abgestimmten Materialien, erprobter Anwendungstechnik und kluger Baustellenlogistik lassen sich so optimale Ergebnisse erzielen.
Besonders anspruchsvoll ist dabei das Neu-Verputzen von Altbauten. Nicht nur, dass in manchen Fällen der der Denkmalschutz die Sanierung erschwert, die alte Bausubstanz zeigt sich, nachdem sie Jahrzehnte Wind und Wetter getrotzt hat, oft sehr anspruchsvoll. Speziell in solchen Fällen werden aufeinander abgestimmte Materialien vom Renoviermörtel bis zur Fassadenversiegelung benötigt, die einen Spagat zwischen dem bewahren der historischen Optik und modernen Eigenschaften erzielen.
Deutlich günstiger ist die Konstellation bei Neubauten: Hier muss die zeitgemäße Bausubstanz mit der bereits vorhandenen Wärmedämmung nur noch mit einem darauf abgestemmten Putz perfektioniert werden, um ein rundherum zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten. Moderne Putze lassen aber nicht nur die Oberflächen in den verschiedensten Farben erstrahlen, sie regulieren auch das Raumklima in den abgedichteten Räumen.
Den verschiedenen Putzarten kommen dabei unterschiedliche Aufgaben zu:
Gipsputze
Gipsputze werden zum Verputzen von Innenräumen verwendet, da sie sich praktisch für jeden Untergrund eignen. Dank ihrer baubiologischen Eigenschaften wirken sie regulierend auf das Raumklima. Sie können in Wohnräumen, aber auch in Kellern und häuslichen Feuchträumen, wie Küchen und Bäder, eingesetzt werden.
Unterputze
Unterputze werden im Außenbereich direkt auf das Mauerwerk aufgetragen und schützen dieses zuverlässig vor Witterungseinflüssen. Je nach Untergrund und Anforderungen kommen individuelle Putze mit Bindemitteln aus Kalk, Kalk-Zement oder Zement zum Einsatz. Unterputze müssen generell noch eine Beschichtung, z.B. mit Oberputzen bekommen.
Oberputze
Zum Schutz von Fassaden kommen vorrangig die sogenannten Oberputze zum Einsatz. Aufgrund der unzähligen Oberputz-Varianten mit unterschiedlichen Farben, Strukturen oder Formen ist die Auswahl riesig. Mineralische Oberputze regulieren das Raumklima besonders gut und sorgen für so für eine Wohlfühlatmosphäre in Innenräumen.
Sanierputze
Sanierputze kommen bei feuchten Wänden zum Einsatz. Der hohe Porenanteil dieser Putze nimmt die Feuchtigkeit sowie die darin gelösten Salze aus den Wänden auf. Und während die Salze bei der Trocknung kristallisieren, verdampft das Wasser durch den Putz.
Untergrundvorbehandlung
In vielen Fällen muss der Untergrund vor dem Auftragen des Putzes entsprechend vorbereitet werden, um eine gleichmäßige Trocknung und Erhärtung des darauf aufgebrachten Putzes zu gewährleisten. Wenn der Untergrund nicht genügend saugfähig ist, wird zudem eine Haftbrücke benötigt.
