Rauchmelder im Haushalt

Rauchmelder
 
 
 
Jährlich sterben über 500 Menschen in Deutschland durch einen Brand in ihren eigenen vier Wänden. Die Gefährlichkeit der beim Brand entstehenden Gase wird jedoch meist unterschätzt.  Gase wie Kohlenmonoxid, die bei Bränden freigesetzt werden, sind höchst giftig und können nach wenigen Atemzügen zur Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod führen. Durch sie verursachte Rauchvergiftungen sind die häufigste Todesursache bei Bränden.

Das laute Warnsignal eines Rauchmelders kann in vielen Fällen Leben retten. Der Brand kann schon frühzeitig erkannt werden und bietet daher die Möglichkeit zur Flucht oder Brandbekämpfung der Bewohner. Jedoch verfügen nur knapp sieben Prozent aller deutschen Haushalte über Rauchmelder. Die Quote in anderen Ländern liegt deutlich höher, teilweise bei bis zu 90 Prozent.

Diese Länder können einen teils deutlichen Rückgang in der Anzahl der Brandopfer verzeichnen. Grund für die geringe Anzahl von Rauchmeldern in Deutschland ist vor allem das deutschen Baurecht, das in der Bundesrepublik nach wie vor Ländersache ist. Die Regelungen sind uneinheitlich und bisher haben nur sieben Länder Ausstattungspflichten mit Rauchmeldern für Neu- und Umbauten von Wohnungen.

Brandschutzexperten und die Feuerwehr raten dringend dazu, in jedem Flur eines Stockwerks in zentraler Lage einen Rauchmelder anzubringen, sodass alle Bewohner das Signal hören können. Die Anbringung zusätzlicher Geräte in Schlaf- und Kinderzimmern ist außerdem wichtig, da rund 70 Prozent aller Brände mit Todesopfern in der Nacht stattfinden und die Opfer im Schlaf von Brand und Rauch überrascht werden.

In Räumen wie Küche und Bad ist die Anbringung eines Rauchmelders weniger sinnvoll aufgrund des ständigen Rauch- und Dampfvorkommens. Es wird geraten einen Rauchmelder unmittelbar vor der Küche anzubringen und auch Garagen und Keller nicht zu vergessen.

Teilweise Entwarnung für Raucher

Rauchmelder reagieren nicht bei normalem Zigarettenkonsum, da der Zigarettenrauch weder hoch genug aufsteigt, noch lang genug auf die Sensoren im Rauchmelder einwirken kann, bis er sich auflöst. Sie werden erst aktiv bei größeren Mengen Zigarettenrauchs, wie er z.B. auf Parties entsteht,  oder wenn der Rauch in direkter Nähe des Rauchmelders ausgeblasen wird.

Für Haushalte sind optische Rauchmelder am besten geeignet. Sie sind kaum größer als eine Kaffetasse und im Elektrofachhandel, sowie Baumärkten erhältlich. Ihre Installation ist einfach und erfordert keine Fachkenntnisse. Wichtig ist darauf zu achten, dass Rauchmelder das VdS-Zeichen tragen, welches angibt, dass das Gerät schon bei einer Rauchdichte von knapp einem Prozent einen Warnton abgibt. Außerdem sollten Rauchmelder über einen Testknopf verfügen, mit dem die Funktionsfähigkeit des Gerätes jeder Zeit überprüft werden kann.

Die Lautstärke des Alarmtons sollte ausreichend sein und bei etwa 85 Dezibel liegen. Bei batteriebetriebenen Rauchmeldern sollte man zusätzlich darauf achten, dass die mitgelieferte Batterie eine Gebrauchsdauer von drei oder mehr Jahren aufweist und über ein akustisches Signal bei nötigem Wechsel der Batterie verfügt.
Sehr gut sind Geräte, die sich koppeln lassen, sodass bei einem Brand alle im Haus installierten Geräte gleichzeitig Alarm schlagen. Außerdem gibt es für Privathaushalte mittlerweile Rauchmelder mit Netzanschluss. Diese werden unter dem Putz verlegt und müssen von einem Fachmann installiert werden, weshalb sie sich besonders für Neu- und Umbauten eignen.

Rauchmelder sind Lebensretter, die sich leicht installieren und bedienen lassen. Sie sollten in jedem Haushalt vorhanden sein und dienen Ihrem persönlichen Schutz und dem Schutz Ihres Zuhauses. Niemand besitzt ein Haus ohne ein Dach, das seine Bewohner vor Unwetter und Kälte beschützt- daher sollte auch niemand ein Haus ohne Rauchmelder besitzen, der im Falle eines Brandes Leben retten kann und Sie rechtzeitig vor Rauch und Feuer warnt.
 


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